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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 09.03.2013

Frauen, unternehmt was! Studie Wachstumspotenziale inhaberinnengef├╝hrter Unternehmen - Wo steht Deutschland im EU-Vergleich?
Julia Lorenz

"DER Unternehmer" ist m├Ąnnlich und tr├Ągt Anzug. Warum eigentlich? Frauen wirtschaften kreativ, nachhaltig und immer erfolgreicher. Erforscht wurde dies in einer neuen Studie, die nicht...



...nur die Situation von Unternehmerinnen und Gr├╝nderinnen beleuchten, sondern auch potentielle Hemmnisse f├╝r den Schritt zur Selbstst├Ąndigkeit aufzeigen will.

Weibliches Engagement in der Existenzgr├╝ndung ist l├Ąngst kein Randph├Ąnomen mehr. Das hat auch das Bundesministerium f├╝r Wirtschaft und Technologie erkannt: Im Auftrag des BMWi f├╝hrte Ramb├Şll Management Consulting die Studie "Wachstumspotenziale inhaberinnengef├╝hrter Unternehmen - Wo steht Deutschland im EU-Vergleich?" durch, die am Freitag, den 8. M├Ąrz 2013 p├╝nktlich zum Internationalen Frauentag im Gr├╝nderinnenzentrum der WeiberWirtschaft eG pr├Ąsentiert wurde - und zwar in bester Tradition:Dr. Katja von der Bey, Gesch├Ąftsf├╝hrerin der Genossinenschaft, erinnerte sich auf der Pressekonferenz, dass eine der ersten Studien dieser Art im Jahre 1985 den Ansto├č zur Gr├╝ndung der WeiberWirtschaft lieferte. Die neue, 2012 durchgef├╝hrte Studie behandelt neben l├Ąnder├╝bergreifenden Analysen und dem aktuellen Forschungsstand zu Gr├╝nderinnen und Unternehmerinnen auch Spezifika des "Unternehmerinnentums" und ermittelt Handlungsempfehlungen zur St├Ąrkung der unternehmerischen Initiative von Frauen.

Weibliches Engagement auf dem Vormarsch

Es sieht gut aus f├╝r Frauen in der Wirtschaft: Nach Polen ist Deutschland der Staat mit dem h├Âchsten Anteil an selbst├Ąndigen Frauen. ├ťber ein Drittel aller Selbst├Ąndigen ohne MitarbeiterInnen sind hierzulande weiblich, und bereits seit dem Jahr 2002 sind 51 Prozent mehr Frauen, die ihre Gr├╝ndungsideen in die Tat umgesetzt haben, in der deutschen Wirtschaft unterwegs.

Im EU-Vergleich f├Ąllt auf: Je geringer das Bruttoinlandsprodukt, desto ausgepr├Ągter die unternehmerische T├Ątigkeit von Frauen, wie beispielsweise in Italien und Polen beobachtet werden kann. In Schweden haben Frauen vergleichsweise gute Karrierechancen, was sich in der eher niedrigen Selbst├Ąndigkeitsquote niederschl├Ągt. Die Schlussfolgerung: Gestaltet sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt einfach, mindert dies offenbar die Motivation, sich selbstst├Ąndig zu machen.

Gute Idee, machen wir auch nicht

Hierzulande kann dies jedoch kein Argument f├╝r den Aufschwung des Unternehmerinnentums sein: Im EU-Vergleich ist Deutschland wirtschaftlich gut aufgestellt, das Bruttoinlandsprodukt wird unter den Vergleichsl├Ąndern der Studie (├ľsterreich, Italien, Frankreich, Gro├čbritannien, Schweden, Polen und Deutschland) nur von ├ľsterreich und Schweden ├╝bertrumpft. Warum also geben Frauen ihre gesicherte Arbeitsstelle auf, um das Risiko der Selbst├Ąndigkeit auf sich zu nehmen? Weil sie (es) wollen. Und k├Ânnen: Frauen sind zunehmend besser ausgebildet und bestrebt, dies auch auf dem Arbeitsmarkt unter Beweis stellen.

Dar├╝ber hinaus k├Ânnen nicht nur ├Ąu├čere Zw├Ąnge, sondern auch die intrinsische Motivation als Triebfeder zur Gr├╝ndung eines eigenen Projekts dienen. Die eigene Chefin sein, selbstbestimmt arbeiten und vor allem: Ideen voranbringen - die Vorz├╝ge der Selbst├Ąndigkeit liegen auf der Hand, denn Vorschl├Ąge und Initiativen von Einzelpersonen sto├čen in gro├čen Unternehmen oft auf geringes Interesse. Das musste auch Unternehmerin Claudia Weber in der Vergangenheit erfahren: "Mir kam dann immer ├Âfter der Spruch ┬┤Gute Idee. Machen wir auch nicht!┬┤ in den Sinn", erinnert sie sich. Mit ihrem Online-Shop f├╝r Vintagemode Von Anderen Berlin wagte sie im September 2011 schlie├člich den Schritt in die Selbst├Ąndigkeit.

Tradition als Hindernis

Dennoch existieren noch immer Faktoren, die den Unternehmensgeist hemmen. Zum einen mangelt es Existenzgr├╝nderinnen an positiven Vorbildern, die weiblich belegt sind. Vor allem die MINT-Berufe werden noch immer als eindeutige M├Ąnnerdom├Ąne betrachtet - Frauen hingegen treten vor allem im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen, im Einzelhandel, in der Pflege und im Finanzsektor als Selbst├Ąndige in Erscheinung.

Interessant ist ebenfalls, dass sich viele Unternehmerinnen mit eben dieser Bezeichnung nicht identifizieren k├Ânnen und wollen - zu negativ belegt ist sie in den Augen vieler Frauen in der Wirtschaft. Dabei steht f├╝r weibliche Gr├╝nderinnen nicht prim├Ąr die Gewinnmaximierung, sondern vor allem hohe qualitative Standards, ein sinnvoller Einsatz von Ressourcen sowie ein gutes Verh├Ąltnis zu den Angestellten im Vordergrund. Kurz: Weibliche Unternehmerinnen wollen nachhaltig wirtschaften - wenn mensch sie l├Ąsst. Denn ein weiteres Problem f├╝r viele potentielle Selbst├Ąndige stellt die Kinderbetreuung dar. Obwohl bereits 89 Prozent der drei- bis sechsj├Ąhrigen Kinder formal betreut werden - 40 Prozent davon sogar ganztags - gestaltet sich die Situation f├╝r j├╝ngeren oder ├Ąlteren Nachwuchs schwierig: Das Betreuungsangebot f├╝r Kinder unter drei Jahren ist gering, ebenso wie das f├╝r Schulkinder ab sechs Jahren.

Die Familienpolitik bleibt somit - neben dem m├Ąnnerdominierten Unternehmerbild, vor allem im technischen Bereich, und der Arbeitsmarktpolitik - eine Baustelle im Unternehmerinnenland Deutschland.

Die vollst├Ąndige Studie finden Sie unter:

www.bmwi.de

Weitere Infos unter:

www.ramboll-management.de

Angebote und Beratung zu Existenzgr├╝ndung von Frauen finden Sie u.a. unter:

www.gruenderinnenzentrale.de

www.akelei-online.de

www.economista.de

www.weiberwirtschaft.de

www.mintzukunftschaffen.de

www.dasfinanzkontor.de

www.existenzgruenderinnen.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Das Branchenbuch FrauenUNTERNEHMEN Berlin/Umland 2012_13 ist erschienen

Kerstin Plehwe - Female Leadership. Die Macht der Frauen. Von den Erfolgreichsten der Welt lernen

Unternehmerische Selbst├Ąndigkeit von Frauen mit Migrationshintergrund - Eine neue Publikation der bundesweiten gr├╝nderinnenagentur, bga (2010)



Women + Work Beitrag vom 09.03.2013 Julia Lorenz 





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