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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 06.12.2016

Karrierevorteil Auslandssemester - So lassen sich die Kosten finanzieren
Katrin Bergmann

Wer sich heute in einem international vernetzten Unternehmen besonders hervortun und der Karriere auf die Spr√ľnge helfen m√∂chte, sollte ein Auslandsstudium ernsthaft in Betracht ziehen. Gerade f√ľr Frauen kann ein Auslandsaufenthalt...



... in der Studienzeit das entscheidende Kriterium bei der Besetzung von F√ľhrungspositionen darstellen.

Folgender Beitrag gibt einen √úberblick dar√ľber, welche Vorteile und Kosten ein Auslandsstudium/Auslandssemester mitbringt, welche M√∂glichkeiten der Finanzierung bestehen und warum sich das Studieren im Ausland gerade f√ľr Frauen lohnen kann.

Was ist ein Auslandsstudium und warum können besonders Frauen hiervon profitieren?

Ein Auslandsstudium ist ein Studienaufenthalt von in der Regel ein bis zwei Semestern. Absolviert wird dieser dabei au√üerhalb des Landes, in dem das Studium aufgenommen wurde. Wenn das Studium vollst√§ndig au√üerhalb Deutschlands durchgef√ľhrt wird, ist von einem Auslandsstudium die Rede. Hinsichtlich der Karriereaussichten muss frau sich nichts vormachen: Auch in der heutigen Zeit verdienen Frauen im Vergleich zu M√§nnern schlechter und sind auch auf der Chefetage in der Minderheit. Dies untermauern unz√§hlige Debatten und Studien, die sich mit den Themen Frauenquote, Chancengleichheit und Gleichberechtigung besch√§ftigen. Die √ľberholten Denkmuster stehen den Aufstiegschancen nicht selten im Weg. Eine M√∂glichkeit, um den eigenen Karriereambitionen Auftrieb zu verleihen, ist ein Studium im Ausland. Oft gen√ľgt es auch, nur einzelne Semester au√üerhalb der hiesigen Grenzen zu absolvieren. Inzwischen sind Auslandssemester fast schon ein obligatorischer Teil eines erfolgreichen Lebenslaufs. In vielen gro√üen Dienstleistungsunternehmen und Industriebetrieben wie Daimler oder Lufthansa sind Auslandssemester als pers√∂nlichkeitsbildende Ma√ünahme sogar fest vorgesehen. Denn vor allem die Absolventinnen und Absolventen, die sich sp√§ter eine Festanstellung in einem gro√üen internationalen Unternehmen erhoffen, sollten mit Auslandserfahrung aufwarten.

Welche Vorteile ein Auslandsstudium mit sich bringt

Die Vorteile eines Auslandsstudiums/Auslandssemesters liegen auf der Hand. So f√∂rdert das neue Umfeld w√§hrend des Studiums Flexibilit√§t, Selbst√§ndigkeit sowie Unabh√§ngigkeit und damit Eigenschaften, welche in jedem Beruf gefragt sind. Im Sinne einer Horizonterweiterung lernen die Studentinnen und Studenten ferner neue Kulturen kennen und gewinnen n√ľtzliche Eindr√ľcke und Erfahrungen. Dar√ľber hinaus werden die eigenen Sprachkenntnisse deutlich verbessert. Denn egal ob an der Uni, im Restaurant oder beim Einkaufen - √ľberall und rund um die Uhr ist man von der neuen Sprache umgeben. Dank der t√§glichen Anwendung wird die fremde Sprache vertrauter und Lernerfolge stellen sich schneller ein. Gleichzeitig werden lokale Akzente und Finessen kennengelernt. Diese sprachlichen Fertigkeiten k√∂nnen sich im Unternehmen als sehr wertvoll erweisen, gerade wenn es um die Korrespondenz mit internationalen Gesch√§ftspartnerInnen geht und sehr lukrative Auftr√§ge in Aussicht stehen. Nicht zuletzt kann man sich √ľber das Auslandssemester ein internationales Netzwerk aufbauen. Neben Freundschaften k√∂nnen so auch gesch√§ftliche Kontakte gepflegt werden, die sich sp√§ter als wertvoll erweisen k√∂nnen. Insbesondere in Hinsicht auf neue Gesch√§ftsbeziehungen oder eine T√§tigkeit im Ausland.

Studieren im Ausland zunehmend beliebter

Ein Auslandssemester ist heute keine Seltenheit mehr, haben schlie√ülich viele die Zeichen der Zeit erkannt. Waren im Jahr 2000 noch rund 50.000 deutsche Studentinnen und Studenten an ausl√§ndischen Hochschulen eingeschrieben, hat sich deren Zahl im darauffolgenden Jahr laut Zahlen des statistischen Bundesamtes bereits auf 136.000 erh√∂ht. Dies h√∂rt sich zwar nach viel an, sind aber lediglich 6,4 Prozent der deutschen StudentInnenschaft. Von diesen Studierenden wurden dabei 27.593 im Rahmen des Erasmus-Programms der EU gef√∂rdert. Die beliebtesten Zielstaaten deutscher StudentInnen sind dabei √Ėsterreich, die Niederlande, die Schweiz, Gro√übritannien, die USA sowie Frankreich. Auf diese 6 Staaten entfallen knapp drei Viertel der Auslandsstudierenden. Mehr als zwei Drittel entschieden sich f√ľr eine Uni in den Mitgliedsstaaten der EU und weitere knapp 13% f√ľr eine Hochschule in einem anderen europ√§ischen Staat. Somit studieren knapp 84% im europ√§ischen Ausland, 8,4% in Amerika, 5,7% in Asien und 1,9% in Australien.

Mit welchen Kosten zu rechnen ist

Studiengeb√ľhren, Lebenshaltung, Flug - die Kosten eines Auslandsstudiums h√§ngen von vielen Faktoren ab und k√∂nnen pauschal nicht festgelegt werden. Dies f√§ngt bereits bei den Studiengeb√ľhren an, deren H√∂he je nach Land und Hochschule variiert. In Skandinavien sowie Frankreich wird von solchen Geb√ľhren abgesehen, w√§hrend sich diese in Spanien auf 700 bis 1.400 Euro im Jahr belaufen. Am teuersten wird es in Australien und Amerika. Im Schnitt werden pro Jahr Studiengeb√ľhren zwischen 11.000 und 17.000 Euro f√§llig. Elite-Unis wie Yale oder Harvard verlangen sogar bis zu 40.000 Euro. Hinsichtlich der Lebenshaltungskosten sind bei einem 3-monatigen Semester mindestens 3.000 Euro zu veranschlagen. Im asiatischen Raum gibt es teils gro√üe Differenzen. W√§hrend die Studiengeb√ľhren in Singapur denen in den USA gleichen, sind sie in Japan und Indien deutlich geringer. Realistisch sind dabei Lebenshaltungskosten von etwa 4.000 Euro im Jahr. Keine Studiengeb√ľhren bezahlen Studentinnen und Studenten, die sich an einer Partner-Universit√§t der eigenen Hochschule oder f√ľr das Erasmus-Programm bewerben. Derartige F√∂rderprogramme sind sehr beliebt, lag der Frauenanteil bspw. der durch die DAAD gef√∂rderten Studentinnen bei 53%. F√ľr die Verwaltung verlangen einige Auslands-Unis zudem Verwaltungskosten von etwa 100 Euro.

Finanzierung eines Auslandsaufenthalts √ľber ein Stipendium

Wer ein Auslandsstudium anstrebt, sollte die Finanzierung im Vorfeld sorgf√§ltig planen. Hierzulande winken zahlreiche F√∂rderungen von staatlicher sowie privater Seite. Nicht selten lassen sich auch einzelne Zusch√ľsse miteinander kombinieren, wodurch sich der Eigenanteil noch einmal reduzieren l√§sst. Eine erste interessante M√∂glichkeit zur Finanzierung des eigenen Auslandsstudiums sind Stipendien. Hierbei werden seitens einer privaten oder staatlichen Institution √ľber einen begrenzten Zeitraum r√ľckzahlungsbefreite Gelder zur Verf√ľgung gestellt. Stipendien sind allerdings hei√ü begehrt, weshalb eine Bewerbung hierauf unumg√§nglich ist. Sehr unterschiedlich fallen teilweise auch die Bewerbungsanforderungen und Vergabekriterien aus.

Erasmus

Sehr beliebt ist Erasmus+, ein Stipendienprogramm der Europ√§ischen Union. S√§mtliche Universit√§ten, welche sich an diesem Programm beteiligen, besitzen in diversen L√§ndern Partneruniversit√§ten. Demnach ist die Wahl des Studienortes zumeist auf die Heimst√§dte dieser Partneruniversit√§ten beschr√§nkt. Der gro√üe Vorteil von Erasmus+ besteht darin, dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen zum Teil oder gar vollst√§ndig auf das Studium in Deutschland angerechnet werden k√∂nnen. Das Programm f√∂rdert √ľberdies Auslandsfortbildungen, Lehraufenthalte und Praktika. Im Rahmen von Erasmus+ profitieren die TeilnehmerInnen neben dem Erlass der Studiengeb√ľhren auch von einer monatlichen Zahlung in H√∂he von 200 Euro. Der Auslandsaufenthalt darf sich zwischen 3 und 12 Monaten erstrecken.

DAAD

Ebenfalls interessante Stipendien vergibt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Angesichts der weltweiten Programme kann das Studium nahezu √ľberall absolviert werden. Daf√ľr fallen die Auflagen (z.B. Dauer des Auslandsaufenthaltes, Forschungsschwerpunkte, Studieng√§nge) etwas strikter aus. Auf der Homepage des DAAD sind verschiedene Stipendienangebote verf√ľgbar. Je nach Auslandsstudium bel√§uft sich die F√∂rderung auf 300 bis 800 Euro. Eine Kombination mit dem Erasmus-Programm ist nicht m√∂glich.

Begabtenförderungswerke

√úber sogenannte Begabtenf√∂rderungswerke besteht die M√∂glichkeit, das Auslandsstudium mit privaten Mitteln zu finanzieren. Hierzulande gibt es hiervon 13 an der Zahl, die unter dem Dach des Bundesministeriums f√ľr Bildung und Forschung vereint sind. Erh√§ltlich sind die F√∂rdergelder f√ľr EU-B√ľrgerInnen und Menschen mit g√ľltiger Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. Da die Gelder zumeist von Stiftungen und Vereinen mit einem bestimmten religi√∂sen oder politischen Hintergrund ausgegeben werden, sollten sich Interessierte mit den Zielen dieser Institutionen identifizieren k√∂nnen. Nicht selten kommen auch nur die BewerberInnen zum Zug, die im jeweiligen Bereich zu den Jahrgangsbesten z√§hlen. Die H√∂he richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und ist an den Berechnungstabellen des BAf√∂G gekoppelt. Monatlich kann sich das Grundstipendium auf bis zu 670 Euro belaufen, zzgl. 300 Euro Studienkostenpauschale.

Welche weiteren Finanzierungsquellen in Frage kommen

Auslands-BAföG

Beim Auslands-BAf√∂G handelt es sich um eine staatliche Unterst√ľtzung mit reduzierter R√ľckzahlung. Ein Anspruch auf Auslands-BAf√∂G ist dabei nicht von einem BAf√∂G-Bezug in Deutschland abh√§ngig. Bezogene Leistungen m√ľssen ihm Rahmen dieses Programm lediglich zur H√§lfte zur√ľckbezahlt werden. F√∂rderf√§hig sind Fach- oder Hochschulstudien innerhalb der EU und der Schweiz. In Einzelf√§llen ist ein Studium auch au√üerhalb dieser Grenzen m√∂glich. Der Auslandsaufenthalt muss sich auf mindestens 6 Monate belaufen. Obligatorisch sind zudem ausreichende Kenntnisse in der Unterrichts- und Landessprache. Zus√§tzlich zur regul√§ren Auslands-Baf√∂g-Rente k√∂nnen weitere Zuschl√§ge bspw. f√ľr Reisekosten, Studiengeb√ľhren, h√∂here Krankenkassenbeitr√§ge oder h√∂here Lebenshaltungskosten bezahlt werden. Wichtig ist eine fr√ľhzeitige Antragstellung von mindestens 6 Monate vor Antritt des Auslandssemesters.

Private Kreditgeber

Sparkassen und Banken sehen f√ľr Studentinnen und Studenten weniger strenge Auflagen hinsichtlich der Bonit√§t vor. Ein Kredit zwischen 10.000 Euro und 30.000 Euro geht bei einer Laufzeit von 84 Monaten mit einem effektiven Jahreszins von etwa 2 bis 7 Prozent einher. G√ľnstigere Konditionen sind oftmals √ľber Online-Kreditportalen wie Smava verf√ľgbar, dem Marktf√ľhrer in diesem Segment.

Bildungs- und Studienkredite

Auch gibt es die M√∂glichkeit, das Auslandsstudium √ľber Bildungs- und Studienkredite komplett privat zu finanzieren. Einige Bankinstitute halten f√ľr Studentinnen und Studenten spezielle Ratenkredite mit attraktiven Zinss√§tzen bereit. Zu sehr g√ľnstigen Konditionen werden etwa Bildungskredite durch das Amt f√ľr Ausbildung vermittelt. Wer h√∂chstens 24 Monate vor dem Ende seines Studiums steht, kann √ľberdies einen Bildungskredit beim Bundesverwaltungsamt bis h√∂chstens 7.200 Euro zu einem effektiven Jahreszins von aktuellen 1,18 % beantragen. Monatliche Raten sowie Kreditvolumen sind dabei flexibel gestaltbar.


Women + Work Beitrag vom 06.12.2016 AVIVA-Redaktion 





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