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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 28.12.2006


Antje Kunstmann ist Verlegerin des Jahres 2006
Jana Muschick

Die Verlegerin wurde von der Zeitschrift BuchMarkt ausgezeichnet. Durch ihre engagierte Führung gelang es ihr, den Kunstmann-Verlag bis heute durch die unsichere Verlagslandschaft zu leiten.




Seit 1994 zeichnet die Zeitschrift BuchMarkt, das Ideenmagazin für den Buchhandel, im Dezember den oder die VerlegerIn des Jahres aus. Die Wahl erfolgt nach einer intensiven Beratung mit den bisherigen TitelträgerInnen. In den vergangenen drei Jahren hat es keine Frau an die Spitze der ausgezeichneten VerlegerInnen geschafft. 2002 war es Monika Thaler vom Verlag Frederking & Thaler, welche die begehrte Auszeichnung erhielt.

Die Münchner Lektorin und Verlagschefin Antje Kunstmann ist die "Verlegerin des Jahres" 2006. Sie ist der lesenden Leidenschaft seit dreißig Jahren treu geblieben und hat diese mit einer unbeugsamen Loyalität gegenüber dem Fach bewahrt. In ihrem Verlag Kunstmann arbeitet sie traditionell und ohne große Risiken - Kunstmann stürzt sich nicht in gewagte Projekte. Antje Kunstmann führte ihr Unternehmen sicher durch konjunkturschwache Zeiten, überlegtes Handeln und langjährige Erfahrung ließen sie zur Verlegerin des Jahres werden.

Während ihres Studiums arbeitete Antje Kunstmann in dem kleinen Münchner Pädagogikverlag Raith. Schon mit 22 Jahren wurde sie zur Herausgeberin der Buchreihe "Materialien zur Frauenemanzipation". Nach einer Blütezeit für linke Verlage geriet die Branche kritischer Literatur im Kleinen ins Wanken. Etablierte Verlage, wie zum Beispiel der S. Fischer und Rowohlt, richteten sich nach den Themen der StudentInnenbewegung und neigten sich umstürzlerischem Schrifttum zu. Gegen eine Konkurrenz aus diesen Reihen konnten sich die kleineren Verlage kaum wehren. Auch das Verlagshaus Raith, in dem Antje Kunstmann arbeitete, meldete Insolvenz an - ihr Job war damit passé.

Zusammen mit Peter Weismann konnte Antje Kunstmann aus der Konkursmasse die Bücher kaufen, die sie bei Raith betreut hatte. Beide gründeten 1976 zwei neue Verlage: zum einen den auf Jugendbücher spezialisierten Weismann Verlag und zum anderen den Frauenbuchverlag.

Die Idealvorstellung "anders zu leben und zu arbeiten" blieb das Leitmotiv des Verlages - Büro und Wohnung waren eins, die Programme standen unter dem kreativen Motto: "Bücher für Mehrheiten, die wie Minderheiten behandelt werden."

Im Jahr 1990 schied Peter Weismann aus und seine Geschäftspartnerin Antje Kunstmann legte die beiden Verlage zusammen. Sie wollte beide Häuser unter ihrem Vorsatz vom "Verlags-Leben" zusammen führen und gab ihnen symbolisch ihren eigenen Namen zum Titel: Kunstmann war gegründet.

Antje Kunstmann selbst sagt: "Wer schnell viel Geld verdienen will, sollte sich nicht mit Büchern aufhalten. Wer dagegen Lust am Denken, Unterhalten, Gestalten hat und wer glaubt, dass Geschichten die Gesellschaft zusammenhalten, der ist in dieser Branche genau richtig."

AVIVA-Berlin gratuliert der erfolgreichen Verlegerin zu ihrer Auszeichnung, die sie durch ihr Engagement und die Liebe zum Fach zu Recht verdient hat. Der Verlag Kunstmann sollte mit seinem guten Programm und den vielen wichtigen und schönen Büchern auch weiterhin ein wichtiger Teil der Verlagslandschaft bleiben.

Weitere Informationen zum Antje Kunstmann Verlag erhalten Sie unter:
www.kunstmann.de


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Beitrag vom 28.12.2006

AVIVA-Redaktion 






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