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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 13.08.2009


Prof. Ulrike Grossarth ist Preisträgerin des Käthe-Kollwitz-Preises 2009
Iella Peter

Die renommierte Künstlerin und Professorin an der Dresdener Hochschule für Bildende Künste wird für ihr gesamtes bisheriges Schaffen ausgezeichnet. Ihre Werke werden ab dem 06. September 2009...




... bis 18. Oktober 2009 in der Akademie der Künste präsentiert.

Seit 1960, damals noch von der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik gestiftet, wird jedes Jahr der Käthe-Kollwitz-Preis an bildende KünstlerInnen vergeben, die für ein bestimmtes Werk oder aber ihr Gesamtschaffen geehrt werden. Der auf 12.000 Euro dozierte Preis wird von einer jährlich wechselnden Jury verliehen und geachtete Künstlerinnen wie die Bildhauerin Hede Bühl oder die figurative Malerin Miriam Cahn zählen zu den PreiträgerInnen.

Die Namensgeberin des Preises Käthe Kollwitz, (1867-1945), gehört zu den bekanntesten deutschen KünsterInnen des 20. Jahrhunderts. Sie war Mitglied in der Künstlerorganisation "Berliner Secession" und arbeitete für die Internationale Arbeiterhilfe. 1919 erhielt sie eine Professur und wurde damit als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

Die diesjährige Preisträgerin Ulrike Grossarth widmet sich in ihren Arbeiten vielfältigen Themen und Fragestellungen. Auf ihrem Tanzstudium beruhend, setzt sie sich bis heute intensiv mit Kulturtechniken auseinander und entwickelte in ihren Seminaren eine Methode, in welcher "die Frage der Bewegung als Prinzip der sich ständig wandelnden Form zentral ist." Ein sogenannter "Bilde-Prozess" soll beginnen, in dem sich das Idealbild des Körpers löst, letztlich verschwindet und den Blick auf die "Präsenz, die Gegenwärtigkeit des eigenen Körpers", Preis gibt. Immer wieder beschäftigt sich Grossarth mit dem Verhältnis von materiellem Umfeld und dem handelnden Menschen und verleiht ihrem Werk in Performances, Installationen, Zeichnungen und Videofilmen Ausdruck.

Anlässlich der Preisverleihung am 06. September um 11:30 Uhr wird vom 06. September bis 18. Oktober 2009 in der Akademie der Künste ihre Ausstellung "Szeroka 28. Ein europäischer Erinnerungsraum" präsentiert. Inspiriert wurde die Künstlerin zu dieser Ausstellung durch das Werk des polnischen Fotografen Stefan Kielsznia. Er hat in einer einzigartigen Sammlung von Fotos die jüdische Geschichte Lublins festgehalten. 1938, als hätte er geahnt, dass diese Welt nicht mehr lange existieren würde, fotografierte er Leben und Alltag im jüdischen Viertel. 150 seiner 600 Fotos haben die Jahre überdauert und werden derzeit in dem Museum "Brama Grodzka - Teatr NN" in Lublin ausgestellt.

Ulrike Grossarth setzt sich seit Jahren mit der jüdischen Geschichte auseinander und erfuhr von Kielsznias Werk auf einer ihrer vielen Osteuropa-Reisen. Die Schwarz-Weiß Fotografien nutzte die Künstlerin als Ausgangsmaterial, um diese dann zu abstrahieren und manchmal die Fotomotive durch Farbunterlegungen wieder sichtbar zu machen. Die Ausstellung "Szeroka 28. Ein Erinnerungsraum" wird die historischen Originale zusammen mit Grossarths neu entstandenen Bildnissen zeigen.

Zur Preisträgerin: Ulrike Grossarth wurde 1952 in Oberhausen geboren und studierte Tanz an der Else-Lang-Schule in Köln und an der Folkwang Hochschule in Essen. Seit 1998 hat Grossarth eine Professur für "Übergreifendes künstlerisches Arbeiten" an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1997 war sie mit ihrer Arbeit "BAU I" auf der bekannten Kunstausstellung "Documenta X" vertreten.


Veranstaltungstipp auf AVIVA-Berlin:

Szeroka 28. Ein europäischer Erinnerungsraum.Eine Ausstellung von Ulrike Grossarth vom 06. September bis 18. Oktober 2009 in der Akademie der Künste.


Weitere Infos finden Sie unter:

www.ulrikegrossarth.de

www.adk.de


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Beitrag vom 13.08.2009

AVIVA-Redaktion 






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