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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 26.01.2006

Stress, Burnout und seelische Erkrankungen im Berufsleben
Anne-Ev Ustorf

Die Autorin zeigt in ihrem Leitfaden f├╝r ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen M├Âglichkeiten f├╝r den Umgang mit psychischen Problemen am Arbeitsplatz. N├╝tzliche Tipps und Hinweise erleichtern..





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das Gesund werden und -bleiben.

Dieser Leitfaden informiert umfassend interessierte ArbeitgeberInnen dar├╝ber, wie es gelingen kann, die Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz zu reduzieren, so dass f├╝r die psychische Gesundheit der MitarbeiterInnen Sorge getragen werden kann. Au├čerdem erhalten ArbeitgeberInnen Tipps im Umgang mit seelisch erkrankten MitarbeiterInnen.

Zum anderen richtet sich dieser Leitfaden an ArbeitnehmerInnen und gibt hilfreiche Hinweise darauf, wie sie mit ihrer Erkrankung am Arbeitsplatz umgehen k├Ânnen und welche M├Âglichkeiten sie haben, ihren Arbeitsalltag ihrem Befinden entsprechend umzugestalten.

Arbeitsbedingter Stress spielt bei der Entstehung psychischer Krankheiten eine gro├če Rolle. Dennoch werden psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt f├Ąlschlicherweise noch immer oft als Vorwand f├╝r "Blaumacherei" betrachtet.

Fakt ist: Eine diagnostizierte psychische Erkrankung bedeutet in der Regel eine schwere Beeintr├Ąchtigung f├╝r den Erkrankten und ist immer ernst zu nehmen. Je fr├╝her eine psychische Krankheit erkannt wird, um so besser kann sie aber behandelt werden.

Doch nicht nur aus Kostengr├╝nden sollten sich ArbeitgeberInnen Gedanken ├╝ber die seelische Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen machen. Zu den Grundpflichten der ArbeitgeberIn geh├Ârt laut Paragraph 3 des Arbeitsschutzgesetztes die Erhaltung und Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Besch├Ąftigten bei der Arbeit.

Die Tendenz geht dahin, den Menschen dem Arbeitsplatz anzupassen und nicht umgekehrt. Doch der Mensch braucht ein gewisses Ma├č an Selbstbestimmung ├╝ber seine Arbeitsbedingungen, um den Job optimal ausf├╝llen zu k├Ânnen und sich dabei wohl zu f├╝hlen.

Kennen Sie folgende Erscheinungen?

  • Leistungsm├Ąngel?

  • Nichteinhaltung von Terminen?

  • Beschwerden von MitarbeiterInnen?

  • Konflikte zwischen MitarbeiterInnen und Vorgesetzten?

  • Zunahme von Fehlzeiten, Fluktuation, Fr├╝hverrentungen sowie Suchtf├Ąlle?


  • Wenn diese Punkte auch auf ihre KollegInnen zutreffen, sollten Sie ├╝berlegen, wie sich in Ihrem Betrieb Arbeitsgestaltung und Betriebsklima verbessern lie├čen. Denn dies sind erste Anzeichen f├╝r seelische Probleme wie Stress, Burnout oder Depressionen der ArbeitnehmerInnen.

    Generell gilt: Menschengerechte, belastungsoptimale Arbeit ist gekennzeichnet durch Transparenz, Mitspracherecht, Abwechslung, Qualifizierungsangebote und Aufstiegsm├Âglichkeiten.

    In den meisten F├Ąllen werden Sie als ArbeitgeberIn erst ├╝ber eine ├Ąrztliche Krankschreibung herausfinden, dass Ihr/e MitarbeiterIn seelisch erkrankt ist. Geht es Ihrer/m KollegIn nicht allzu schlecht, w├Ąre es eine gute Idee, ihn/sie zuhause anzurufen. Fragen Sie, wie es ihm/ihr geht und teilen Sie ihm/ihr mit, dass Sie sich Sorgen machen. Wichtig ist, dass Sie keinerlei Druck aus├╝ben, schnell wieder gesund zu werden - m├Âglicherweise hat Ihr/e KollegIn ohnehin schon Schuldgef├╝hle, weil er/sie vor├╝bergehend arbeitsunf├Ąhig ist. Vermitteln Sie stattdessen, dass es ausreichend Zeit gibt, um wieder zu vollst├Ąndig zu gesunden.

    Seit der Erneuerung des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) am 1. Mai 2004 haben ArbeitgeberInnen ├╝berdies die arbeitsrechtliche Pflicht, ein betriebliches Eingliederungsmanagement zur Vermeidung der Entlassung von erkrankten MitarbeiterInnen einzuf├╝hren. Die neue Pr├Ąventionsvorschrift verpflichtet alle ArbeitgeberInnen zum Eingliederungsmanagement, sobald ein/e ArbeitnehmerIn l├Ąnger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunf├Ąhig ist innerhalb eines Jahres - unabh├Ąngig von der Betriebsgr├Â├če.

    Wenn Sie als ArbeitsnehmerIn das Gef├╝hl haben, dass Ihr Job Sie "krank" macht, sollten Sie ├╝berlegen, was Sie tun k├Ânnen, um Ihr Arbeitsumfeld zu verbessern. W├╝rde ein Gespr├Ąch mit der Chefin/dem Chef helfen? Gibt es eine M├Âglichkeit, um Stress abzubauen, Ihren Arbeitsplatz interessanter zu gestalten
    oder Gleitzeit einzuf├╝hren, um flexibler auf arbeitsintensive Phasen reagieren zu k├Ânnen? M├Âglicherweise k├Ânnte auch ein Gespr├Ąch mit dem Betriebsrat weiterhelfen.

    Generell gilt aber: Es kann viel getan werden, um das Risiko seelischer Erkrankungen im Job gering zu halten. Und sei es nur durch gr├Â├čere MitarbeiterInnenbeteiligung bei Entscheidungsprozessen oder ein wertsch├Ątzenderes F├╝hrungsverhalten.

    Zur Autorin:
    Anne-Ev Ustorf,
    Jahrgang 1974, ist Journalistin und Kunsthistorikerin.
    Sie schreibt f├╝r verschiedene Zeitungen und Zeitschriften ├╝ber gesellschaftliche und kulturelle Themen.

    AVIVA-Tipp: Der Leitfaden bietet n├╝tzliche Hilfestellungen zum Umgang mit seelischen Erkrankungen in der Arbeitswelt. Sowohl ArbeitgeberInnen als auch ArbeitnehmerInnen k├Ânnen damit eine bessere Zusammenarbeit erreichen und vermeiden, dass seelische Leiden ├╝berhaupt entstehen.

    Wollen Sie noch mehr wissen ├╝ber den Umgang mit seelischen Erkrankungen am Arbeitsplatz? Brauchen Sie Tipps und Hilfestellungen zur Herstellung angenehmerer Arbeitsbedingungen? Oder wollen Sie wissen, wie man mit erkrankten KollegInnen umgehen sollte? Dann sollten Sie das komplette E-Doc
    "Stress, Burnout und weitere seelische Erkrankungen im Berufsleben - Ein Leitfaden f├╝r Arbeitgeber und Arbeitnehmer" lesen. Es kostet als Download19,80 Euro zzgl. 16% MwSt oder als Druckexemplar 27,80 Euro zzgl. 7% MwSt.

    Stress, Burnout und weitere seelische Erkrankungen im Berufsleben
    - Ein Leitfaden f├╝r Arbeitgeber und Arbeitnehmer

    Anne-Ev Ustorf
    Verlag Dash├Âfer 2006
    Als Download 19,80 Euro zzgl. 16% MwSt oder als Druckexemplar 27,80 Euro zzgl. 7% MwSt.

    Mehr Informationen und die Bestellm├Âglichkeit unter:
    www.dashoefer.de

    Women + Work Beitrag vom 26.01.2006 AVIVA-Redaktion 





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