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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 05.07.2004

Moses-Mendelssohn-Preis 2004
AVIVA-Redaktion

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 6. September Dr. Hilde Schramm f├╝r ihr Lebenswerk und ihr Engagement f├╝r Demokratie, Toleranz und Auss├Âhnung verliehen.



Die Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige stellvertretende Pr├Ąsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Dr. Hilde Schramm, wird den vom Land Berlin ausgelobten Moses-Mendelssohn-Preis zur F├Ârderung der Toleranz gegen├╝ber Andersdenkenden und zwischen den V├Âlkern, Rassen und Religionen erhalten.

Das Preisgericht spricht Dr. Hilde Schramm die Auszeichnung f├╝r Ihr Lebenswerk zu. Der Name der an der FU promovierten und an der TU habilitierten Erziehungswissenschaftlerin, die auch stellvertretende Pr├Ąsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses war, stehe f├╝r wichtige Initiativen zur F├Ârderung von Vers├Âhnung, Toleranz und Zivilcourage.

Schramm ist die Tochter von Albert Speer, der unter NS-Herrschaft j├╝dische Wohnungen zwangsr├Ąumen und Kunstgegenst├Ąnde beschlagnahmen lie├č. Die geerbten Gem├Ąlde verkaufte sie, nachdem die urspr├╝nglichen Eigent├╝mer nicht ermittelt werden konnten, und gr├╝ndete mit dem Erl├Âs die Stiftung "Zur├╝ckgeben".

Dr. Hilde Schramm sollte den Preis urspr├╝nglich in der Synagoge Rykestra├če erhalten. Doch der Vorstandsvorsitzende der J├╝dischen Gemeinde zu Berlin, Albert Meyer, untersagte dies mit der Begr├╝ndung, dass sich GemeindemitgliederInnen daran st├Âren k├Ânnten.
Die Preisverleihung findet nun auf Wunsch der Preistr├Ągerin in der Franz├Âsischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt statt.

Der mit 10.000 dotierte Preis wird Hilde Schramm am 6. September 2004 von Kultursenator Dr. Thomas Flierl ├╝bergeben.

Das Preisgericht begr├╝ndete die Wahl damit, dass Dr. Hilde Schramm sich mit ihrer ganzen Pers├Ânlichkeit - oft unter Hintansetzung der eigenen beruflichen und politischen Karriere - mit gro├čem Mut und Engagement f├╝r Demokratie, Toleranz, Aufkl├Ąrung und gegen Ausgrenzung ausgesprochen.
Als Identifikationsfigur und Vorbild f├╝r viele, gerade auch f├╝r junge Menschen, sei sie tief in gesellschaftliche Konflikte eingetaucht und habe sich ihnen stets mutig gestellt.
Die Auszeichnung mit dem Moses-Mendelssohn-Preis sei die richtige W├╝rdigung f├╝r diese engagierte Pers├Ânlichkeit. Die Preistr├Ągerin habe mit ihrem Lebenswerk vielen Menschen Mut gemacht, sich ebenfalls f├╝r Toleranz im Sinne von Moses Mendelssohn zu engagieren.

Die Liste der erfolgreichen Initiativen von Dr. Hilde Schramm ist lang: Erw├Ąhnt werden sollen die Organisation "Kontakte" - Verein f├╝r Kontakte zu L├Ąndern der ehemaligen Sowjetunion und zur Entsch├Ądigung von Opfern des NS-Regimes, ihre Projekte f├╝r die deutsch-polnische Vers├Âhnung, die Stiftung "Zur├╝ckgeben", mit der junge j├╝dische K├╝nstlerinnen gef├Ârdert werden, oder die Gr├╝ndung der Regionalen Arbeitsstellen f├╝r Ausl├Ąnderfragen (RAA) in Brandenburg.

Dr. Hilde Schramm wird das Preisgeld zum gr├Â├čten Teil an ihre Stiftung "Zur├╝ckgeben" weiterleiten, der restliche Teil der Preissumme geht u.a. an den ebenfalls von ihr initiierten Verein Kontakte.

Die Laudatio f├╝r die Jury wird die Studienleiterin der Evangelischen Akademie zu Berlin, Dr. Erika Godel, halten. Das musikalische Rahmenprogramm wird von der Pianistin Elzbieta Sternlicht gestaltet, die durch Hilde Schramms Stiftung "Zur├╝ckgeben" gef├Ârdert wurde.

Weitere Informationen ├╝ber den Moses-Mendelssohn-Preis finden Sie hier:
www.mendelssohn-gesellschaft.de

Mehr ├╝ber Dr. Hilde Schramms Projekte "Kontakte" und Zur├╝ckgeben" unter:
www.aviva-berlin.de
www.kontakte-kontakty.de
www.stiftung-zurueckgeben.de

Women + Work Beitrag vom 05.07.2004 AVIVA-Redaktion 





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