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AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 20.11.2013


Ehrung: Im November 2013 erhielt sie den Sacharow-Menschenrechtspreis, nun wurde Malala Yousafzai im Oktober 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet
Lea Albring

In Pakistan brachte sich die junge Kämpferin für Frauen- und Menschenrechte mehrfach in Lebensgefahr, einen Taliban-Anschlag überlebte sie nur knapp. In ihrer Autobiographie "Ich bin Malala"...




... erzählt sie ihre Geschichte. Für ihren Einsatz wurde sie am 20. November 2013 in Straßburg ausgezeichnet.

NEWS vom 10. Oktober 2014Malala Yousafzai erhält Friedensnobelpreis

Einen Tag vor dem Internationalen Mädchentag wurde die heute siebzehnjährige indische Aktivistin Malala Yousafzai für ihre Bestrebungen nach mehr Bildung für Frauen und Mädchen ausgezeichnet. Sie teilt sich den Preis mit dem pakistanischen Kinderrechtler Kailash Satyarthi. 2012 wurde sie Opfer eines Mordanschlags der Taliban. Nach ihrer Genesung kündigte sie, trotz weiterer Todesdrohungen, sich weiter für Frauenrechte einzusetzen.



Die Welt liest mit

"I was afraid going to school because the Taleban had issued an edict banning all girls from attending schools", so lautet einer der ersten Sätze, den die damals zwölfjährige Malala am 3. Januar 2009 in ihr Tagebuch schrieb. Mutig widersetzt sich das Mädchen aus dem Swat-Tal dem Verbot und geht weiter zur Schule. Doch das ist nicht die einzige Gefahr, der sie sich aussetzt. Sie entscheidet sich dafür, ihren Kampf für Bildung und Gleichbehandlung öffentlich zu machen – bei ihrem Tagebuch handelt es sich um einen Internetblog, der bei BBC Urdu erscheint. Mit viel Mut und eindringlichen Worten beschreibt sie ihr Leben und einen Schulalltag zwischen Gewalt und Unterdrückung, die Welt nimmt Anteil. Und dann passiert das Schreckliche: Trotz eines Synonyms werden die Taliban auf das Mädchen aufmerksam, ein Mann schießt ihr am 9. Oktober 2012 auf dem Heimweg von der Schule brutal und aus nächster Nähe in den Kopf. Malala ist schwer verletzt, überlebt jedoch wie durch ein Wunder. Ein Bekennerschreiben der Taliban gab den Einsatz des Mädchens für die schulische Bildung der weiblichen Bevölkerung als Grund für das Attentat an.

Eine einstimmige Entscheidung

Mit dem Sacharow-Preis 2013 zeichnet das Europäische Parlament die Aktivistin nun für ihren furchtlosen Einsatz gegen Intoleranz und Unterdrückung aus. "Malala hat weltweite Annerkennung als Kämpferin für Menschenrechte gewonnen", betonen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Sie kämpfe "für das Recht der Frauen auf Bildung, Freiheit und Selbstbestimmung." Nach Angaben von FraktionssprecherInnen fiel die Entscheidung für Malala einstimmig aus, unter den weiteren Nominierten für den mit 50.000 Euro dotierten Preis war auch der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. Für ihr Engagement wurde die Pakistanerin bereits vielfach ausgezeichnet, 2013 erhielt sie unter anderem den Simone-de-Beauvoir-Preis für die Freiheit der Frauen, das "Time Magazine" zählte sie im April 2013 zu den "100 einflussreichsten Menschen der Welt." Einen Tag, nachdem sie Anfang Februar aus dem Krankenhaus entlassen wurde, erfuhr sie von ihrer Nominierung für den Friedensnobelpreis – Malala ist damit die jüngste Kandidatin, die jemals für den Preis vorgeschlagen wurde.

Ihr Kampf hält an, die Autobiographie "Ich bin Malala" erzählt davon

Mittlerweile lebt die Frauenrechtsaktivistin mit ihrer Familie in England, von dem Attentat hat sie sich erholt, seit März 2013 geht sie in Birmingham wieder zur Schule. An ihrem 16. Geburtstag im Juni 2013 hielt sie eine gefeierte Rede vor der Jugendvollversammlung der Vereinigten Nationen. Darin forderte sie "die Führer der Welt dazu auf, mit sämtlichen Friedensabkommen die Rechte von Frauen und Kindern zu schützen." Diese Rede ist das letzte Kapitel im Epilog ihrer Autobiografie, die zeigt, dass sie sich nicht den Mund verbieten lässt und unbeirrt weiterkämpft. Gemeinsam mit der Journalistin Christina Lamb verfasste sie ein zugleich beeindruckendes und beklemmendes Zeugnis einerseits ihres Lebens in Pakistan und andererseits ihres "zweiten Lebens" als Friedensbotschafterin. Fotos dokumentieren ihr Familienleben, ihre Reden, aber auch die Verletzungen des Mordanschlags. "Ich bin Malala", schreibt sie. "Meine Welt hat sich verändert, aber ich mich nicht."


Malala Yousafzai, Christina Lamb
Ich bin Malala. Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft

Verlagsgruppe Droemer Knaur, Erscheinungsdatum: 08.10.2013
ISBN/EAN: 978-3-426-27629-7
384 Seiten, gebunden
19,99 Euro

Diesen Titel können Sie online bestellen bei FEMBooks


Weitere Infos im Netz:

www.europarl.europa.eu

www.droemer-knaur.de

www.malala-yousafzai.com


(Quellen: www.europarl.europa.eu, www.spiegel.de, www.change.org)




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Beitrag vom 20.11.2013

AVIVA-Redaktion 






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