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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 22.02.2004

WorldWomenWork 2004 - Susanne Kl├Â├č
AVIVA-Redaktion

Interview mit Susanne Kl├Â├č, Partnerin, Financial Services, Accenture, M├╝nchen



AVIVA-Berlin: Die Themen im Verh├Ąltnis zur WWW 2003 haben sich spezifiziert. Weg von "Working Mum" hin zu "Frauen an die Macht" ... Das Motto der WorldWomenWork 2004 lautet "Nutzung geschlechterspezifischer Potenziale f├╝r die Herausforderung der Zukunft. Wie k├Ânnen Ihrer Meinung nach diese Potentiale optimal genutzt werden?
Susanne Kl├Â├č: Da gibt es ganz unterschiedliche Ansatzpunkte. Vielleicht k├Ânnen wir den ein oder anderen mal gemeinsam durchleuchten. Stichwort: Heterogene Teams. Teams, die nicht alle den gleichen Fokus haben, nicht alle den gleichen Erfahrungshintergrund, mit der gleichen Ausbildung, mit den gleichen Ideen zusammenkommen, haben nat├╝rlich die M├Âglichkeit, kreativer zu sein. Unterschiedliche Blickwinkel zu beleuchten, neue Ideen zu entwickeln. Und gerade in diesem Punkt halte ich es f├╝r extrem wichtig, dass Teams aus M├Ąnnern und Frauen bestehen, um verschiedene Aspekte zu beleuchten.
Ein Gesichtspunkt ist beispielsweise die Konsumentenseite. Die Frauen als Wirtschaftspower ist eine gro├če finanzstarke Konsumentengruppe. Auch dort gibt es Potentiale, die von den Unternehmen, von der Wirtschaft heute noch nicht realisiert sind, weil eine gezielte Ansprache an die Frau als Konsumentin noch sehr, sehr selten passieren.

AVIVA-Berlin: Warum sind Sie hier?
Susanne Kl├Â├č: Ich m├Âchte als ein Vorbild im Rahmen dieser Konferenz auftreten, die eine F├╝hrungsposition erreicht hat, und stolz darauf ist. Und Spa├č daran hat. Ich glaube, dass es zu wenige weibliche Vorbilder gibt, hier ist eine Leibhaftige zum Anfassen.

AVIVA-Berlin: Was tun Sie in Ihrem Unternehmen/Ressort f├╝r den Bereich Frauenf├Ârderung?
Susanne Kl├Â├č: Wir haben bereits 1994 das Programm "Great Place to Work for Women" ins Leben gerufen. Das wird von unserem weltweiten CEO gesponsert, also von der absoluten Topspitze. Dieses Programm hat eine aktive Frauenf├Ârderung zum Ziel. Mehr Mitarbeiterinnen f├╝r unsere Branche und unser Unternehmen zu gewinnen und auch mehr Frauen in F├╝hrungspositionen zu bringen. Wie tun wir das? Ich m├Âchte drei Aspekte vielleicht kurz herausnehmen. Thema: Netzwerke. Wir haben ein gro├čes internes Netzwerk aufgebaut, mit dem wir Frauen, die sich offensichtlich nicht so leicht mit dem Netzwerken tun wie M├Ąnner, eine Plattform bieten, in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden zusammen zu kommen, sich auszutauschen. Dort veranstalten wir immer wieder themenspezifische Workshops und bieten ganz gezielt Frauen an, ein Training mitzumachen.
Zweiter Punkt: Da w├Ąre das Thema: Mentoring und zwar speziell f├╝r Frauen und von Frauen. Also Frauen, die bei uns eine F├╝hrungsposition erreicht haben, stehen als Mentorin f├╝r Nachwuchsf├╝hrungskr├Ąfte (Frauen) zur Verf├╝gung. Aber was ganz wichtig ist: Frauen planen typischerweise ihre Karriere nicht durch, sondern ├╝berlassen das mehr dem Zufall, nehmen Gelegenheiten wahr, die sich bieten oder auch nicht. Eine wesentliche Aufgabe des Mentoring ist, sich gemeinsam hinzusetzen und ein oder auch zwei Jahre im Voraus zu planen. Wo m├Âchte ich dann stehen? Was muss ich tun, um dort hin zu kommen
Und der dritte Punkt: Flexible Arbeitszeiten. Modelle, die es erlauben, work-life-balance besser unter einen Hut zu bekommen und damit meine ich nicht unbedingt nur das Thema Karriere und Kind. Es gibt heute ganz viele pers├Ânliche Modelle, z.B. wenn jemand ein krankes Familienmitglied versorgen muss, das gilt gleicherma├čen f├╝r Frauen und M├Ąnner, wie kann ich oder mein Unternehmen flexibel mit meiner MitarbeiterIn umgehen, sie/ihn in seiner jetzigen Lebenssituation unterst├╝tzen.

AVIVA-Berlin: Wie oder Wo sehen Sie die Zukunft von world women work (generell)?
Susanne Kl├Â├č: Ich w├╝rde da meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass sich mehr Unternehmen hier engagieren und auch namentlich dazu bekennen, dass sie eine aktive Frauenf├Ârderung vorantreiben und auch auf das Podium gehen und sich entsprechend mit ihren Reden ausdr├╝cken. Damit positive Beispiele aus unterschiedlichen Branchen gegeben werden k├Ânnen, die Frauen Mut machen, diesen Weg dann auch zu gehen.

AVIVA-Berlin: Was w├╝rden Sie sich f├╝r die WWW 2005 w├╝nschen, was m├Âchten Sie diskutiert wissen?
Susanne Kl├Â├č: So eine Idee, die ich da im Hinterkopf habe, ist sicherlich mal eine Diskussion unter Powerfrauen zu f├╝hren, die heute eine Vorstandsposition inne haben und dort mal die pers├Ânlichen Wege ihrer Karrieren vorzustellen. Die n├Ąmlich alle mit Sicherheit ganz unterschiedlich waren und so live verschiedene Rollenbilder und auch Vorbilder wirklich kennen lernen. Das w├Ąre so eine Idee, die ich gerne einflechten w├╝rde und das durchaus auch international.

AVIVA-Berlin: Was nehmen Sie mit? Ihr Fazit?
Susanne Kl├Â├č: Mein Fazit ist das Thema, ich w├╝rde es jetzt nennen: aktive Frauenf├Ârderung. Das ist interessant, bewegt, ist wichtig. Vielleicht aktueller als in den letzten Jahren sogar, aber es kriegt einen anderen Fokus. Die Wirtschaft ist mehr gefordert. Dahin gehend, dass wir durchaus vor der Problematik stehen, Frauen zu motivieren in F├╝hrungspositionen zu gehen. Ja zu sagen zu diesen Chancen, die sich heute durchaus sehr viel mehr bieten als noch vor einigen Jahren.

Women + Work Beitrag vom 22.02.2004 AVIVA-Redaktion 





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