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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 19.06.2007

Erfinderinnen- und Innovatorinnenpreis 2007 in Berlin vergeben
AVIVA-Redaktion

Das European Union Women Inventors & Innovators Network prÀmierte am 16. Juni 2007 eine finnische Ingenieurin. Insgesamt 35 Erfinderinnen und Innovatorinnen waren nominiert



Das European Women Inventors and Innovators Network (EUWIIN) ist eine neugegrĂŒndete Organisation, die aus dem Global Women Inventors and Innovators Network entsprungen ist. Das Ziel vom EUWIIN ist, erfinderische und innovative Frauen in Europa zu unterstĂŒtzen und zu fördern. Frau Bola Olabisi, die Leiterin der Vereinigung, ist die treibende Kraft hinter dem britischen Erfinderinnenpreis, der jĂ€hrlich vergeben wird. Die wichtigste Partnerorganisation von EUWIIN bei der Schaffung und Förderung dieses neuen Preises ist die London Metropolitan University.

Insgesamt 35 Erfinderinnen und Innovatorinnen prÀsentierten am 14. Juni 2007 ihre Ideen der Jury in Berlin. Diane Morris, Vize-PrÀsidentin der International Alliance for Women und Vorsitzende der neunköpfigen Jury gab die Ergebnisse wÀhrend einer Abendgala am 16 Juni 2007 bekannt.

Die Gewinnerin Aino Heikkinen, Ingeneurin aus Finnland erhielt den ersten Preis fĂŒr ihr patentiertes Produkt TEXCEM, das aus aufbereiteten ChemiefaserabfĂ€llen und einer Mikrozement genannten Bindesubstanz besteht. Die Jury war nicht nur von ihrer Erfindungsgabe der technischen Entwicklung beeindruckt, sondern auch von den innovativen Ideen zur Nutzung des Materials, wie die Bereitstellung von Behausungen fĂŒr Menschen in EntwicklungslĂ€ndern oder solche, die von Naturkatastrophen betroffen wurden. Diese Erfindung soll zum Hausbau in EntwicklungslĂ€ndern und Katastrophengebieten genutzt werden.

Die Organisatorin Bola Olabisi bemerkte, dass die vorgestellten Ideen auf vielfĂ€ltige Art und Weise außergewöhnlich kreative, erfindungsreiche und innovative Frauen Europas aus verschiedensten Sektoren und HintergrĂŒnden reprĂ€sentierten: "Wir sind begeistert ĂŒber die Bandbreite der Ideen, die fĂŒr unseren erstmalig europaweiten Preis vorgestellt wurden. Der Standard war dieses Jahr so hoch, dass wir uns entschieden haben, jeder Finalistin einen Anerkennungspreis zu ĂŒberreichen." Die Vorsitzende der Jury, Diane Morris, fĂŒgte hinzu: "Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass so viele Frauen in ganz Europa solch wichtige Neuerungen in Technik und Entwicklung tĂ€tigen, und ihre Ideen verfolgen."

Die sechs Gewinnerinnen der einzelnen Kategorien waren:

Kategorie: Wissenschaft & Technik
Bewegt von den tragischen Morden an Holly Wells und Jessica Chapman in England, entwickelte Liz Williams aus Wales (UK) einen Personenschutzalarm, der ein besseres Abschreckungsmittel vor persönlichen Angriffen, versuchten EntfĂŒhrungen und Gelegenheitsraub bieten kann. Daraufhin entwickelte sie eine ganze Reihe von „Linkz DNA Personal and Business Security Alarms". LizÂŽs Erfindungen haben bereits verschiedene Preise gewonnen, wie den der WIPO (World Intellecuall Property Office).

Kategorie: Außerordentlich innovative und kreative Frauen
Die Portugiesin Maria Conceicao hat, bedingt durch ihre Arbeit als Stewardess der Emirates Airlines, mit Sitz in Dubai, immer wieder Menschen gesehen, die unter wenig privilegierten UmstĂ€nden leben mĂŒssen. Dies motivierte sie dazu, sich fĂŒr die Verbesserung der LebensumstĂ€nde und BekĂ€mpfung der Armut einzusetzen. Vor zwei Jahren rief Conceicao das Dhaka-Projekt ins Leben, das sich um Kinder und Familien aus den Slums in Bangladesh kĂŒmmert. Diese ehrenamtliche Initiative sammelt Spenden ĂŒber das Internet, um die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Bildung zu unterstĂŒtzen.

Kategorie: Mutter und Kind
Die Lehrerin Elaine Stephen aus Aberdeenshire, Schottland beeindruckte die Jury und die anderen TeilnehmerInnen mit einer Gruppe dreijĂ€hriger Kinder, die ihre Erfindung vor Ort vorfĂŒhrten. Das Walkodile Âź ist ein cleveres Produkt, das 3-7 Jahre alte Kinder sowohl miteinander, als auch mit der erwachsenen Aufsichtsperson, im wahrsten Sinne des Wortes „verbindet", wodurch diese die Kindergruppe bei AusflĂŒgen besser beaufsichtigen können.

Kategorie: Gesundheit
Thuridur Gudmundsdottir, aus Island, stammt aus einer krĂ€uterkundigen Familie. Sie hat ein neues Heilungsverfahren namens Green Balm entwickelt, um Verbrennungen zu behandeln. Sie ist außerdem die Entwicklerin der begehrten natĂŒrlichen Kosmetikreihe "Taer Icelandic", die als "Organic Product of Iceland" ausgeschrieben ist.

Kategorie: Informations- & Kommunikationstechnologie
Brigitte François, in England lebende Französin, ist vierfache Mutter aus einer gehörlosen Familie und arbeitet international als GebĂ€rdensprache-Dolmetscherin. 2003 grĂŒndete sie Significan’t, entwickelte 2005 SignVideo und rief anschließend das erste europĂ€ische Video Call Center ins Leben, welches einen speziellen DolmetscherInnenservice per Video fĂŒr Gehörlose anbietet.

Kategorie: Design
Celia Gates ist eine britische Produktdesignerin. Ihr "Doctor Cook"-Kochset wurde speziell dafĂŒr kreiert, eine leichtere Handhabung zu gewĂ€hrleisten. Die besonderen Griffe der Produkte machen es den BenutzerInnen einfacher, sie zu transportieren und zu verwenden. Dies ist besonders fĂŒr Ă€ltere Menschen sehr hilfreich, die schwache oder verletzte Handgelenke haben. Das Produktdesign beugt so UnfĂ€llen und Verletzungen beim Kochen vor. ZusĂ€tzlich zur Gesamtsiegerin und den Preisen der einzelnen Kategorien erhielten alle 35 Finalistinnen einen Anerkennungspreis.

Gesamte Liste der Finalistinnen
(in alphabetischer Reihenfolge):
Aino Heikkinen, Finnland
Barbara Hastings-Asatourian, England
Bice Bertoldo, Italien
Brigitte François, Französin, lebt im UK
Celia Gates, England
Christiane Mentrup, Deutsche, lebt in der Schweiz
Cintra Jaggan-Vince, England
Cristina Dalma Vilella, Spanien
Cydnie Thompson, Deutschland
Elaine Stephen, Schottland
Eliza Connolly, Irland
Elvira Schecklies, Deutschland
Dr Federica Migliardo, Italien
Giselle Rufer, Schweiz
Joan Bree, Irland
Dr KĂ€rt Summatevet, Estland
Kathryn Bullock, UK
Liz Williams, Wales
Maria Conceiao, Portugal
Maria Kristin MagnĂșsdĂłttir, Island
Maria Ragnarsdottir, Iseland
Dr Maire O’Neill (geb. McLoone), Northern Ireland
Marika Mikelsaar, Estland
Myriam Tamagni, Belgien
Nadezhda Shabazova, Latvia
Ndieme Ndao, Schweiz (geboren in Senegal)
Nichola Hochgruber, Deutschland
Patrcia O’Sullivan, Irland
Petra Moske, Deutschland
RĂșna MagnĂșsdottir, Island
Sharon Adler, Deutschland
Taina Puumalainen, Finnland
Thuridur Gudmundsdottir, Island
Vanessa Hannen, Deutsche Studentin in Italien
Virpi Roto, Finnland.


Die Mitglieder der Jury waren:
Diane Morris, Vice-President of the International Alliance for Women
Adalheidur Karlsdottir, FKA, Island
Anne-Mari RannamÀe, Quin, Estland
Anene Ibisi, City University of Technology, Nigeria
Kane Kramer, British Inventors Society, UK
Maila Hakala, QIN, Finnland
Nicola Rathbone, Ireland Inventors Association
Dr Marianne Schwarz da Silva, European Platform for Women Scientists
Viivi Jokk, Tallinn University of Technology, Estland.
Christine Lawrence, des GWIIN in London fungierte als Vermittlerin.

Zur Info: Global Women Inventors and Innovators Network (GWIIN) wurde 2002 gegrĂŒndet. Die ersten Konferenzen fanden 2002 in London und 2004 in Singapur statt. GWIIN hat eine globale Plattform zur Förderung von Erfinderinnen und Innovatorinnen geschaffen. GWIIN arbeitet mit Ministerien, fĂŒhrenden Fachleuten aus der Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Privatunternehmen und Bildungseinrichtungen zusammen und kann so Frauen effektiv unterstĂŒtzen und beraten, die an Erfindungen und Innovationen arbeiten und damit zu erheblichem Wachstum in ihrem jeweiligen GeschĂ€ftsbereich beitragen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

European Women Inventors and Innovators Network:
www.euwiin.com
London Metropolitan UniversitÀt:
www.londonmet.ac.uk
Global Women Inventors and Innovators Network:
www.gwiin.com

Women + Work Beitrag vom 19.06.2007 AVIVA-Redaktion 





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