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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 12.12.2005

Mit MUT zur St├Ąrke
Anja Kesting

Machen Sie Ihr Kind stark! Sch├╝tzen Sie es vor ├ťbergriffen von Mitsch├╝lerInnen und Erwachsenen. F├Ârdern Sie die Kompetenz und Selbstsicherheit Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes.





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Viele ├äu├čerungen und Berichte von jungen Sch├╝lerInnen zeigen in erschreckender Weise fr├╝he Formen eines Verhaltens, das sich in feindseliger Art und Weise gegen andere wendet. Rempeln, einsch├╝chtern, schikanieren, beschimpfen, l├Ącherlich machen, ausgrenzen, triezen und h├Ąnseln sind nicht selten, sondern scheinen in beunruhigender Weise zum Alltagsverhalten der gesamten Bev├Âlkerung zu geh├Âren. Oftmals eskalieren dieses Verhalten in gewaltt├Ątigen Auseinandersetzungen, nicht nur unter den Sch├╝lerInnen, sondern auch mit Erwachsenen. Damit ihr Kind diese Situationen erfolgreich bew├Ąltigen kann, haben Heike Krowoza und Marco Scattone das Konzept des "Sozialen Kompetenz Trainings (skt-team) entwickelt. Mit der Schulung "Mit MUT zur St├Ąrke!" lernen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, Gefahren vorbeugend zu begegnen und aktiv, selbstsicher und kompetent zu handeln.

AVIVA-Berlin: Was war f├╝r Sie der Beweggrund das "Soziale Kompetenz Training" ins Leben zu rufen?
Heike Krowoza: Im vergangenem Jahr kam uns die Idee f├╝r das "Soziale Kompetenz Training". Der Ausl├Âser war, dass wir immer wieder festgestellt haben, dass Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, nicht wissen, wie sie sich in Gefahrensituationen vorbeugend sch├╝tzen k├Ânnen. Wie sie Konflikte ohne Gewalt l├Âsen und wie sie sich Bedrohungssituationen verhalten sollten.
Marco Scattone: Auf der anderen Seite m├Âchten wir den Eltern ein realistisches Bild der Gefahrenlage vermitteln. Wir m├Âchten Anreize schaffen, aus der erlernten Hilflosigkeit auszubrechen und den Mut zu finden, aktiv etwas zu ver├Ąndern und den Umgang miteinander anders zu gestalten.

AVIVA-Berlin: Der Grundgedanke des skt lautet "Mit MUT zur St├Ąrke!" Was haben sich die LeserInnen darunter vorzustellen?
Heike Krowoza: "Mit MUT zur St├Ąrke!" sind ein Selbstbehauptungskurs und eine Sicherheitsschulung f├╝r Kinder und Jugendliche. Wir wollen den Sch├╝lerInnen Mut machen, St├Ąrken aufzubauen und sich nicht einreden zu lassen, was ihnen widerstrebt und was sie nicht k├Ânnen. Wir vermitteln ihnen in unterschiedlichen ├ťbungen und Situationen, ├╝ber welche F├Ąhigkeiten und Ressourcen sie verf├╝gen. Wir zeigen ihnen, wie sie Probleme aktiv l├Âsen k├Ânnen, um sich erfolgreich zu erleben und sich im Alltag sicher und kompetent zu f├╝hlen.
Marco Scattone: Unser Slogan "Mit MUT zur St├Ąrke!" hei├čt auch, dass wir die Eltern ermutigen, den pers├Ânlichen Schutzraum ihrer Kinder zu f├Ârdern und zu bewahren. Die Kinder lernen in bestimmten Situationen "Nein!" zu sagen, Grenzen zu setzen und sich gegen Grenz├╝berschreitungen durch andere zur Wehr zu setzen, aber eben auch das "Nein" anderer zu akzeptieren.

AVIVA-Berlin: Welche Kenntnisse vermitteln Sie den Kindern in ihren Schulungen und wie k├Ânnen sie es im Alltag anwenden?
Marco Scattone: "Mit MUT zur St├Ąrke!" ist eine pr├Ąventive Schulung. Wir best├Ąrken die Sch├╝lerInnen durch K├Ârpersprache, Gestik und Sprachverhalten eine Grenze zu setzen und so eine Auseinandersetzung von vornherein zu vermeiden. Denn T├Ąter suchen sich Opfer und keine Gegner! Die Kinder lernen anhand von Rollenspielen, wie sie Gefahren fr├╝hzeitig erkennen und was sie dann tun k├Ânnen. Zum Beispiel, wenn sie das Gef├╝hl haben, verfolgt zu werden, m├╝ssen sie aktiv handeln. Sie k├Ânnen z.B. die Strassenseite wechseln oder in Richtung "L├Ąrm, Licht, Leute!" laufen, um jemanden anzusprechen und sich Hilfe zu holen. Oder sie lernen, strikt "Nein" zu sagen, wenn sie von einem bekannten Erwachsenen angesprochen werden, mal schnell mitzukommen. Unser Konzept vermittelt grunds├Ątzliche Sicherheitsregeln. Das hei├čt die Kinder lernen, die Augen offen zu halten und auf Ihr Gef├╝hl zu h├Âren, und dann eine Entscheidung zu treffen und sie hundertprozentig umzusetzen.
Heike Krowoza: Wir zeigen den Sch├╝lerInnen, mit welchen M├Âglichkeiten sie sich wehren k├Ânnen, falls es zu einer Auseinandersetzung kommt. Zum Beispiel Distanz halten durch energische Sprache und sicheres Stehen, sowie Befreiungstechniken aus der Selbstverteidigung, einschlie├člich gezielter Tritte. Die Sch├╝lerInnen lernen, wie sie sich bei einem Raub zu verhalten haben, wie sie Hilfe holen, oder wo sie bei einem anhaltenden Auto zu stehen haben. In Rollenspielen und spielp├Ądagogischen Einheiten bringen wir ihnen bei, was sie gegen Mobbing und Unterdr├╝ckung unternehmen k├Ânnen und an wen sie sich wenden m├╝ssen, um den Teufelskreis der Ausgrenzung zu durchbrechen. Unsere Einheiten sind so aufgebaut, dass die TeilnehmerInnen diese jederzeit im Alltag anwenden oder auch mit Freunden oder der Familie erproben k├Ânnen. Am Ende der Schulung bekommen die Sch├╝ler neben einer Teilnahmeurkunde ein Merkblatt, in dem sie jederzeit die erlernten Sicherheitstipps nachlesen k├Ânnen.

AVIVA-Berlin: Wieso trennen Sie die M├Ądchen und Jungen?
Heike Krowoza: M├Ądchen sind einfach anderen Gefahrensituationen ausgesetzt als Jungen. Jungs sind besonders durch K├Ârperverletzung, Raub und Straftaten gegen die pers├Ânliche Freiheit gef├Ąhrdet, M├Ądchen dagegen in erh├Âhten Ma├če durch Sexualdelikte.
Marco Scattone: Auf der anderen Seite m├Âchten wir, jede Gruppe einen gesch├╝tzten Raum bieten, um die unterschiedlichen Bed├╝rfnisse und Probleme ansprechen zu k├Ânnen.

AVIVA-Berlin: Woher nehmen Sie ihre Kenntnisse ├╝ber welche beruflichen Erfahrungen verf├╝gen Sie?
Marco Scattone: Wir arbeiten seit ├╝ber 10 Jahren in unterschiedlichen Bereichen der sozialen Arbeit, sei es als Jugend- und Familienberater im Jugendamt, in erlebnisp├Ądagogischen Einrichtungen, bei Bildungstr├Ągern in station├Ąren Einrichtungen, oder eben als Sicherheitstrainer f├╝r Sch├╝lerInnen. Zur Zeit arbeiten wir als Familien- und Einzelfallhelfer auch mit gewaltbereiten Jugendlichen und entwickeln mit ihnen immer wieder konkreten Handlungsalternativen.

AVIVA-Berlin: Sie sind ja beide in der Sozialarbeit t├Ątig, haben tagt├Ąglich mit Kinder und Jugendlichen Kontakt. Woran glauben Sie liegt es, das die Gewaltbereitschaft unter den jungen Menschen gestiegen ist?
Heike Krowoza: Die Gewaltbereitschaft hat sich nicht auff├Ąllig erh├Âht, sondern eher verlagert. Aber die verbale Gewalt, sowie die Androhung von Gewalt, ist gestiegen.
Marco Scattone: Eine nicht sehr leicht zu beantwortende Frage. Wir sehen hier verschiedene Gr├╝nde. Aggressives Handeln, Gewalt, wird in der Familie erlernt. Wenn man sich nur anschaut, was f├╝r Erwartungen an unsere Kinder und Jugendliche gestellt werden, welche k├╝nstlichen Bed├╝rfnisse geschaffen werden! Wenn ein Jugendlicher den Fernseher anschaltet, sieht er doch meist Vorbilder, die durch Drogen, Gangstertum zu Reichtum gelangt sind. Nat├╝rlich neigen Kinder dazu sich mit diesen vermeintlichen "Helden" zu identifizieren.

AVIVA-Berlin: Was k├Ânnen Eltern vorbeugend tun, damit ihr Kind nicht zum Opfer oder T├Ąter wird?
Heike Krowoza: Kinder und Jugendliche werden nicht als T├Ąter oder Opfer geboren. Eltern sollten ihre Kinder f├Ârdern, sie motivieren, ihnen oft Gelegenheit geben ihre F├Ąhigkeiten selbstst├Ąndig zu erproben und eine offene Atmosph├Ąre schaffen. Sie sollten mit ihren den Kindern sprechen, ihre Erlebnisse und ├ängste ernst nehmen. Wichtig ist es auch, das Eltern ihren Kindern vertrauen! Kinder denken sich ihre Opfererfahrungen nicht aus, sondern erleben sie.

AVIVA-Berlin: Wo bieten Sie Ihre Schulungen an und wie k├Ânnen sie interessierte Eltern erreichen?
Heike Krowoza: Wir bieten unsere Schulungen in den Schulen und in Jugendeinrichtungen in Berlin und Umgebung an. Die Schulungen kommen durch Elterninitiative zustande. Bei Interesse bieten wir eine kostenlose und unverbindliche Informationsveranstaltung in einer Schule an, in der wir konkret unsere Kursinhalte und Methoden vorstellen. Wir sind ├╝ber ├╝ber die Rufnummer 030/812 96 157 oder die eMail-Adresse: info@skt-team.de zu ereichen.
Marco Scattone: Wir bieten unsere 8-st├╝ndige Schulung an vier Tagen zu je zwei Stunden an, die Gruppenst├Ąrke wird maximal 15 Sch├╝lerInnen nicht ├╝berschreiten und 42 Euro /pro TeilnehmerIn kosten. Geschwisterkinder zahlen 8 Euro weniger.

Women + Work Beitrag vom 12.12.2005 AVIVA-Redaktion 





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