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AVIVA-BERLIN.de im August 2022 - Beitrag vom 13.12.2005


Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung fragt nach Gleichstellungsaspekten
Stefanie König

Das bundesweit erste Hochschulranking in Bezug auf Chancengleichheit der Geschlechter weist eine erfolgreiche Bilanz für die Berliner Hochschulen auf. Die FU Berlin belegt den ersten Platz.




Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) hat das bundesweit erste Hochschulranking durchgeführt, das auf gleichstellungs-relevanten Indikatoren beruht. Das Kriterium Gleichstellung blieb in den bekannten deutschen Hochschulrankings bisher weitgehend unberücksichtigt. Nun ist die Möglichkeit gegeben, dass in Zukunft die Erfolge der Hochschulen in Bezug auf das Qualitätskriterium Chancengleichheit in Rankings bewertet werden. Das Ranking beruht auf rein quantitativen Daten aus dem Jahr 2003, und bewertet die Hochschulen jeweils als Ganzes. Für den Vergleich wurden Indikatoren zu den Bereichen Studierende, Professuren, Promotionen, Habilitationen, sowie wissenschaftliches und künstlerisches Personal ausgewählt.
In der Länderwertung wurden auch erstmalig die Veränderungen zwischen 2001 und 2003 berücksichtigt, so dass Fortschritte in der Gleichstellung erfasst werden konnten.

Mögliche Verzerrungen aufgrund einer geschlechterspezifischen Studienfach-
Wahl wurden berücksichtigt, damit Hochschulen mit vorwiegend technisch – naturwissenschaftlichen Studiengängen nicht benachteiligt werden. Bei der Datenanalyse wurden dann alle Indikatoren zu einer Gesamtbewertung zusammengezogen.

Das Ergebnis der Studie ist ein erfreuliches für die Berliner Hochschulen:
In der Gesamtbewertung des Länderrankings bei den Hochschulen
belegt die FU Berlin den ersten Platz.
Bei den künstlerischen Hochschulen ist es die Hochschule für Schauspielkunst in Berlin.
Bei der Anzahl von Promotionen ist wiederum die FU in der Spitzengruppe.
Bei Habilitationen steht die TU Berlin in der Spitzengruppe an zweiter Stelle.

Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl: "Berlin hat in der
Länderauswertung die Spitzenposition erreicht. Vor allem freut mich,
dass die Steigerung des Frauenanteils bei den Professuren signifikant ist.
Ich werte das als Beweis dafür, dass wir in Berlin gemeinsam mit
den Hochschulen und Dank des Engagements der Frauenbeauftragten auf
dem richtigen Weg sind."


In der Interpretation der Ergebnisse macht die Studie darauf aufmerksam,
dass es einen engen Zusammenhang zwischen den guten Ergebnissen in der Bewertung , und einer konsequenten Gleichstellungspolitik in Form der Institutionalisierung von Frauenbeauftragten oder in der Bereitstellung von Frauenförderprogrammen gibt.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter:
www.cews.org


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Beitrag vom 13.12.2005

AVIVA-Redaktion