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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 04.07.2006

Stipendienvergabe - Antragsschluss 30.09.2006
AVIVA-Redaktion

Wie jedes Jahr vergibt die Stiftung Zur├╝ckgeben auch 2007 wieder Stipendien und Projektzusch├╝sse an K├╝nstlerinnen und Wissenschaftlerinnen j├╝discher Herkunft oder j├╝dischen Glaubens.



Die Stiftung ZUR├ťCKGEBEN vergibt 2007 - wie jedes Jahr - Projektzusch├╝sse und in Einzelf├Ąllen Stipendien an K├╝nstlerinnen und Wissenschaftlerinnen j├╝discher Religionszugeh├Ârigkeit und/oder j├╝discher Herkunft, die in Deutschland leben.

Mit der F├Ârderung dieser Frauen m├Âchte die Stiftung ZUR├ťCKGEBEN zur Vielgestaltigkeit j├╝dischen Lebens und j├╝discher Kultur in Deutschland beitragen. Die Gr├╝nderinnen der Stiftung, die aus der Frauenbewegung kommen, w├Ąhlten bewusst Frauen als zu f├Ârdernde Zielgruppe aus. Bis heute haben Frauen immer noch weniger Chancen, in ihrem wissenschaftlichen und k├╝nstlerischen Schaffen gef├Ârdert zu werden.

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung im Jahr 1994 in Berlin. Angeregt wurde sie durch eine Initiativgruppe j├╝discher und nichtj├╝discher Frauen. Diese handelten im Wissen um die Zerst├Ârung von Arbeits- und Existenzm├Âglichkeiten j├╝discher Menschen und aus der Erkenntnis heraus, dass alle in der NS-Zeit zur "Volksgemeinschaft" z├Ąhlenden Deutschen Vorteile aus der Entrechtung, Auspl├╝nderung und Beraubung der Juden und J├╝dinnen gezogen haben. Viele profitierten pers├Ânlich von der "Arisierung" j├╝dischen Besitzes oder zogen Vorteile aus den Berufsverboten und gaben die im NS-Staat verbreiteten und weniger offensichtlichen Vorteilsnahmen an die Nachgeborenen weiter. Anliegen der Stiftung ZUR├ťCKGEBEN war und ist es, die ErbInnen dieser historischen Ereignisse aufzufordern, durch Spenden und Zustiftungen einen Beitrag zu leisten, um j├╝disches Leben in Deutschland zu f├Ârdern.

Nach der Shoa galt Deutschland vielen J├╝dinnen und Juden als "gebranntes Land", in dem man "auf gepackten Koffern" sa├č, weil eine j├╝dische Zukunft "hier" nicht vorstellbar war. Entgegen dieser Haltung war in den 1990er Jahren eine zunehmend selbstbewusste Generation j├╝discher Nachkommen herangewachsen, die mehrheitlich nicht mehr an Ausreise dachte. J├╝disches Leben begann zunehmend ├Âffentlich zu florieren, Bem├╝hungen um ein Ankn├╝pfen an eine fast zerst├Ârte j├╝dische Kultur wurden sichtbar. Inzwischen hat sich eine Vielfalt j├╝dischen Lebens in Deutschland entwickelt. Diese Entwicklung will die Stiftung ZUR├ťCKGEBEN f├Ârdern und unterst├╝tzen.

Im laufenden Jahr 2006 betr├Ągt der F├Ârderumfang 20.000 Euro. Die H├Âhe der F├Ârdersumme in jedem weiteren Jahr ist abh├Ąngig vom aktuellen Spendenaufkommen.

Antr├Ąge auf Projektf├Ârderung f├╝r das Jahr 2007 sind bis zum 30. September 2006 an die Stiftung zu richten. Die Vorlage f├╝r den Antrag und Erl├Ąuterungen zum Antragsverfahren finden Sie unter www.stiftung-zurueckgeben.de.

Die Auswahl trifft eine Jury, der j├╝dische Frauen aus Kultur und Wissenschaft angeh├Âren. Die Bekanntgabe der Jury-Entscheidung erfolgt bis Jahresende 2006.

Die Preistr├Ągerinnen 2006 waren: Die S├Ąngerin Nizza Thobi, die Schauspielerin Ariella Hirshfeld, die Malerin Silvia Dzubas, die Photographin und Herausgeberin des Frauen-Online-Magazins Sharon Adler, die Autorin Katarina Holl├Ąnder, die Musikerin Svitlana Kapitanova, die Bildhauerin und Keramikerin Rahel Kohn, die Filmemacherin Jasmin Mon├ę, die Musikwissenschaftlerin und Regisseurin Irina Romodina und die Kamerafrau Anastasia Vinokourova.
Mehr zu den Preistr├Ągerinnen 2006 auf AVIVA-Berlin.

Zur├╝ckgeben
Stiftung zur F├Ârderung J├╝discher Frauen in Kunst und Wissenschaft

Im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Stra├če 4
10405 Berlin
Fon: 30 / 42 02 26 45
Fax: 30 / 42 02 33 30
eMail: info@stiftung-zurueckgeben.de
Internet: www.stiftung-zurueckgeben.de

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Women + Work Beitrag vom 04.07.2006 AVIVA-Redaktion 





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