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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 20.06.2013

Nominierungsaufruf f├╝r die Obermayer German Jewish History Awards ÔÇô Einsendeschluss 23. September 2013
AVIVA-Redaktion

Die Auszeichnungen werden jedes Jahr an Personen vergeben, die ehrenamtlich herausragende Beitr├Ąge zur Dokumentation und zum Erhalt j├╝discher Geschichte und Kultur, des j├╝dischen Erbes...



... und/oder der ├ťberreste lokaler deutscher Gemeinden geleistet haben.

Die Auszeichnung, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, wird j├Ąhrlich im Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Sitz des Berliner Landesparlaments, ├╝berreicht. Normalerweise findet die Preisverleihung am 27. Januar statt. Dieses Datum markiert den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz im Jahr 1945 und ist der deutsche Holocaust-Gedenktag.

In den letzten Jahrzehnten haben zahlreiche Einzelpersonen in Deutschland versucht, Informationen ├╝ber das j├╝dische Leben, das einst ├╝ber Jahrhunderte hinweg in gro├čen und kleinen Gemeinden in Deutschland bl├╝hte, zu sammeln, das hei├čt das Bild j├╝dischen Lebens vor der Zerst├Ârung durch die Nazis wiederherzustellen. Ohne an eine Gegenleistung zu denken, haben diese Personen geholfen, das Bewusstsein f├╝r eine einstmals dynamische Kultur wieder wach zu rufen, im Andenken an diejenigen, die im Holocaust umgekommen sind. Sie taten es in Anerkennung der gro├čen kulturellen Leistungen j├╝discher Menschen in Deutschland und sie taten es in der Hoffnung, zerst├Ârte Verbindungen und verlorenes Kulturerbe wiederherzustellen.
Diese Personen haben freiwillig einen gro├čen Teil ihrer Freizeit ihren Projekten gewidmet, aber nur wenige fanden f├╝r diese Bem├╝hungen Anerkennung oder W├╝rdigung. Der German Jewish Community History Council fordert deshalb J├╝dinnen und Juden aus aller Welt auf, solche Arbeiten auszuw├Ąhlen, mit einer Auszeichnung zu w├╝rdigen und ihnen auf diese Weise internationale Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.

Die Beitr├Ąge der Preistr├ĄgerInnen reichen von selbst verfassten B├╝chern, Artikeln und Ausstellungen zum Thema "Lokale j├╝dische Geschichte" ├╝ber Projekte, wie restaurierte Synagogen und Friedh├Âfe, bis hin zu Forschungen in Familiengeschichte und der Suche nach verschwundenen Objekten. Nicht zu vergessen Projekte im Bereich p├Ądagogischer Arbeit, sei es die Erstellung von Webseiten und die Entwicklung spezieller Jugendprogramme. Viele Preistr├ĄgerInnen haben durch ihre eigenen Projekte weitere Projekte in ihrer Gemeinde oder Region angeregt.

Viele der nominierten Personen erhielten "Zertifikate der Anerkennung" f├╝r ihre au├čergew├Âhnlichen Arbeiten. Die Vorschlagenden waren in erster Linie J├╝dinnen und Juden, die au├čerhalb Deutschlands leben, aber ├╝berraschenderweise wurde die erste Gruppe von Preistr├Ągern von ├ťberlebenden des Holocaust nominiert.

Kriterien f├╝r eine Auszeichnung

Die German Jewish History Awards werden an B├╝rgerInnen Deutschlands nicht mosaischen Glaubens verliehen, die das Bewusstsein f├╝r ehemaliges j├╝disches Leben in ihrer Gemeinde oder Region nachhaltig gest├Ąrkt haben. Fr├╝here Preistr├ĄgerInnen k├Ânnen nicht mehr vorgeschlagen werden. Aber Personen, die bisher nur eine Ehrenurkunde erhielten, k├Ânnen mit dem German Jewish History Award 2012 ausgezeichnet werden.
Die Arbeit der KandidatInnen wird nach folgenden Kriterien bewertet: ihre Bedeutung f├╝r den Fortbestand j├╝dischen Lebens in Deutschland, ihr p├Ądagogischer Wert, ihre Zug├Ąnglichkeit f├╝r die ├ľffentlichkeit, ihre Nachhaltigkeit und ihre Bedeutung f├╝r die Verbesserung der Kommunikation zwischen J├╝dinnen/Juden und deutschen Nichtj├╝dinnen/ Nichtjuden. Die Arbeit darf nicht Teil der beruflichen, das hei├čt bezahlten Arbeit sein, und sie soll nicht Teil eines akademischen Studiums sein, darf aber mit dem Beruf der/des Nominierten in Zusammenhang stehen, sofern die Beitr├Ąge weit ├╝ber das hinausgehen, was im Rahmen der beruflichen Arbeit erwartet werden kann.

Die bisherigen Arbeiten k├Ânnen als Ma├čstab genommen werden, aber andere Formen von Beitr├Ągen sind willkommen.

Vorschlagsverfahren

Es wird davon ausgegangen, dass die KandidatInnen in erster Linie von J├╝dinnen und Juden aus aller Welt vorgeschlagen werden, die Deutsche nicht-mosaischen Glaubens f├╝r ihr au├čergew├Âhnliches Engagement ehren m├Âchten. Angaben, die in der Nominierung nicht ausreichend begr├╝ndet sind, k├Ânnen auf Anforderung des Vorschlagenden oder der Jury durch den Vorgeschlagenen erg├Ąnzt werden. Die Nominierung soll maximal 1000 Worte umfassen und muss bis zum 23. September 2013 eingegangen sein.

Die Nominierung sollte eine kurze Biographie der vorgeschlagenen Person und eine Beschreibung der Aktivit├Ąten enthalten, in der die folgenden Punkte angesprochen werden:

  • Inhalt und Form der Arbeit, zum Beispiel schriftliches Dokument, Ausstellung, etc.
  • Was war das angestrebte Ziel, die Zielgruppe und die Botschaft?
  • Worin bestand die Motivation f├╝r diese Unternehmung?
  • Durch wen oder welchen Umstand erhielt der Vorschlagende Kenntnis von der Arbeit?
  • Handelt es sich um eine fortlaufende Arbeit oder umfasste sie einen klar definierten Zeitraum?
  • Wie wurde die Arbeit ausgef├╝hrt ÔÇô zum Beispiel in Zusammenarbeit mit anderen Personen, wurden Archive oder andere Stellen/Quellen benutzt?
  • Wie gelangte die Arbeit an die ├ľffentlichkeit und wie wurde sie aufgenommen? (evtl. auf Presse und Medienberichte hinweisen)
  • Kann die Arbeit von Anderen ÔÇô zum Beispiel in Archiven, in Bibliotheken, im Unterricht ÔÇô genutzt werden?
  • Gab es besondere Schwierigkeiten bei der Ausf├╝hrung der Arbeit?
  • Nachhaltige Wirkung der Arbeit?
  • Vollst├Ąndige Kontaktadresse von Ihnen und der von Ihnen nominierten Person (Name, Adresse, Telefonnummer sowie Email und Fax, falls vorhanden)

    Der Bewerbung sollten Referenzen von zwei weiteren Personen, die mit der Arbeit des Kandidaten/der Kandidatin vertraut sind, beigef├╝gt werden. Nutzen Sie die obigen Kriterien als Leitfaden, denn das ist die Grundlage, auf der die Jury ├╝ber die GewinnerInnen entscheiden wird. Die Jury wird m├Âglicherweise in der Endphase des Auswahlverfahrens diese Personen kontaktieren.

    In erster Linie werden digitale Vorlagen gew├╝nscht. Diese Vorlagen sind in folgenden technischen Formaten zu erstellen: docx, doc, rtf, pdf. Nicht-digitale Vorlagen m├╝ssen in der Endfassung per Computer erstellt worden sein.
    Bitte nutzen Sie daf├╝r auch den Vordruck, den Sie sich unter www.obermayer.us herunterladen k├Ânnen.
    Sie k├Ânnen bis zum 10. September 2013 Kopien von einzelnen Endprodukten (zum Beispiel B├╝cher, Artikel, Videos, CD-ROMs) oder Fotos von Exponaten, Umbauten oder Renovierungen einreichen. Normalerweise wird das Material nicht zur├╝ckgegeben, sondern es wird zum Eigentum des st├Ąndigen Archivs des Leo Baeck Institute.

    Die Preistr├ĄgerInnen werden im November 2013 benachrichtigt.

    Alle Anfragen und Nominierungen sollten m├Âglichst in englischer Sprache per E-Mail an die

    Obermayer Foundation
    239 Chestnut Street
    Newton, MA. 02465
    USA
    germanaward@hotmail.com

    gesendet werden.

    Anfragen in deutscher Sprache bitte nur an

    Frau Karin Brandes
    Referat Protokoll
    Abgeordnetenhaus von Berlin
    Niederkirchnerstra├če 5
    10111 Berlin
    E-Mail: Karin.Brandes@parlament-berlin.de


    Weitere Informationen erhalten Sie unter

    Obermayer German Jewish History Awards


  • Women + Work Beitrag vom 20.06.2013 AVIVA-Redaktion 





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