Bundesverdienstkreuz f├╝r Professorin Ilse Kokula - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 Finanzkontor_Banner Weiberwirtschaft
AVIVA-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 24.05.2007

Bundesverdienstkreuz f├╝r Professorin Ilse Kokula
Tonia Aurfali

Am 22. Mai 2007 erhielt die couragierte Soziologin Dr. Ilse Kokula das Bundesverdienstkreuz f├╝r ihr 30 Jahre w├Ąhrendes Engagement zur Integration lesbischer Lebensweisen in der Gesellschaft.



Dr. Ilse Kokula hat durch ihr Wirken daf├╝r gesorgt, dass Lesben heute kein Schattendasein mehr in heimlichen Verstecks und Flucht in Scheinehen f├╝hren m├╝ssen. ├ťber drei Jahrzehnte hinweg k├Ąmpfte sie beharrlich f├╝r die Emanzipation von Lesben. Daf├╝r hat sie sich auf zahlreichen Ebenen engagiert.

Sie selbst hat einen langen und beschwerlichen Weg zur├╝cklegen m├╝ssen, um sich f├╝r andere einsetzen zu k├Ânnen: Die 1944 geborene Schlesierin wuchs in Franken auf. Nach einer Stelle als Hilfskraft in der K├╝che gelang es ihr, einen Ausbildungsplatz als K├Âchin zu erhalten. Im Anschluss an einige Berufsjahre, besuchte sie dann bis 1967 die H├Âhere Fachschule in Bayern und lie├č sich zur Sozialarbeiterin ausbilden. Anschlie├čend holte sie die mittlere Reife nach und begann 1971 ein dreij├Ąhriges P├Ądagogikstudium in Berlin. Ihre Diplomarbeit schrieb sie ├╝ber das "Lesbische Aktionszentrum" (LAZ), in dem sie selbst Mitglied war. Mitte der 70er Jahre wurden Lesben gesellschaftlich totgeschwiegen, deshalb ver├Âffentlichte Kokula ihr Buch "Der Kampf gegen Unterdr├╝ckung" beim Frauenoffensive-Verlag noch unter dem Pseudonym Ina Kuckuc.

1982 promovierte sie an der Universit├Ąt Bremen in Soziologie. 1985 wurde sie von der Universit├Ąt Utrecht zur ersten Gastprofessorin f├╝r "soziale Geschichte und Sozialisation lesbischer Frauen" berufen und erhielt den Professorinnen-Titel. Es sind zahlreiche B├╝cher und Beitr├Ąge, zum Beispiel f├╝r die Lesbenzeitschriften "UkZ"
und "die", alias "Lesbenfront" von ihr erschienen.

  • Ver├Âffentlichungen von Dr. Ilse Kokula
  • Der Kampf gegen Unterdr├╝ckung,1975
  • Weibliche Homosexualit├Ąt um 1900 in zeitgen├Âssischen Dokumenten, 1981
  • Formen lesbischer Subkultur, 1983
  • Jahre des Gl├╝cks, Jahre des Leids ├│ Gespr├Ąche mit ├Ąlteren lesbischen Frauen, 1986
  • Wir leiden nicht mehr, sondern sind gelitten. Lesbisch leben in Deutschland, 1987
  • Die Welt geh├Ârt uns doch! Zusammenschluss lesbischer Frauen in der Schweiz der 30er Jahre (mit Ulrike B├Âhmer), 1991

    Dar├╝ber hinaus hat Dr. Ilse Kokula die lesbisch-schwule Gewerkschaftsgruppe der ├ľTV/Verdi mit aufgebaut und den Katalog zur Ausstellung "Eldorado - Berlin 1850-1950" mitverfasst. Eine beachtliche Leistung ist auch der Aufbau des Referats f├╝r "Gleichgeschlechtliche Lebensweisen" in der Berliner Verwaltung, den sie 1989 bis 1996 mitgestaltet hat. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 2004 war sie f├╝r den Jugendschutz t├Ątig. Seither ist sie ehrenamtlich im Vorstand des "Frauenzentrums FRIEDA" und in der Lesbenforschung t├Ątig.

    F├╝r diesen au├čergew├Âhnlichen Kampfgeist und die enorme Ausdauer f├╝r die Realisierung ihrer Projekte f├╝r ein freieres Lebensgef├╝hl von Lesben hat die Staatssekret├Ąrin Almuth Nehring-Venus ihr am 22. Mai 2007 das Bundesverdienstkreuz verliehen: "Dr. Ilse Kokula hat mit ihrem au├čerordentlichen, von Courage, Wissensdrang und Beharrlichkeit getragenen Engagement wesentlich zur Emanzipation von Lesben und Schwulen und zur Entwicklung einer toleranten und offenen Gesellschaft beigetragen."


    Hier geht's zu unserem Buchtipp (2003): "Lesbisches Berlin. Die Stadtbegleiterin."

    Weitere Infos rund um Beratung von Lesben: www.lesbenberatung.de

  • Women + Work Beitrag vom 24.05.2007 AVIVA-Redaktion 





      © AVIVA-Berlin 2018 
    zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken