Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) in Berlin am 2. und 3. Juli 2015 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Weiberwirtschaft Gr├╝nderinnenzentrale Finanzkontor_Banner
AVIVA-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 03.07.2015

Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) in Berlin am 2. und 3. Juli 2015
AVIVA-Redaktion

Die Ressortverantwortlichen der 16 Bundesl├Ąnder tagten unter dem Vorsitz von Berlins Senatorin f├╝r Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, in Berlin. Entgeltgleichheit/Lohngerechtigkeit, ...



... Gleichstellung in der Familienpolitik, Familienarbeitszeit, Betreuung und Beratung f├╝r gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder und Cybergewalt gegen Frauen und M├Ądchen waren die Themen, mit denen sich die Konferenz intensiv tigt hat.

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Senatorin Kolat gemeinsam mit der Vorsitzenden der 26. GFMK im n├Ąchsten Jahr, Cornelia Rundt, Nieders├Ąchsische Ministerin f├╝r Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz vor.

Senatorin Dilek Kolat: "Es war eine sehr konstruktive GFMK, die der Bundesregierung auch in diesem Jahr eine Reihe von Handlungsempfehlungen mit auf den Weg gegeben hat. Im Bereich der Frauen- und Gleichstellungspolitik ist gerade die gemeinsame Positionierung der Bundesl├Ąnder wichtig."

Gleichstellung in der Familienpolitik

Berlin hat zur 25. GFMK das Schwerpunktthema "Gleichstellung in der Familienpolitik" gesetzt - weil es auch ein zentrales frauenpolitisches Thema ist - und fordert in diesem Kontext eine nachhaltige Stabilisierung aller Familien, in denen Kinder leben.

Lebensformen sind bunter geworden und stark davon gepr├Ągt, dass viele Menschen heute ihre individuellen Lebensw├╝nsche realisieren k├Ânnen. Sie bestimmen selbst, ob sie alleine leben, ob sie heiraten, in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft leben oder innerhalb einer Patchworkfamilie in einer neuen Partnerschaft Kinder gro├čziehen. "Diese Entwicklung muss sich auf Bundesebene in einer Modernisierung der Familienpolitik niederschlagen", so die Senatorin.

Der diesj├Ąhrige Leitantrag der GFMK, der vom Vorsitzland Berlin eingebracht wurde, tr├Ągt den Titel "Alleinerziehende besser unterst├╝tzen". In Deutschland betr├Ągt der Anteil der Alleinerziehenden in den Familien mit Kindern unter 18 Jahren mittlerweile 20 %, die Tendenz steigt. Alleinerziehende sind zu 90 % Frauen, ihre Armutsquote betr├Ągt ├╝ber 40 %.

So fordert die GFMK den Ausbau von Leistungen, die gezielt Alleinerziehende unterst├╝tzen. Dazu z├Ąhlen die Anpassung des Unterhaltsvorschusses, ein h├Âherer und besser ausgestalteter Entlastungsbeitrag, einen h├Âheren Kinderzuschlag und den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und eine Verst├Ąrkung der Anstrengungen zur Integration von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt.

Senatorin Kolat: "In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich ein Wandel von Lebens- und Familienformen vollzogen, in Gro├čst├Ądten mit besonderer Dynamik."

Familienarbeitszeit

Die GFMK unterst├╝tzt nachdr├╝cklich die weiteren ├ťberlegungen der Bundesministerin f├╝r Familie, Frauen, Senioren und Jugend f├╝r eine sogenannte "Familienarbeitszeit", das hei├čt Bestrebungen zur Arbeitsreduzierung beider Elternteile im Anschluss an das Elterngeld gezielt zu f├Ârdern.

Entgeltgleichheit/Lohngerechtigkeit

Das Thema Lohngerechtigkeit ist seit einigen Jahren ein zentrales Anliegen der GFMK. Die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und M├Ąnnern sind nach wie vor enorm und liegen durchschnittlich bei 22 %. Die ungleiche Bezahlung von Frauen und M├Ąnnern steht einer tats├Ąchlichen Gleichstellung konsequent entgegen. Die GFMK forderte die Bundesregierung auf, die ursachenbezogene Bek├Ąmpfung von Entgeltungleichheit voranzutreiben und gesetzliche Regelungen f├╝r transparente Lohnstrukturen zu schaffen.

Betreuung und Beratung f├╝r gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder

Ebenfalls auf der Agenda stand der Themenkomplex Gewalt gegen Frauen. In einem n├Ąchsten Schritt sollen Empfehlungen f├╝r eine qualitative Weiterentwicklung von unterst├╝tzenden Angeboten erarbeitet werden. Die Bundesregierung wurde wiederholt aufgefordert, bestehende Finanzierungsl├╝cken durch gesetzliche Klarstellungen und ├änderungen von Leistungsgesetzen zu schlie├čen.

Bei dem geplanten Modellprojekt zur Bedarfsanalyse und -planung des Bundes soll unter Beteiligung der L├Ąnder auch die zunehmende Zahl von Migrantinnen und weiblichen Fl├╝chtlingen mit Gewalterfahrung ber├╝cksichtigt werden.

Frauenf├Ârderung in der Kulturpolitik

Die 25. GFMK hat sich auch dem Thema Frauen und Kultur gewidmet. F├╝r Berlin als Hauptstadt - und Vorsitzland der diesj├Ąhrigen GFMK - mit einem gro├čen und spannenden Kulturangebot, ist die Frage nach Chancengleichheit im Kulturbereich von besonderer Bedeutung. Die Einkommenssituation von Kunstschaffenden ist durch gro├če Einkommensunterschiede zwischen Frauen und M├Ąnnern gepr├Ągt und nicht selten prek├Ąr. Im Rahmen eines Entschlie├čungsantrags wurde eine gendersensible Kulturpolitik gefordert, eine Verbesserung der Datenlage und gezielte Ma├čnahmen zur F├Ârderung von Frauen in den verschiedenen Bereichen des Kulturbetriebes.

Cybergewalt gegen Frauen und M├Ądchen ist reale Gewalt!

Mit Hinblick auf die Tatsache, dass Digitalisierung zunehmend zum Taktgeber gesellschaftlicher Entwicklung wird, hat die GFMK sich verst├Ąrkt mit dem Thema Cybergewalt gegen Frauen und M├Ądchen befasst. Cybergewalt als Form der Gewalt, die insbesondere h├Ąufig Frauen und M├Ądchen betrifft, ist allgegenw├Ąrtig und muss deshalb in den politischen Fokus ger├╝ckt werden. Im Rahmen der GFMK wurde ein umfassender Handlungsrahmen f├╝r die Bek├Ąmpfung von Cybergewalt gegen Frauen und M├Ądchen beschlossen, der u.a. die Durchf├╝hrung einer Studie zur Analyse der neuen Gewaltproblematik mit Best-Practice-Beispielen umfasst.

GFMK 2016 in Niedersachsen

Im kommenden Jahr wird Cornelia Rundt, Nieders├Ąchsische Ministerin f├╝r Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die 26. GFMK nach Niedersachsen einladen. Das Schwerpunktthema "Neuer Feminismus? Wie sehen junge Leute die Gleichberechtigung der Geschlechter?" dort wird die Frage sein, welches Verh├Ąltnis junge Menschen zum Thema Gleichstellung haben und wie Politik darauf reagieren muss. "Mich interessiert sehr, was junge Frauen und M├Ąnner f├╝r Vorstellungen und W├╝nsche in Sachen Gleichstellung haben", so Cornelia Rundt: "Wir starten bereits heute ein Forum, in dem junge Menschen ├╝ber Geschlechterrollen diskutieren und der Politik mitteilen, wo sie Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung sehen." Das Forum ist auf Facebook unter "Gleichstark" zu finden. Cornelia Rundt: "Wichtig ist mir: Moderner Feminismus ist keine Frage von Lebensalter. Wir m├╝ssen die Gleichstellungspolitik immer wieder den Ver├Ąnderungen des modernen Lebens anpassen. Deswegen wird auch die n├Ąchste Konferenz ÔÇô wie diese in Berlin ÔÇô wieder viele wichtige Themen zu diskutieren haben."





Quelle: Senatsverwaltung f├╝r Arbeit, Integration und Frauen


Women + Work Beitrag vom 03.07.2015 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken