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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 29.09.2002

Bianca Theurer
Sharon Adler

Deutschlands erstes PR- & Redaktionsb├╝ro f├╝r Frauen und Unternehmerinnen gr├╝ndete Bianca Theurer im Fr├╝hjahr 2002 in Berlin



Das AVIVA-Berlin-Interview mit Bianca Theurer

Sie ist Redakteurin f├╝r Print und Web und ber├Ąt Frauen und Unternehmerinnen zum Thema professionelle Public Relations. Im Fr├╝hjahr 2002 gr├╝ndete die 28-j├Ąhrige Deutschlands erstes PR-B├╝ro f├╝r Frauen und begleitet Unternehmerinnen seither auf ihrem Weg in die ├ľffentlichkeit.


AVIVA-Berlin: Was war dein gr├Â├čtes Problem bei der Gr├╝ndung?
Bianca Theurer: Erfahrung als Redakteurin, Journalistin und als PR-Beraterin weise ich vor, daher gab es keine Probleme.
Das Schwierige f├╝r mich war, mir meiner Erfolge bewusst zu werden und sie zu genie├čen. Durch Zielstrebigkeit und viel Liebe zu meinem Vorhaben habe ich meinen Traum aber verwirklicht. In nur zwei Monaten.

(c) Sharon AdlerAVIVA-Berlin: Wo siehst du deine Chance in diesen Zeiten, in denen Redaktionen gro├čer Verlage zusammengelegt und Stellen gestrichen werden?
Bianca Theurer: Auf meine Kreativit├Ąt kann ich mich verlassen, ich bin flexibel, innovativ, kenne die Medienbranche aus verschiedenen Perspektiven und habe Kontakte gesammelt.
p:konzepta hat ein modernes Konzept: Von Frauen, f├╝r Frauen, ├╝ber Frauen. Man k├Ânnte auch sagen, ich bin eine Art Medienmanagerin.
Durch meine Menschenkenntnis bin ich sensibel f├╝r die W├╝nsche und Ziele anderer, kann diese gut aufnehmen und in Worte fassen. Eine Kundin bedankte sich mal mit dem Satz: ÔÇ×Uns ist das Herz aufgegangen zu lesen, wie pr├Ązise Du unsere Vision erfasst und dargestellt hast.ÔÇť

AVIVA-Berlin: Wodurch erzielst du Erfolge?
Bianca Theurer: Ich bin viel damit besch├Ąftigt, Kontakte zu kn├╝pfen und zu pflegen. Au├čerdem besitze ich gute Menschenkenntnis. Die Leidenschaft f├╝r den Beruf und das Schreiben, bilden f├╝r mich die Basis meiner Erfolge. Ich kenne meine St├Ąrken und Schw├Ąchen. Es f├Ąllt mir leicht, ab und zu ein Risiko einzugehen, wohl wissend, dass wir Frauen dabei nicht ├╝bertreiben. Aber vor allem habe ich das Lachen nicht verlernt...

AVIVA-Berlin: Ziehst du ab und zu Resum├ęe? Wo stehe ich jetzt, wo will ich in f├╝nf Jahren sein?
Bianca Theurer: ...in Spanien (lacht). Ich habe kleine Etappen fixiert. Zuerst will ich Arbeitspl├Ątze schaffen. Das n├Ąchste ist dann, dass ich ein JournalistInnen-B├╝ro er├Âffnen will. Des Weiteren schreibe ich derzeit an einem Manuskript ├╝ber das ÔÇ×Gr├╝nden in KrisenzeitenÔÇť. In f├╝nf Jahren will ich internationaler arbeiten. Ich m├Âchte mich nach Spanien ausdehnen, um eine Mischung zu haben aus, in Deutschland und in Spanien leben und arbeiten. Erste Kontakte nach Madrid, Barcelona und auf die Kanaren konnte ich bereits kn├╝pfen.

(c) Sharon AdlerAVIVA-Berlin: Siehst du da auch Kinder zwischendurch?
Bianca Theurer: F├╝r mich kommt das Thema Familie erst viel sp├Ąter. Mein Freund und ich wollen Kinder adoptieren. Weil es einfach zu viele gibt, die ohne Eltern leben m├╝ssen.

AVIVA-Berlin: Stichworte: Frauen & Macht? Frauen und Konkurrenz?
Bianca Theurer: Verh├Ąltnism├Ą├čig wenige Frauen versuchen, neue Wege zu gehen und zwar gemeinsam mit anderen Frauen und frauenfreundlichen M├Ąnnern. Macht kommt f├╝r mich von machen und hat nicht Isolation und Egoismus zur Folge. Die M├Ąnner machen es uns vor: sie ÔÇ×kl├╝ngelnÔÇť, vernetzen sich, halten zusammen. Jeder gibt sich was und profitiert vom anderen. Ich w├╝nsche mir, dass Frauen sich nicht gegenseitig angehen, sondern miteinander gehen. Nat├╝rlich gibt es Konkurrenzsituationen und jede will und muss ├╝berleben und will die Beste sein. Das finde ich v├Âllig in Ordnung. Nur schade, dass dabei oft negative Energie flie├čt. Vielleicht verstehen wir irgendwann, dass wir alle Teil derselben Welt sind.

(c) Sharon AdlerAVIVA-Berlin: Das Global Media Monitoring Project ist eine Untersuchung des Journalistinnenbundes zum Medienpr├Ąsenz von Frauen. Was k├Ânnen Frauen im Journalismus f├╝r die Anliegen/Bed├╝rfnisse der Frauen tun? Was kann man tun, damit die weiblichen Themen mehr in der Presse durchgesetzt werden, d.h. Themen, die Frauen interessieren und die nicht nur von Frauen handeln?
Bianca Theurer: Nat├╝rlich bin ich der Meinung, dass sehr Vieles verbessert werden k├Ânnte. Ich will meinen Teil dazu beitragen, in dem ich Unternehmerinnen durch professionelle PR ins Gespr├Ąch bringe. Auch als Redakteurin schreibe ich aus Sicht der Frau.
In meinem Hintergrundbericht ÔÇ×embryonale StammzellenÔÇť er├Ârtere ich z.B. das Thema, das uns Frauen angeht: Der Raubbau an unserem K├Ârper und die moderne Rolle der Frau in der Gesellschaft. Es ist meine Pflicht als Journalistin, dieses Thema mit Fakten zu best├╝cken und in meinen Augen auch, aus Sicht der Frau zu schreiben.


Mehr Informationen ├╝ber Bianca Theurer unter:

www.pkonzepta.com
Kontakt:
bth@pkonzepta.com

Women + Work Beitrag vom 29.09.2002 Sharon Adler 





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