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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 20.10.2008

Bernstein-Preis f├╝r junge Neurowissenschaftlerin aus Berlin
AVIVA-Redaktion

Das BMBF hat dieses Jahr den mit 1,25 Millionen Euro dotierten Bernstein-Preis f├╝r junge NachwuchsforscherInnen zum dritten Mal verliehen ÔÇô in diesem Jahr erstmalig an eine Frau, Susanne Schreiber.



Die 32-j├Ąhrige Neurowissenschaftlerin Susanne Schreiber von der Humboldt-Universit├Ąt zu Berlin erhielt am 08. Oktober 2008 den mit 1,25 Millionen Euro dotierten Bernstein Preis des Bundesministeriums f├╝r Bildung und Forschung (BMBF). "Der Bernstein Preis ist zu einer renommierten Auszeichnung geworden. Wir f├Ârdern damit die besten Talente", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. "Mit Susanne Schreiber ist eine hervorragende junge Wissenschaftlerin von der internationalen Jury ausgezeichnet worden."

Die Nachwuchsforscherin absolvierte ihr Studium der Biophysik an der HU Berlin. Ihre Diplomarbeit schrieb sie an der University of Cambridge in Gro├čbritannien. Zur Anfertigung ihrer Doktorarbeit ging sie zun├Ąchst an das Sloan-Swartz Center des Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien. 2004 schloss sie ihre Promotion am Institut f├╝r Theoretische Biologie der Humboldt-Universit├Ąt Berlin ab. Derzeit ist sie am Bernstein Zentrum f├╝r Computational Neuroscience in Berlin und an der Charit├ę t├Ątig.

Mit dem international ausgeschriebenen Bernstein Preis erm├Âglicht das BMBF exzellenten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern aus den Neurowissenschaften den Aufbau einer selbst├Ąndigen Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung. Junge ForscherInnen aus dem In- und Ausland erhalten so hervorragende Startbedingungen, um eigene Forschungskonzepte zu realisieren und sich f├╝r die ├ťbernahme von F├╝hrungspositionen in der Forschung zu qualifizieren. Der zum dritten Mal verliehene Preis ist Teil des "Nationalen Netzwerks f├╝r Computational Neuroscience", das vom BMBF mit einem F├Ârdervolumen von insgesamt rund 100 Millionen Euro unterst├╝tzt wird. Den Kern bilden die vier Bernstein-Zentren in Berlin, Freiburg, G├Âttingen und M├╝nchen. Namensgeber ist der deutsche Physiologe Julius Bernstein (1839-1917). Mit Susanne Schreiber wurde der Preis erstmals an eine Frau vergeben.

Als Bernstein-Preistr├Ągerin wird Schreiber eine eigene Arbeitsgruppe in Berlin aufbauen. Sie erforscht die biophysikalischen Eigenschaften von Nervenzellen und untersucht, auf welche Weise ganze Netzwerke von Nervenzellen synchronisierte Signale aussenden k├Ânnen. Die Wissenschaftlerin verfolgt die Hypothese, dass die Aktivit├Ąt des Gehirns und damit jedes Denken und Handeln letztendlich von den molekularen Eigenschaften einzelner Nervenzellen bestimmt wird.

Bereits im Jahr 2007 wurde die Wissenschaftlerin und Mutter eines Kindes, Susanne Schreiber, im Rahmen des F├Ârderprogramms der Unesco-Kommission, L┬┤OR├ëAL Deutschland und der Christine-N├╝sslein-Volhard-Stiftung geehrt. Das Programm bietet ideelle und finanzielle Unterst├╝tzung f├╝r herausragende Postdoktorandinnen mit Kindern bei der Vereinbarung von Familie und Karriere.

Weitere Informationen finden Sie unter::

Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung: www.bmbf.de
Nationales Netzwerk Computational Neuroscience: www.nncn.de
"For Women in Science", Deutschland: www.fwis-programm.de
"For Women in Science", International: www.forwomeninscience.com
Allgemeine Angaben zur Situation von Frauen in Studium und Wissenschaft finden Sie unter: www.cews.org/statistik


Women + Work Beitrag vom 20.10.2008 AVIVA-Redaktion 





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