WomenPower 2006 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Die Pariserin ÔÇô Auftrag Baskenland Finanzkontor_Banner Weiberwirtschaft
AVIVA-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 15.05.2006

WomenPower 2006
Yvonne de Andres

Der Fachkongress diskutierte am 28.04.2006 in Hannover ├╝ber Chancengleichheit, Erfolgsstrategien und Karriereperspektiven f├╝r Frauen.



Zum dritten Mal fand im Rahmen der Hannover Messe der Fachkongress WomenPower statt. Die Tagung stand unter dem Motto "Neue Arbeitsformen f├╝r die Zukunft". ├ťber 550 Teilnehmerinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verb├Ąnden waren nach Hannover gekommen. WomenPower war auch in diesem Jahr eine Veranstaltung, die den Teilnehmerlnnen Impulse und Denkanst├Â├če f├╝r die Frau im Beruf, ihrer Freizeit und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie lieferte.
Besonders zwei Vortr├Ąge verdienen es hervorgehoben zu werden. Der Vortrag von Prof. Dr. Stefan Seil "Von der Problemgruppe zum Megatrend - Frauen in der zuk├╝nftigen Arbeitsgesellschaft" von der FH Koblenz vermittelte einen interessanten Blick auf die demografische Entwicklung und deren Auswirkung auf die Arbeitsgesellschaft.

Heute gibt es in Deutschland hervorragend ausgebildete Generation junger Frauen, die nach Erfolg im Beruf streben. In der Altergruppe der unter 30-J├Ąhrigen sind sie mit 43 Prozent fast genau so stark in F├╝hrungspositionen vertreten wie M├Ąnner. Mit Beginn der Familiengr├╝ndungsphase sinkt ihr Anteil jedoch kontinuierlich auf nur noch knapp ├╝ber 20 Prozent In Deutschland gibt es viele Faktoren f├╝r dies Defizit: ├ťberkommene Rollenvorstellungen, der Mangel an Vorbildern, innere Barrieren bei den Frauen selbst sowie die Probleme der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Karriereknick Kinder ist bei uns besonders stark. V├Âllig unzureichende Kinderkrippen, sowie Angebote der ├Âffentlichen Kinderbetreuung erschweren es den Frauen, schnell wieder berufst├Ątig zu werden. Dies sieht bei unseren Nachbarinnen in Frankreich ganz anders aus. Auch beteiligen sich bei uns die M├Ąnner nicht wie in Skandinavien an der Elternzeit. Die Frauen werden hier mit der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern allein gelassen und m├╝ssen dies meist privat und sehr schwer regeln. Dies sind Gr├╝nde, warum sich in Deutschland viele Frauen entweder f├╝r Kinder oder f├╝r Karriere entscheiden.

Sehr interessant war auch das Impulsreferat von Gabriele Hantschel (Engagement Manager Microsoft Deutschland) zum Thema: "best practice/ lessons learned". Sie hob hervor:

  • In Zukunft wird es zwei Typen von Unternehmen geben - diejenigen die Frauen unterst├╝tzen und diejenigen, die es nicht tun.

  • Nur wenn die F├╝hrungsetagen eines Unternehmens Gender Diversity f├Ârdern, wird sie sich im Unternehmen auch durchsetzen.

  • Die F├Ârderung von karriereorienterten Frauen muss bewusst in die Unternehmensstrategie aufgenommen werden.

  • Klassische Instrumente der F├Ârderung karriereorientierter Frauen sind: Netzwerkbildung, Coaching-Programme, Mentoring und frauenspezifische F├╝hrungstrainings.

  • Da es zu viel kostet Frauen nach der Schwangerschaft zu verlieren, sollten Unternehmen auch an ein Business Gase Gender Diversity denken, Programme zu Reintegration von Frauen nach Geburt und Schwangerschaft.

  • Um ihre eigene Unternehmenskultur zu f├Ârdern, sollten Unternehmen einen regelm├Ą├čigen Austausch mit anderen Unternehmen suchen.


  • Die Referentin forderte dar├╝ber hinaus verl├Ąssliche staatliche Rahmenbedingungen. Als besonders wichtig erachtete sie: (1) Kinderg├Ąrten/krippen, (2) Ganztagsschulen, (3) steuerlicher Abzugsf├Ąhigkeit von Kinderbetreuungsaufgaben, (4) Elternzeit, (5) Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie, (6) staatliche Unterst├╝tzung von Projekten, die eine Gleichstellung von Frauen und M├Ąnnern f├Ârdern (z. B: Total Equality, www.genderdax.de).
    An dem Vortrag war klar zu erkennen, dass Unternehmen mit einem angels├Ąchsischen Hintergrund die Lektion Diversity schon besser gelernt haben als deutsche Unternehmen.

    Neben diesen beiden Vortr├Ągen gab es auch noch einige andere interessante Beitr├Ąge. Angela Josephs-Olesch (Leiterin der PR-und ├ľA-Abteilung bei PHOENIX CONTACT), beschrieb, wie sich aus einer Unternehmenskultur und flexiblen Arbeitsstrukturen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zulassen, auch und vor allem wirtschaftliche Vorteile f├╝r Unternehmen ergeben. Die Landesbisch├Âfin Dr. Margot K├Ą├čmann hielt eine schwungvoll bilderreiche Rede ├╝ber "Weibsbilder heute" in der sie beschrieb, wie "Weibs-Bilder" ├╝ber Jahrtausende entstanden und welche neuen Bilder und Vorstellungen von Frauen heute bestehen und entstehen sollen. Sabine Asgodom ging in der Podiumsdiskussion der Frage nach, wie sich "Work hard vs. Work-Life-Balance" miteinander in Einklang bringen lassen. An die Vortr├Ąge schloss sich ein umfangreiches Workshop-Programm an. Das abschlie├čende get-together r├Ąumte die M├Âglichkeit f├╝r Austausch und weitere Gespr├Ąche ein.

    WomanPower ist ein interessantes Forum und hat sich in kurzer Zeit zu einer wichtigen Diskussionsplattform etabliert. Klar wurde, dass der kulturelle Wandel in Unternehmen immer Chefinnensache ist, ein Top-Down Prozess, der von staatlichen Rahmenbedingungen mitflankiert werden muss. M├╝tter in F├╝hrungspositionen sind ein Gewinn f├╝r Unternehmen. Die Ergebnisse umfangreicher deutscher Studien ├╝ber Frauen mit Kindern in F├╝hrungsverantwortung belegen, dass M├╝tter in F├╝hrungspositionen hoch engagierte und motivierte F├╝hrungskr├Ąfte sind. Auf das Thema und die Referentinnen von WomanPower 2007 (20. April 2007) darf frau bereits gespannt sein.

    Weitere Infos: www.hannovermesse.de/womenpower

    Women + Work Beitrag vom 15.05.2006 Yvonne de Andr├ęs 





      © AVIVA-Berlin 2018 
    zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken