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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 29.09.2002

Renate Wielp├╝tz
Martina Wagner

Gesch├Ąftsf├╝hrerin des FrauenComputerZentrumBerlin (FCZB) und "Kopf des Monats" bei "Projekt Zukunft"im Interview mit AVIVA-BERLIN



[Foto Renate Wielp├╝tz - (c)Sharon Adler]

Das FCZB entwickelt seit 1984 innovative Fortbildungsangebote im Bereich Informations- und Kommunikations-Technologien.
Die Angebote richten sich an Frauen mit unterschiedlichem kulturellen und beruflichen Hintergrund. Zudem leitet die Politik-Wissenschaftlerin die Expertinnen-Gruppe im "Forum Wirtschaft" (BMWi).


AVIVA-BERLIN: Warum ein FrauenComputerZentrum?
Renate Wielp├╝tz: Wir waren die ersten in diesem Bereich. Wir wollen bewirken, dass Frauen sich damit besch├Ąftigen und sich danach entscheiden, ob sie Technologien in den Beruf mit einbeziehen m├Âchten - aufgrund von Kenntnissen. Und das war eine richtige Entscheidung, denn mittlerweile gibt es einen gr├Â├čeren Druck auf dem Arbeitsmarkt und vor allem eine h├Âhere Akzeptanz von Technik und Computern als damals.

AVIVA-BERLIN: Gibt es Erfolgsquoten?
Renate Wielp├╝tz: Gerade bei den Berufsr├╝ckkehrerinnen haben sich fast alle f├╝r den Arbeitsmarkt entschieden. Allerdings gibt es gerade da sehr wenig Angebote f├╝r Teilzeitarbeit und auch Telearbeit. Da hat sich leider nichts ge├Ąndert. Es fehlt eine qualitative Infrastruktur gerade auch f├╝r M├╝tter mit Kindern. Ganz grob hatten wir bislang insgesamt ├╝ber 20.000 Frauen, die wir in unserem Zentrum geschult haben.

AVIVA-BERLIN: Wie seid Ihr auf das Thema "Migrantinnen" gekommen?
[Das H├╝pfk├Ąstchen ist ein 3d-Design von John Colton]Renate Wielp├╝tz: Entscheidung von neuen Fortbildungen treffen wir aufgrund einer umfassenden Analyse des Arbeitsmarktes und wo diese Frauen arbeitslos sind. Teilweise treffen wir f├╝r die Zielgruppen auch politische Entscheidungen: in diesem Fall kommt das Argument des institutionalisierte Rasissmus. In dieser Gruppe haben die Akademikerinnen eine sehr hohe Arbeitslosenquote.
Es gab also Handlungsbedarf. Und wir wussten: es wird auch in diesem Land der Zeitpunkt kommen, wo Unternehmen nicht nur mit dem einheimischen Personal arbeiten werden. Das war ein gro├čes NOW-Projekt (europ├Ąische F├Ârderung). Und es hat funktioniert.

AVIVA-BERLIN: Wie sieht es allgemein mit F├Ârderprojekten aus?
Renate Wielp├╝tz: Wir arbeiten hochgradig mit europ├Ąischen Mitteln. Die Notwendigkeit solche Mittel zu nutzen wird angesichts der finanziellen Not-Situation in dieser Stadt wird immer gr├Â├čer.

AVIVA-BERLIN: Wie sieht es f├╝r Selbst├Ąndige aus?
Renate Wielp├╝tz: Da gibt es gute F├Ârderungsm├Âglichkeiten ├╝ber das Arbeitsamt. Und in den europ├Ąischen Projekten schlie├čen wir an die Fortbildung Module, wo die Frauen freiberuflich abreiten k├Ânnen und Ideen und Tipps dazugeben. Aber die Mehrheit der Frauen m├Âchte den sozialversicherungspflichtigen Job in einer Firma haben. Auch wenn sie alle Wissen, dass diese System marode ist. Das ist als Wunschbild in den K├Âpfen - auch bei den j├╝ngeren.

AVIVA-BERLIN: Seid Ihr verlinkt mit den anderen Computer-Zentren oder ist das Konkurrenz?
[Foto Renate Wielp├╝tz - (c)Sharon Adler]Renate Wielp├╝tz: In Berlin gehen wir sicher am St├Ąrksten in die neuen Bereiche. Wir gehen da sehr fr├╝h rein, die anderen in die klassischen Arbeitsamtgef├Ârderten. Das Innovationspotential ist bei vielen Mitarbeitern des Arbeitsamtes nicht so wahnsinnig angelegt. Das hat sich aber ge├Ąndert. Zu den Mainstream-Weiterbildung gibt es Konkurrenz. Da kannst Du nur durch Qualit├Ąt ├╝berzeugen. Wir arbeiten viel mit Unternehmen zusammen z.B. Pixelpark, die Bahn, Lufthansa, usw. und die geben uns dann auch Feedback von den anderen Tr├Ągern. Ziemlich wichtig ist, dass die Frauen nach Projektarbeit auch ein Praktikum bekommt. Wichtig ist auch die Kundenorientierung und Konfliktmanagement. Das bieten wir als Schl├╝sselkompetenz mit an.

AVIVA-BERLIN: Wie kamst Du zu Deinem jetzigen Job?
Renate Wielp├╝tz: ...├╝ber eine Kollegin, die diese Idee aus Amerika brachte. Ich bin zust├Ąndig f├╝r Acquise, Marketing, Transnationalit├Ąt. Ich kann nicht programmieren. Es reicht, dass ich wei├č, wie es geht. Ich habe zwei Jahre nach dem Studium an der FU gearbeitet und habe dann wissenschaftlich begeleitete Modellprojekte gemacht. Und das ging schon in die Richtung "Frauen in M├Ąnnerberufen". Da habe ich mich dann auch in Computer eingearbeitet. Ich habe hier ein sehr gutes Team mit Expertinnen. Es gibt da auch recht spannende Diskussionen ├╝ber Technikeins├Ątze. F├╝r mich ist interessant zu sehen, wie Systemadministratorinnen argumentieren und ich mir angucke, was bedeutet das f├╝r die Organisation? Ist das sinnvoll?

AVIVA-BERLIN: Was machst Du sonst noch?
Renate Wielp├╝tz: Ich bin Sprecherin der Arbeitsgruppe "Forum Informationsgesellschaft". Das ist eine Menge Lobbyarbeit, Gespr├Ąche mit F├Ârderinstitutionen und politische Impulse geben.

AVIVA-BERLIN: Es gibt sehr wenig Frauen in diesem oberen Managementbereich. Warum?
Renate Wielp├╝tz: Wir hatten ein Projekt mit einer Datenbank von IT- und Telekommunikationsunternehmen und europaweit verglichen. Allen Mitgliedsstaaten haben Anteile bei den staatlichen Betreiben Anteile von 15-20 Prozent in den Aufsichtsr├Ąten (h├Ąufig Gewerkschaftlerinnen) - w├Ąhrend bei den Konkurrenten sieht es schlecht aus. Bei den Multimedia-Unternehmen und den Verb├Ąnden gibt es keine Zahlen, keine Statistiken. Das ist zu aufwendig.

[Foto Renate Wielp├╝tz - (c)Sharon Adler]AVIVA-BERLIN: Ist da zu wenig Interesse seitens der Frauen?
Renate Wielp├╝tz: Viele fangen in kreativen Bereichen an und wollen nicht in die Verwaltung oder ins Management. Das ist eine Ebene. Au├čerdem verteidigen die Jungs die Bastion. Und es gibt auch famili├Ąre und private Gr├╝nde bei Frauen, sich dagegen zu entscheiden.

AVIVA-BERLIN: Womit besch├Ąftigt Ihr Euch aktuell?
Renate Wielp├╝tz: E-Learning ist ein Bereich. Wir haben ein Programm, dass wir entwickeln und holen uns auch Input von au├čen. Ich arbeite momentan an dem europ├Ąischen Projekt "equal" - da geht es um Entwicklungspartnerschaften mit allen key actors. Das, was dort entwickelt wird, hat ein Transfer in die jeweilige Institution. Wir planen das mit "Frauen und IT".

AVIVA-BERLIN: Standort Berlin. Wie seht ihr die Lage?
Renate Wielp├╝tz: Frauen bietet Berlin als Medienstandort gute berufliche Perspektiven, auch im Bereich Existenzgr├╝ndung.
Allerdings wurde in der Vergangenheit auf die andersgelagerten Bed├╝rfnisse von Frauen nicht eingegangen (z.B. Kinderbetreuungs-Infrastruktur, Ganztagsschulen). Wir kriegen ja auch eine Basisfinanzierung vom Senat, stehen aber sicherheitshalber auf mehren Standbeinen. Wir hoffen, dass die neue Berliner Regierung die europaweit beschlossene "gender mainstreaming" ernster nimmt - zumindest in den ├Âffentlichen Institutionen.

Women + Work Beitrag vom 29.09.2002 AVIVA-Redaktion 





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