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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 12.07.2004

Lettre Ulysses Award for the Art of Reportage
AVIVA-Redaktion

Der internationale Literaturpreis will AutorInnen auszeichnen, die sich fĂŒr grenzĂŒberschreitende und interkulturelle VerstĂ€ndigung mittels des Reportagehandwerks einsetzen.



Zum zweiten Mal wird der Lettre Ulysses Award for the Art of Reportage verliehen. Dieser erste Weltpreis fĂŒr Reportageliteratur ist mit Preisgeldern von insgesamt 100.000 Euro (50.000 Euro, 30.000 Euro und 20.000 Euro) dotiert.
Der Lettre Ulysses Award ist der einzige in der deutschen Hauptstadt verliehene internationale Literaturpreis. Er wurde von der Kulturzeitung Lettre International in Verbindung mit der Aventis Foundation initiiert. Das Goethe Institut ist Partner des Projekts.

Ende Juni 2004 nominierte die diesjĂ€hrige Jury in Berlin 16 Texte fĂŒr die engere Auswahl (eine sog. "longlist"). Die AutorInnen kommen aus den USA, Israel, Portugal, PalĂ€stina, China, Japan, Rußland, Großbritannien, Norwegen, Frankreich und Argentinien. Die Texte durften nicht vor dem 1. Januar 2002 erstveröffentlicht worden sein. Anfang September werden sieben FinalistInnen benannt.

Die PreistrÀgerInnen werden auf einer öffentlichen Preisverleihung am 2. Oktober im Berliner TIPI-Zelt in Anwesenheit der JurorInnen und aller FinalistInnen bekannt gegeben. Zuerkannt werden neben den Geldpreisen auch vom Goethe Institut finanzierte Arbeitsaufenthalte in Berlin.
Ziel ist es, herausragende Reportagetexte in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und ihre AutorInnen finanziell, moralisch und symbolisch zu unterstĂŒtzen.

Über die PreistrĂ€ger entscheidet eine Jury international bekannter ReportageautorInnen.
Die vielsprachige Jury konstituiert sich ausschließlich aus SchriftstellerInnen, die im Genre der Reportage zu Hause sind. Die Jurymitglieder 2004 reprĂ€sentieren als MuttersprachlerInnen zehn der grĂ¶ĂŸten SprachrĂ€ume und garantieren somit ein sprachliches Wahrnehmungsfeld grĂ¶ĂŸtmöglicher Breite. Sie sollten die wichtigsten Texte in ihren Muttersprachen berĂŒcksichtigen, waren jedoch frei, auch Texte aus anderen Sprachen zu nominieren.

Der Lettre Ulysses Award nimmt fĂŒr sich in Anspruch, zum besseren VerstĂ€ndnis weltweiter gesellschaftlicher Entwicklungen beizutragen. In einer Epoche spannungsreicher Globalisierungsprozesse kommt es darauf an, kulturelle Unterschiede und ungleichzeitige soziale Entwicklungen in ihrer KomplexitĂ€t ernst zu nehmen, zu erforschen und jenseits von Stereotypen zu beschreiben.
SchriftstellerInnen, die die Neugier und den Mut guter JournalistInnen mit der Kunst des Schreibens verbinden, können zum VerstÀndnis lokaler und globaler Entwicklungen Entscheidendes beitragen.
Insofern fördert der Lettre Ulysses Award die Herausbildung von Weltbewusstsein, Verantwortung und grenzĂŒberschreitender VerstĂ€ndigung.

2003 ging der erste Preis an die Russin Anna Politkovskaja fĂŒr "TchĂ©tchĂ©nie, le dĂ©shonneur russe", der zweite Preis an den somalischen Autor Nuruddin Farah fĂŒr "Yesterday, Tomorrow" - Stimmen aus der somalischen Diaspora - und der dritte Preis an den Chinesen Jiang Hao fĂŒr "Revealing the Secrets of Poachers".

Die Liste der nominierten AutorInnen sowie der diesjÀhrigen Jurymitglieder finden Sie hier:
www.lettre-ulysses-award.org (auf engl. Sprache)

Women + Work Beitrag vom 12.07.2004 AVIVA-Redaktion 





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