Ira Blazejewska - M√∂senProjekt - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor_Banner Weiberwirtschaft Gr√ľnderinnenzentrale
AVIVA-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 31.01.2011

Ira Blazejewska - MösenProjekt
Sharon Adler

MösenProjekt - unter diesem Titel vereint Ira Blazejewska vier Zyklen von Keramik- und MixedMedia-Objekten, ergänzt durch einzelne Arbeiten. Die Reliefs und Skulpturen stellen das Geschlecht ...



... der Frau, die Vulva, als archaisches Symbol der weiblichen Kraft in den Mittelpunkt.

Die Darstellungen sind inspiriert von Frauenfiguren aus Literatur, Kunst und Mythologie, entwickeln sich aus dem Naturerlebnis und der Wahrnehmung des Zeitgeistes. Seit dem Jahr 2003 besch√§ftigt sich die urspr√ľnglich aus der Musik kommende K√ľnstlerin mit dem Sichtbarmachen des weiblichen Geschlechts.

© Alexander Winterstein


Die ersten Arbeiten waren noch jenseits politischer und geschichtlicher √úberlegungen entstanden. Erst w√§hrend des Schaffens- und Ausstellungsprozesses und durch die Konfrontation mit dem Publikum stellte die K√ľnstlerin fest, dass die Darstellung des weiblichen Geschlechts vielerlei Reaktionen, von euphorischer Zustimmung bis zu befremdeter Ablehnung, hervorruft. So begann sie, sich mit der historisch wechselhaften Konnotation der Vulva in Bild und Wort zu besch√§ftigen.

Der Psychoanalytiker Jacques Lacan schreibt, es gebe "(...) keine Symbolisierung des Geschlechts der Frau als solchem." Auf jeden Fall sei die Symbolisierung nicht die gleiche "(...) wie die Symbolisierung des Geschlechts des Mannes. Und das, weil das Imagin√§re nur eine Abwesenheit liefert, dort wo es anderswo ein hervorragendes Symbol gibt. (Lacan: "Qu¬īest-ce qu`une femme?")

Interessanterweise zeigt die älteste Skulptur eines menschlichen Körpers, die Venus von Galgenberg, eine nur rudimentär ausgestaltete Figur mit einer riesigen, deutlich ausgeformten Vulva.

Ein sch√∂nes Beispiel f√ľr die Verehrung der Vulva in Japan ist die Geschichte der Sonneng√∂ttin Amaterasu. Diese wird von ihrem Bruder vergewaltigt und zieht sich zur√ľck, was das Absterben der gesamten Vegetation zur Folge hat. Die G√∂tter sind rat- und hilflos. Erst als Ame no Uzume ihr nach einem ekstatischen Tanz ihre Vulva zeigt, kann Amaterasu wieder lachen, kehrt getr√∂stet an ihren Platz am Firmament zur√ľck, und die Erde wird wieder fruchtbar.

Madame Amaterasu 2007, 10x11x5cm, Ton, Acrylfarbe, Lack


Zyklus I: Mösenengel I (2003-2004)

Dieser Zyklus entstand aus reinem Spieltrieb. Die Reliefs tragen Namen wie Effi wartet am Fenster, Mit verbundenen Augen im Dschungel, Psychodoll.

Zyklus II: Mösenengel II (2006-2008)

Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit der kulturhistorischen Bedeutung der Vulva (vgl. Mithu M. Sanyal - Vulva. Die Enth√ľllung des unsichtbaren Geschlechts). Dies f√ľhrte zu differenzierteren Formen und Themen, es entstanden Arbeiten wie Sadom√∂se, Madonna II (Birth of Jesusgirl) und Baby P√§dophilina de Manga.

Madonna II (Birth of Jesusgirl) 2006, 18x15x7cm, Ton, Acrylfarbe, Lack


Zyklus III: Mösenwuckies (2008)

Mit dem Begriff "Wuckie"If Ganesha had a pussy, Mademoiselle Grabowski, Wolfa.

Zyklus IV: La groupe joyeuse (2010)

Diese Gruppe besteht im Gegensatz zu den vorangegangenen aus dreidimensionalen Keramikfiguren. In Burkas geh√ľllte weibliche Gestalten zeigen ihr Geschlecht.

Das M√∂senProjekt war als Ganzes oder in Auswahl unter anderem in folgenden Ausstellungen zu sehen: Praxis Dr. Gojic, Mohrvilla, t.a.t.e.modern, Galerie Royal, Lothringer 13, White box, Rep√ľblik M√ľnchen. Dabei haben sich Installationen als geeigneteste Art der Pr√§sentation bew√§hrt.
Ira Blazejewska steht f√ľr Interviews zur Verf√ľgung. Die Keramik- und MixedMedia-Objekte k√∂nnen vollst√§ndig oder teilweise f√ľr Ausstellungen angefragt, gebucht oder gekauft werden.
Preise f√ľr die Objekte auf Anfrage
Weitere Informationen und Kontakt zur K√ľnstlerin per E-Mail: iralalelu@t-online.de

Zur K√ľnstlerin: Ira Blazejewska wurde in M√ľnchen geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Die K√ľnstlerin stand nach einem Musikstudium als S√§ngerin im Bereich Oper und Musical auf der B√ľhne. Aktuell tritt sie auch als Performancek√ľnstlerin und Jazzs√§ngerin auf.


Women + Work Beitrag vom 31.01.2011 Sharon Adler 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken