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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 13.08.2009

Prof. Ulrike Grossarth ist Preistr├Ągerin des K├Ąthe-Kollwitz-Preises 2009
Iella Peter

Die renommierte K├╝nstlerin und Professorin an der Dresdener Hochschule f├╝r Bildende K├╝nste wird f├╝r ihr gesamtes bisheriges Schaffen ausgezeichnet. Ihre Werke werden ab dem 06. September 2009...



... bis 18. Oktober 2009 in der Akademie der K├╝nste pr├Ąsentiert.

Seit 1960, damals noch von der Akademie der K├╝nste der Deutschen Demokratischen Republik gestiftet, wird jedes Jahr der K├Ąthe-Kollwitz-Preis an bildende K├╝nstlerInnen vergeben, die f├╝r ein bestimmtes Werk oder aber ihr Gesamtschaffen geehrt werden. Der auf 12.000 Euro dozierte Preis wird von einer j├Ąhrlich wechselnden Jury verliehen und geachtete K├╝nstlerinnen wie die Bildhauerin Hede B├╝hl oder die figurative Malerin Miriam Cahn z├Ąhlen zu den Preitr├ĄgerInnen.

Die Namensgeberin des Preises K├Ąthe Kollwitz, (1867-1945), geh├Ârt zu den bekanntesten deutschen K├╝nsterInnen des 20. Jahrhunderts. Sie war Mitglied in der K├╝nstlerorganisation "Berliner Secession" und arbeitete f├╝r die Internationale Arbeiterhilfe. 1919 erhielt sie eine Professur und wurde damit als erste Frau Mitglied der Preu├čischen Akademie der K├╝nste.

Die diesj├Ąhrige Preistr├Ągerin Ulrike Grossarth widmet sich in ihren Arbeiten vielf├Ąltigen Themen und Fragestellungen. Auf ihrem Tanzstudium beruhend, setzt sie sich bis heute intensiv mit Kulturtechniken auseinander und entwickelte in ihren Seminaren eine Methode, in welcher "die Frage der Bewegung als Prinzip der sich st├Ąndig wandelnden Form zentral ist." Ein sogenannter "Bilde-Prozess" soll beginnen, in dem sich das Idealbild des K├Ârpers l├Âst, letztlich verschwindet und den Blick auf die "Pr├Ąsenz, die Gegenw├Ąrtigkeit des eigenen K├Ârpers", Preis gibt. Immer wieder besch├Ąftigt sich Grossarth mit dem Verh├Ąltnis von materiellem Umfeld und dem handelnden Menschen und verleiht ihrem Werk in Performances, Installationen, Zeichnungen und Videofilmen Ausdruck.

Anl├Ąsslich der Preisverleihung am 06. September um 11:30 Uhr wird vom 06. September bis 18. Oktober 2009 in der Akademie der K├╝nste ihre Ausstellung "Szeroka 28. Ein europ├Ąischer Erinnerungsraum" pr├Ąsentiert. Inspiriert wurde die K├╝nstlerin zu dieser Ausstellung durch das Werk des polnischen Fotografen Stefan Kielsznia. Er hat in einer einzigartigen Sammlung von Fotos die j├╝dische Geschichte Lublins festgehalten. 1938, als h├Ątte er geahnt, dass diese Welt nicht mehr lange existieren w├╝rde, fotografierte er Leben und Alltag im j├╝dischen Viertel. 150 seiner 600 Fotos haben die Jahre ├╝berdauert und werden derzeit in dem Museum "Brama Grodzka - Teatr NN" in Lublin ausgestellt.

Ulrike Grossarth setzt sich seit Jahren mit der j├╝dischen Geschichte auseinander und erfuhr von Kielsznias Werk auf einer ihrer vielen Osteuropa-Reisen. Die Schwarz-Wei├č Fotografien nutzte die K├╝nstlerin als Ausgangsmaterial, um diese dann zu abstrahieren und manchmal die Fotomotive durch Farbunterlegungen wieder sichtbar zu machen. Die Ausstellung "Szeroka 28. Ein Erinnerungsraum" wird die historischen Originale zusammen mit Grossarths neu entstandenen Bildnissen zeigen.

Zur Preistr├Ągerin: Ulrike Grossarth wurde 1952 in Oberhausen geboren und studierte Tanz an der Else-Lang-Schule in K├Âln und an der Folkwang Hochschule in Essen. Seit 1998 hat Grossarth eine Professur f├╝r "├ťbergreifendes k├╝nstlerisches Arbeiten" an der Hochschule f├╝r Bildende K├╝nste Dresden. 1997 war sie mit ihrer Arbeit "BAU I" auf der bekannten Kunstausstellung "Documenta X" vertreten.


Veranstaltungstipp auf AVIVA-Berlin:

Szeroka 28. Ein europ├Ąischer Erinnerungsraum.Eine Ausstellung von Ulrike Grossarth vom 06. September bis 18. Oktober 2009 in der Akademie der K├╝nste.


Weitere Infos finden Sie unter:

www.ulrikegrossarth.de

www.adk.de

Women + Work Beitrag vom 13.08.2009 AVIVA-Redaktion 





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