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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 28.11.2008

Hillary Clintons Comeback als US-Außenministerin
Stefanie Denkert

Der designierte US-PrĂ€sident Barack Obama hat seiner ehemaligen Rivalin das Amt der Außenministerin angeboten. Eine weise Entscheidung, die den Clinton-AnhĂ€ngerInnen eine spĂ€te Genugtuung gibt.



Am 7. Juni 2008 trat die New Yorker Senatorin Hillary Rodham Clinton nach monatelangem Wettkampf um die PrĂ€sidentschaftskandidatur der Demokraten zurĂŒck. Der Traum vom ersten weiblichen PrĂ€sidenten der USA war damit fĂŒr Millionen von Hillary-Fans geplatzt. Barack Obama, ihr schĂ€rfster Konkurrent und der mittlerweile designierte "erste schwarze" US-PrĂ€sident, hatte schließlich genĂŒgend Delegierte hinter sich vereinen können, um die Wahl zum Kandidaten der Demokraten zu gewinnen.

Die studierte Juristin hatte bereits als First Lady der USA, wĂ€hrend ihr Ehemann Bill Clinton die PrĂ€sidentschaft innehielt (1992-2000), Erfahrung auf höchster Ebene der Politik sammeln können. Ebenso wie ihr Vorbild Eleanor Roosevelt nutzte Clinton das eher reprĂ€sentative Amt der First Lady aktiv fĂŒr politische Zwecke, u.a. fĂŒr eine Gesundheitsreform. Doch Anfang der 1990er tat sich die amerikanische Öffentlichkeit mit der toughen First Lady noch schwer und auf ihre Kosten wurden unzĂ€hlige Witze gemacht, z.B. "Warum trĂ€gt Hillary nie einen Rock? - Damit man ihre Eier nicht sieht." Vor allem die Konservativen wetterten gegen das gleichberechtigte PrĂ€sidentenpaar und denunzierten Hillary Clinton als ÂŽMannsweibÂŽ. Schließlich war Clinton die erste PrĂ€sidentenfrau, die vor dem Eintritt ins Weiße Haus eine beachtliche berufliche Karriere vorweisen konnte und ihren MĂ€dchennamen behielt. Die Wiederwahl von ÂŽBillaryÂŽ gab dem PrĂ€sidentenpaar RĂŒckenwind und die ehrgeizige First Lady konnte sich sowohl als Role Model fĂŒr Frauen durchsetzen als auch steigender Beliebtheit bei der Bevölkerung erfreuen.

Ab 2000 verfolgte die ĂŒberzeugte Feministin ihre eigene politische Karriere und wurde im selben Jahr als Senatorin fĂŒr den Staat New York gewĂ€hlt. 2006 wurde sie mit 67% der Stimmen erneut im Amt bestĂ€tigt. Schon lange kursierte das GerĂŒcht, dass die ehemalige First Lady selbst PrĂ€sidentin werden wollte und 2007 ging Hillary Clinton schließlich fĂŒr die Vorwahlen zur PrĂ€sidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei ins Rennen – und galt lange Zeit als sichere Siegerin. Nach ihrem RĂŒcktritt aus dem Vorwahlkampf sagte die 61-JĂ€hrige Obama ihre vollste UnterstĂŒtzung zu. Und die brauchte der 47-JĂ€hrige ganz dringend, um die zwischen Clinton und ihm gespaltenen DemokratInnen zu vereinen und WĂ€hlerInnen zu gewinnen, die dazu neigten dem republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten John McCain ihre Stimme zu geben statt dem relativ unerfahrenen, afroamerikanischen Senator aus Illinois (ĂŒbrigens Hillarys Geburtstaat). Als Dank fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung wurde Hillary Clinton durch Obamas Initiative auf der Hauptversammlung der Demokratischen Partei im August 2008 als "PrĂ€sidentschafts-Kandidatin in Wartestellung" nominiert. Das galt als Trostpflaster fĂŒr die Millionen von Hillary-AnhĂ€ngerInnen in den USA, doch sie als Vize-PrĂ€sidentin zu kĂŒren wagte Obama nicht.

"Hillary for Außenministerin" - Clintons Comeback
Am 21. November 2008 bestĂ€tigte Hillary Clinton, dass sie den Posten der Außenministerin in Obamas designierter Regierung annehmen wĂŒrde. Neben ihr war seit Tagen auch der ehemalige PrĂ€sidentschaftskandidat John Kerry im GesprĂ€ch und Zweifel bestanden, ob Clinton ihr Amt als erfolgreiche Senatorin aufgeben wĂŒrde. Zudem musste Bill Clinton sich verpflichten, seine Vermögenssituation offen zu legen, doch der Ex-PrĂ€sident sicherte seiner Ehefrau die volle UnterstĂŒtzung zu und machte ihr den Weg frei fĂŒr den prestigetrĂ€chtigen Posten der Top-Diplomatin. Dass Hillary Clinton nicht von der politischen BildflĂ€che verschwinden wĂŒrde war klar, und dass Obama sie zur Außenministerin ernannt hat, befinden ExpertInnen und Fans von ihr als kluge Entscheidung und erneute versöhnliche Geste. Clintons Chancen fĂŒr eine erneute Kampagne zur PrĂ€sidentschaftskandidatur bezeichnete sie ĂŒbrigens selbst als "close to zero", also nahe Null (vgl. US Magazine).

Nach Madeleine Albright, unter Bill Clinton von 1997 bis 2001, und der Republikanerin Condoleezza Rice unter George W. Bush seit 2005, wĂŒrde Hillary Clinton somit die dritte Außenministerin der USA werden.
Die Nominierten in Obamas "Dream Team", bzw. die "Reiter der Apokalypse" wie MSNBC-Fernsehmoderator Chris Matthews die Nominierten laut Spiegel.de angesichts der Wirtschaftskrise nannte, mĂŒssen noch offiziell vorgestellt und vom Senat bestĂ€tigt werden.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

"Gelebte Geschichte"- Die Autobiographie von Hillary Rodham Clinton

Die TrĂ€ne von Portsmouth – Hillary Clinton und die Medien

Quellen: Hillary Rodham Clinton "Gelebte Geschichte", FAZ, Spiegel, US Magazine

Women + Work Beitrag vom 28.11.2008 AVIVA-Redaktion 





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