EWSA-Preis der Zivilgesellschaft für frauen- und gleichstellungspolitisch engagierte NGOs in Europa. Bewerbungsschluss ist der 6. September 2019 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work





 

Chanukka 5782




AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 29.06.2019


EWSA-Preis der Zivilgesellschaft für frauen- und gleichstellungspolitisch engagierte NGOs in Europa. Bewerbungsschluss ist der 6. September 2019
AVIVA-Redaktion

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) schreibt seinen renommierten "Preis der Zivilgesellschaft" 2019 unter dem Motto "Stärkung von Frauen in Europas Gesellschaft und Wirtschaft" aus. Die Preisverleihung findet am 12. Dezember 2019 in Brüssel statt. Die Informationen zur Ausschreibung und den Teilnahmebedingungen hier auf AVIVA-Berlin




Der Startschuss für Bewerbungen für den Preis der Zivilgesellschaft 2019 des Europäischen Wirtschaft- und Sozialausschusses ist gefallen. Als Thema für dieses Jahr wurde "Stärkung von Frauen in Europas Gesellschaft und Wirtschaft" gewählt. So sollen innovative Initiativen und Projekte zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und für mehr Gleichbehandlung in allen Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens gewürdigt werden.

Der Preis der Zivilgesellschaft des EWSA kann allen zivilgesellschaftlichen Organisationen verliehen werden, die in der Europäischen Union amtlich registriert und auf lokaler, regionaler, nationaler oder europäischer Ebene tätig sind. Bewerbungen von Einzelpersonen sind ebenfalls möglich. Teilnahmeberechtigt sind Initiativen oder Projekte, die bereits umgesetzt wurden oder derzeit noch umgesetzt werden.

Der Preis ist mit insgesamt 50 000 EUR dotiert und wird unter höchstens fünf Preisträger*innen aufgeteilt. Die Bewerbungsfrist endet am 6. September 2019 um 10.00 Uhr. Die Preisverleihung findet am 12. Dezember 2019 in Brüssel statt.

Der Preis der Zivilgesellschaft

Der EWSA-Preis der Zivilgesellschaft wird dieses Jahr zum elften Mal vergeben und soll als Anerkennung und Ansporn für Initiativen und Errungenschaften von Organisationen der Zivilgesellschaft und/oder Einzelpersonen dienen, die erheblich zur Förderung der gemeinsamen Werte als Grundlage von Zusammenhalt und Integration in Europa beigetragen haben. Das Thema des Preises 2018 war "Identität, europäische Werte und Kulturerbe in Europa".

Der EWSA bittet jede*n darum, zivilgesellschaftliche Organisationen im eigenen Land zur Einreichung ihrer Bewerbung für den EWSA-Preis der Zivilgesellschaft 2019 zu ermutigen, damit vorbildliche Projekte gewürdigt werden können.


Der EWSA, der die europäischen Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Arbeitgeber*innenverbände auf EU-Ebene vertritt, hat wiederholt die nach wie vor stark ausgeprägte Geschlechtertrennung und -diskriminierung auf den europäischen Arbeitsmärkten und in der europäischen Gesellschaft kritisiert. 60 Jahre nachdem sich die EU in den Römischen Verträgen dem Ziel verschrieben hat, die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu abzubauen, ist das geschlechtsspezifische Lohngefälle mit 16 % nach wie vor gravierend. Der Unterschied bei den Renten ist mit 38 % noch größer.

Frauen machen 51 % der EU-Bevölkerung aus, aber lediglich 67 % von ihnen sind erwerbstätig. Nur 31 % aller Unternehmen werden von Frauen gegründet bzw. geführt. Aufgrund ihrer häuslichen Pflege- und Betreuungsaufgaben sind sie eher in Teilzeit oder prekär beschäftigt, was letztlich dazu führt, dass sie weniger verdienen. In politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsgremien, so z.B. in Unternehmensvorständen, sind Frauen immer noch deutlich unterrepräsentiert.

Geschlechterstereotype sind in allen Lebensbereichen zu finden. In den Medien werden Geschlechterrollen, Stereotype und Normen häufig aufrechterhalten oder sogar herabsetzende Frauenbilder dargestellt. Angesichts des jüngsten Backlash in Sachen Frauenrechte in Europa und der deprimierenden Aussicht, dass es noch länger als 100 Jahre dauern wird, bis die Gleichbehandlung von Frauen und Männern tatsächlich Realität geworden ist – diese Erkenntnis gewonnen Analyter des Weltwirtschaftsforums (WEF) anhand aktueller Trends – fordert EWSA politisches Engagement für eine echte Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Europa.

Informationen zum diesjährigen Thema "Stärkung von Frauen in Europas Gesellschaft und Wirtschaft"

Der EWSA wird seinen Preis der Zivilgesellschaft in diesem Jahr an herausragende Projekte und Initiativen vergeben, die mindestens einen der folgenden Themenbereiche abdecken:

  • Bekämpfung von oder Sensibilisierung für Geschlechterstereotype, diskriminierendes Sozialverhalten und Vorurteile in allen Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens,
  • Sensibilisierung für die Folgen von durch Medieninhalte erzeugten Geschlechterstereotypen,
  • Förderung der Teilhabe von Frauen in klassischen Männerberufen, wie in den Bereichen MINT und IKT, sowie Bekämpfung der Geschlechtertrennung im Bildungswesen,
  • Bekämpfung des geschlechtsspezifischen Einkommens- und Rentengefälles,
  • Förderung von Frauen als Unternehmerinnen, der Gleichstellung in Entscheidungsprozessen, der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben,
  • Bewältigung der besonderen Herausforderungen für schutzbedürftige Frauen wie alleinerziehende Mütter, Frauen mit Behinderungen, Migrantinnen, Angehörige ethnischer Minderheiten oder geringqualifizierte Frauen.

    Alle Teilnahmebedingungen und das Online-Bewerbungsformular sind auf der EWSA-Website abrufbar: www.eesc.europa.eu All the information are also available in English and French.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: EWSA-Pressereferat – Laura Lui
    Tel. +32 (0)2 546 91 89 eMail: laurairena.lui@eesc.europa.eu



    (Quelle: Pressemitteilung EWSA vom 4. Juni 2019)


    Women + Work

    Beitrag vom 29.06.2019

    AVIVA-Redaktion 






  • AVIVA-News bestellen
      AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



    MITRA. Kinostart: 18.11.2021

    . . . . PR . . . .

    MITRA
    Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
    Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

    fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

    Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

    . . . . PR . . . .

    Zuhurs Töchter
    Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
    Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

    Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

    . . . . PR . . . .

    Dear Future Children
    Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
    Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

    Nanna Johansson – Natürliche Schönheit

    . . . . PR . . . .

    Nanna Johansson - Natürliche Schönheit
    Die schwedische Comiczeichnerin und Radiomoderatorin hinterfragt in ihrem feministisch-satirischen Comicband gängige Schönheitsideale und gibt mit ihren Comics intelligente Anleitungen zur Selbstliebe.
    Mehr zum Buch und bestellen unter:
    www.avant-verlag.de

    Online: UNIDAS: Frauen im Dialog. Begegnungen, Diskussionen und Impulsvorträge aus Salvador, Brasilien und Berlin, Deutschland.

    Eine digitale, transatlantische Konferenz von UNIDAS - dem Netzwerk von Frauen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, und dem Frauenministerium des Bundesstaates von Bahia.


    Kooperationen

    Raupe und Schmetterling
    Paula Panke
    bücherfrauen - women in publishing
    FCZB
    GEDOK-Berlin
    BEGiNE
    gründerinnenzentrale
    Frauenkreise