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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 30.09.2002

Das GeschÀftskonzept - 1. Teil
Susanne Appelt

Sie spielen mit dem Gedanken, sich selbstÀndig zu machen? Wir helfen dabei, Ihre Idee in Worte und Zahlen zu fassen. Sehen Sie , ob Ihre Idee rentabel ist oder nicht.



Eine GeschĂ€ftsidee kann noch so brilliant oder lukrativ erscheinen: Gewissheit haben Sie erst, wenn Sie fĂŒr Ihre Idee ein GeschĂ€ftskonzept (oder auch: Business-Plan) erstellen, in dem die Fakten dargelegt werden. Sie wollen ja mit Ihrer ExistenzgrĂŒndung vor allem eins: unabhĂ€ngig sein und mehr Geld verdienen.

Außerdem hilft Ihnen das Konzept bei der Beantragung von Krediten oder Fördergeldern, denn Finanzierungsfachleute wollen mehr als nur eine vage Idee sehen, um zu entscheiden, ob sie Ihnen Geld geben oder nicht.


[1][2][3][4][5][6] Wir beginnen nun mit dem 1. Schritt des GeschÀftskonzepts:

1. Beschreibung des Vorhabens

Zuerst verfassen Sie einen kurzen prĂ€gnanten Text, in dem die Art und der Nutzen Ihres Waren- oder Dienstleistungs-Angebots beschrieben wird. ErlĂ€utern Sie die Besonderheiten Ihres Angebots und fĂŒhren Sie an, wer Ihre Zielgruppe ist - also wen Sie mit Ihren Angeboten beliefern wollen.

Wenn Sie einen bestehenden Betrieb ĂŒbernehmen wollen, beschreiben Sie, wie rentabel die GeschĂ€fte in der Vergangenheit liefen und nennen Sie den Umfang der Stammkundschaft.
Bei der Gelegenheit sollten sie auch gleich prĂŒfen, ob Ihnen von diesem Betrieb die Bilanzen nebst Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten Jahre vorliegen.

Als nĂ€chstes sollten Sie die Unternehmensform beschreiben. Also: Wollen Sie als Freiberuflerin arbeiten oder ein Einzelunternehmen, eine GbR, eine GmbH o.Ă€. grĂŒnden. An die unterschiedlichen Unternehmensformen sind bestimmte Bedingungen und Zulassungen geknĂŒpft. Diese hier im Detail darzustellen wĂŒrde den Rahmen sprengen, deshalb werden wir darauf in der nĂ€chsten Ausgabe gesondert eingehen.

[1][2][3][4][5][6] Nun sind wir bereits bei Schritt 2:

2. Die Marktchancen

In diesem Teil beschreiben Sie Ihre Konkurrenten und wieweit Sie sich von ihnen unterscheiden. Vielleicht schließen Sie mit Ihrer Idee eine MarktlĂŒcke - dann sollten Sie das unbedingt hier beschreiben! Es kann natĂŒrlich auch sein, dass Sie Leistungen anbieten wollen, deren Nachfrage durch wirtschaftliche VerĂ€nderungen gerade boomt.
Auf jeden Fall sollte die Marktsituation der Branche, fĂŒr die Sie sich entschieden haben, beschrieben werden.

Als nĂ€chstes beschreiben Sie, wie Sie Ihre potentiellen Kunden erreichen wollen (also: wie werben Sie fĂŒr sich - wie machen Sie die Kunden auf sich aufmerksam?). FĂŒr Finanzberater ist auch interessant, ob sich Ihr potentieller Kundenstamm aus vielen Kleinkunden oder ein paar festen Großkunden zusammensetzt.

Vielleicht zĂ€hlen Sie zu den GlĂŒcklichen, die bereits im Vorfeld Kunden akquiriert haben. In diesem Fall macht es sich immer gut, von einigen dieser Kunden AbsichtserklĂ€rungen erstellen zu lassen, in denen diese ihr Interesse an Ihren Leistungen oder Waren schriftlich zum Ausdruck bringen. Das verpflichtet Ihre Kunden zu nichts, macht aber immer einen guten Eindruck. Sie legen diese ErklĂ€rungen einfach Ihrem Konzept als Anlage bei.

Diese AbsichtserklÀrung muss nicht viel enthalten. Sie sollte auf dem jeweiligen GeschÀftspapier des Kunden erstellt werden. Als Inhalt reichen ein paar kurze SÀtze wie:


"Sehr geehrte Frau X,
mit Interesse haben wir von Ihrem GeschĂ€ftsvorhaben gehört/gelesen. Ihre Leistungen wĂŒrden wir gerne in Anspruch nehmen.
Wir wĂŒrden uns freuen, in Zukunft mit Ihnen zusammenarbeiten zu können.
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen..."




[1][2][3][4][5][6] Weiter geht"s mit Schritt 3:

3. Der Standort

Hier beschreiben Sie, wo Sie Ihre GeschĂ€ftsidee verwirklichen wollen. Also: ob zu Hause in einem Arbeitszimmer, in einer BĂŒro-/Werkstattgemeinschaft, eigenen GewerberĂ€umen usw..

Erörtern Sie, welche VorzĂŒge dieser Standort hat, wie weit Ihre Konkurrenten entfernt sind und welchen Vorteil Ihr gewĂ€hlter Standort gegenĂŒber dem der Mitbewerber hat.
Wenn Sie bereits einen Mietvertrag abgeschlossen haben, beschreiben Sie die darin enthaltenen Konditionen und die VertragslÀnge (am Besten eine Kopie beilegen).
Ein weiteres Kriterium ist die rÀumliche NÀhe zu Ihren potentiellen Kunden (spart z.B. lange Anfahrt- und Transportwege).
Bei LadengeschĂ€ften ist es von Vorteil, wenn noch andere GeschĂ€fte in Ihrer NĂ€he sind, weil dadurch der Publikumsverkehr grĂ¶ĂŸer sein kann als in einer abgelegenen Straße.
Auch eine Beschreibung der Verkehrsanbindung sollte nicht fehlen (öffentliche Verkehrsmittel, ParkplÀtze usw.).

[1][2][3][4][5][6] Jetzt haben Sie den allgemeinen Teil geschafft und begeben sich zu der Kostenaufstellung:

4. Der Kapitalbedarfsplan

In diesem Plan legen Sie dar, welche Investitionen Sie fĂŒr Ihre ExistenzgrĂŒndung tĂ€tigen wollen. Hierzu zĂ€hlen der Kauf von GerĂ€ten (Telefon, Computer, Kopierer usw.), Fahrzeugen, Immobilien, aber auch die Einrichtung der GeschĂ€ftsrĂ€ume (inkl. Renovierungsarbeiten), die Sie zur GeschĂ€ftseröffnung benötigen.
Auch die Sicherung Ihrer GeschÀftsrÀume (Schlösser, Alarmanlage usw.) darf nicht fehlen. Am besten ist es, wenn Sie diese Posten in einer Tabelle zusammenfassen.

Beispiel:


a) Betriebsausstattung:


1 Grafik-PC mit Farb-Scanner, Farb-Drucker, ISDN-Karte, Videokarte/-schnittstelle, Digitalkanera incl. Software

13.000,-- Euro
1 PC fĂŒr Buchhaltung, Laserdrucker, Textverarbeitung, incl. Software2.000,-- Euro
2 BĂŒrostĂŒhle500,-- Euro
2 Schreibtische250,-- Euro
2 Tischcontainer mit HĂ€ngeregistratur330,-- Euro
2 BesucherstĂŒhle75,-- Euro
2 Regale50,-- Euro
Druckkosten fĂŒr Briefpapier und Visitenkarten400,-- Euro
Grafische Werkzeuge400,-- Euro
1 Schneidemaschine100,-- Euro
BĂŒromaterial und -gerĂ€te1.750,-- Euro
Reserven fĂŒr Unvorhergesehenes

1.000,-- Euro


Summe a)

19.855,-- Euro
zzgl. b) Renovierungskosten300,-- Euro
zzgl. c) Sicherung der GeschÀftsrÀume vor Einbruch/Diebstahl

1.000,-- Euro


Gesamtinvestitionen =


21.155,-- Euro


Women + Work Beitrag vom 30.09.2002 Susanne Appelt 





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