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AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 12.07.2004


Lettre Ulysses Award for the Art of Reportage
AVIVA-Redaktion

Der internationale Literaturpreis will AutorInnen auszeichnen, die sich für grenzüberschreitende und interkulturelle Verständigung mittels des Reportagehandwerks einsetzen.




Zum zweiten Mal wird der Lettre Ulysses Award for the Art of Reportage verliehen. Dieser erste Weltpreis für Reportageliteratur ist mit Preisgeldern von insgesamt 100.000 Euro (50.000 Euro, 30.000 Euro und 20.000 Euro) dotiert.
Der Lettre Ulysses Award ist der einzige in der deutschen Hauptstadt verliehene internationale Literaturpreis. Er wurde von der Kulturzeitung Lettre International in Verbindung mit der Aventis Foundation initiiert. Das Goethe Institut ist Partner des Projekts.

Ende Juni 2004 nominierte die diesjährige Jury in Berlin 16 Texte für die engere Auswahl (eine sog. "longlist"). Die AutorInnen kommen aus den USA, Israel, Portugal, Palästina, China, Japan, Rußland, Großbritannien, Norwegen, Frankreich und Argentinien. Die Texte durften nicht vor dem 1. Januar 2002 erstveröffentlicht worden sein. Anfang September werden sieben FinalistInnen benannt.

Die PreisträgerInnen werden auf einer öffentlichen Preisverleihung am 2. Oktober im Berliner TIPI-Zelt in Anwesenheit der JurorInnen und aller FinalistInnen bekannt gegeben. Zuerkannt werden neben den Geldpreisen auch vom Goethe Institut finanzierte Arbeitsaufenthalte in Berlin.
Ziel ist es, herausragende Reportagetexte in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und ihre AutorInnen finanziell, moralisch und symbolisch zu unterstützen.

Über die Preisträger entscheidet eine Jury international bekannter ReportageautorInnen.
Die vielsprachige Jury konstituiert sich ausschließlich aus SchriftstellerInnen, die im Genre der Reportage zu Hause sind. Die Jurymitglieder 2004 repräsentieren als MuttersprachlerInnen zehn der größten Sprachräume und garantieren somit ein sprachliches Wahrnehmungsfeld größtmöglicher Breite. Sie sollten die wichtigsten Texte in ihren Muttersprachen berücksichtigen, waren jedoch frei, auch Texte aus anderen Sprachen zu nominieren.

Der Lettre Ulysses Award nimmt für sich in Anspruch, zum besseren Verständnis weltweiter gesellschaftlicher Entwicklungen beizutragen. In einer Epoche spannungsreicher Globalisierungsprozesse kommt es darauf an, kulturelle Unterschiede und ungleichzeitige soziale Entwicklungen in ihrer Komplexität ernst zu nehmen, zu erforschen und jenseits von Stereotypen zu beschreiben.
SchriftstellerInnen, die die Neugier und den Mut guter JournalistInnen mit der Kunst des Schreibens verbinden, können zum Verständnis lokaler und globaler Entwicklungen Entscheidendes beitragen.
Insofern fördert der Lettre Ulysses Award die Herausbildung von Weltbewusstsein, Verantwortung und grenzüberschreitender Verständigung.

2003 ging der erste Preis an die Russin Anna Politkovskaja für "Tchétchénie, le déshonneur russe", der zweite Preis an den somalischen Autor Nuruddin Farah für "Yesterday, Tomorrow" - Stimmen aus der somalischen Diaspora - und der dritte Preis an den Chinesen Jiang Hao für "Revealing the Secrets of Poachers".

Die Liste der nominierten AutorInnen sowie der diesjährigen Jurymitglieder finden Sie hier:
www.lettre-ulysses-award.org (auf engl. Sprache)


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Beitrag vom 12.07.2004

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