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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 22.02.2010

Femina Filmpreis fĂŒr Szenenbildnerin Reinhild Blaschke
AVIVA-Redaktion

Zum 14. Mal wurde auf der Berlinale ein Preis an eine Frau verliehen, die in einem filmtechnischen Bereich tÀtig ist. Der mit 3.000 Euro dotierte Femina Filmpreis ging in diesem Jahr an ...



... Reinhild Blaschke fĂŒr das Szenenbild in dem Spielfilm "Im Schatten" von Thomas Arslan, der in der Sektion Forum gezeigt wurde.

Die Regisseurin Angelina Maccarone, die Schauspielerin Sabine Timoteo und die Szenenbildnerin Silke Fischer sichteten wĂ€hrend der Berlinale elf Filme, an denen 26 Kandidatinnen beteiligt waren. Sie haben geprĂŒft, welche Bedeutung Kamera, Montage, Szenenbild, KostĂŒm und Musik fĂŒr den jeweiligen Film haben.

Silke Fischer, die im vergangenen Jahr mit dem Femina Filmpreis ausgezeichnet wurde sagt: "Es gibt generell nicht viele Preise in den nominierten Kategorien. Wenn durch den Femina Filmpreis speziell eine Frau besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung erhĂ€lt, die vielleicht. zu einem Engagement in aufwĂ€ndigeren Projekten mit grĂ¶ĂŸeren Budgets fĂŒhren, halte ich den Preis fĂŒr wichtig, da in diesem Segment meines Erachtens nach Frauen in filmtechnischen Berufen – im Gegensatz zum Independent- und Low-Budget-Bereich – immer noch weniger prĂ€sent sind als MĂ€nner."

Silvana Abbrescia-Rath, Vorsitzende des gemeinnĂŒtzigen Vereins Femina Filmpreis, stellt fest, dass es in 14 Jahren, seitdem der Preis verliehen wird, kaum eine VerĂ€nderung gegeben hat. "Frauen stellen nach wie vor die Mehrheit im Bereich KostĂŒm", sagt sie "Sie glĂ€nzen aber durch Abwesenheit im Bereich Musik und sind nach wie vor eine Minderheit bei der Kamera. Nur bei Szenenbild und Montage sieht es so aus, als wĂ€re die "Gleichberechtigung" in der RealitĂ€t angekommen."

Die diesjĂ€hrige PreistrĂ€gerin Reinhild Blaschke, die 1964 in Rheine geboren wurde, machte ihr Diplom als Modedesignerin beim Lette-Verein in Berlin. Anschließend studierte sie BĂŒhnenbild an der Berliner Kunsthochschule. Heute ist sie freischaffend in den Bereichen Film- und Theaterausstattung tĂ€tig.

Dass sie mit dem Femina Filmpreis ausgezeichnet wurde, bedeutet Reinhild Blaschke sehr viel. Sie schĂ€tzt die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ihre Kolleginnen ihrer Arbeit gezollt haben. "Oft werden Drehorte und Szenenbild gar nicht wahrgenommen", sagt sie. "Weil sie als selbstverstĂ€ndlich gelten." Dabei ist jeder Ort, und sei es nur die Kreuzung die jemand in einem Film ĂŒberquert, genau ausgesucht. "Vor dem Dreh schwinge ich mich auf mein Rad, habe das Drehbuch im Kopf und suche nach Orten", erzĂ€hlt sie. Allein 50 verschiedene Drehorte gibt es in dem Film von Thomas Arslan "Im Schatten", fĂŒr dessen Szenenbild sie nun ausgezeichnet wurde.

© trueda
v.l.n.r. Silvana Abbrescia-Rath, Sabine Timoteo, Reinhild Blaschke, Angelina Maccarone und Silke Fischer


Die Jury begrĂŒndete ihre Wahl mit folgenden Worten: "Mit unaufdringlicher Perfektion zieht Reinhild Blaschke uns in eine Welt "im Schatten", in Orte hinter den Orten. Eine Ebene sind die Autos als Mittler zwischen Figuren und Außenwelt sowie zwischen Stadt und Umland. Der Zufluchtsort im Wald behĂ€lt in seiner Geometrie dennoch eine Verbindung zur UrbanitĂ€t und somit eine Geschlossenheit. Mit nur wenigen minimalistischen AusbrĂŒchen aus der FunktionalitĂ€t charakterisieren die RĂ€ume die SehnsĂŒchte der Figuren und bewahren zugleich die Diskretion des Ganzen. Das Blau-Grau wird bereits behutsam aufgebrochen vom Rot einzelner Elemente, bevor es sich schließlich im Blut einer Schusswunde entlĂ€dt. Reinhild Blaschke gelingt eine klischeefreie Übersetzung von Film Noir AtmosphĂ€ren in ein heutiges Berlin."

Der "Femina Filmpreis wird seit 1996 fĂŒr "hervorragende kĂŒnstlerische Leistungen einer Technikerin" in einem deutschsprachigen Spielfilm verliehen, und zwar im Bereich Kamera, KostĂŒm, Montage, Musik oder Szenenbild. Ziel des Preises ist, die Bedeutung der kĂŒnstlerischen Arbeit der mitwirkenden Frauen fĂŒr das Gesamtresultat eines Filmes hervorzuheben. Die Jury besteht aus drei im Filmbereich tĂ€tigen Frauen.

TrĂ€gerin des Preises ist der gemeinnĂŒtzige Verein "Femina Filmpreis e.V.". GrĂŒndungsmitglieder sind: Silvana Abbrescia-Rath, Bettina Böhler, Anina Diener, Angelina Maccarone, Sophie Maintigneux, Ann-Kristin Reyels und Dagmar TrĂŒpschuch.

Weitere Infos zum Femina Filmpreis finden Sie unter:

www.feminafilmpreis.de

Women + Work Beitrag vom 22.02.2010 AVIVA-Redaktion 





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