BPW Germany begrüßt Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit. Deutscher Frauenrat sieht Gerechtigkeitslücken - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work Infos



AVIVA-BERLIN.de im September 2020 - Beitrag vom 11.01.2017


BPW Germany begrüßt Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit. Deutscher Frauenrat sieht Gerechtigkeitslücken
AVIVA-Redaktion

Lohngerechtigkeit - ein Dauerstreitthema. Sind wir nun einen Schritt weiter hin zur Entgelttransparenz und Lohngerechtigkeit? Statements von Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany, sowie von Henrike von Platen, FairPlay ist FairPay!




Wo liegt der Erfolg, wo die Lücken?

Entgelttransparenz: ein Anfang mit Gerechtigkeitslücken

Das Bundeskabinett hat sich am 11.01.2017 in Berlin auf einen Entwurf für ein Gesetz zur Förderung von Transparenz von Entgeltstrukturen geeinigt. Dazu stellt die Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Mona Küppers fest:

"Wir begrüßen, dass die Bundesregierung Entgelttransparenz per Gesetz herstellen will. Damit tritt sie entschiedener als bisher für Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern ein. Das ist angesichts des Gender Pay Gaps, der in Deutschland hartnäckig bei über 20 Prozent liegt, grundsätzlich positiv. Im nun verabschiedeten Entwurf sehen wir aber Gerechtigkeitslücken, die unbedingt geschlossen werden müssen. So bietet er etwa ArbeitgeberInnen die Möglichkeit, Entgeltungleichheit im Unternehmen mit arbeitsmarkt-, leistungs- und arbeitsergebnisbezogenen Kriterien zu rechtfertigen".

Der Deutsche Frauenrat hatte zuletzt in seiner Stellungnahme am 11. November 2016 zum damals vorliegenden Entwurf davor gewarnt, Entgeltgerechtigkeit mächtigen Wirtschaftsinteressen zu opfern.

"Über Geld spricht man. Punkt!" Henrike von Platen, Fairpayistin und Initiatorin der Online-Petition / Berliner Erklärung für Gleichheit auf dem Gehaltszettel / #FairPay365:

Das heute im Kabinett als Entwurf beschlossene Lohngerechtigkeits-Gesetz ist ein Meilenstein auf dem Siegeszug zum FairPay!
Nach einem Jahr mühevoller Diskussionen ist mit dem Gesetz in dreifacher Hinsicht ein echter Durchbruch gelungen:

1. Das Gesetz schafft echte Transparenz in der Gehaltsstruktur großer und mittlerer Unternehmen. Millionen Beschäftigte können jetzt ganz konkret und individuell ermitteln, ob sie fair bezahlt werden.
2. Das Gesetz schafft einen soliden Rahmen, um gegen Lohn-Ungerechtigkeit vorzugehen. Frauen wie beispielsweise die ZDF-Reporterin Birte Meier müssen sich nicht mehr von Richtern anhören, Gehalt sei nun mal Verhandlungssache und Verschiedenheit gehöre dazu. Dreiste Lohn-Diskriminierungen sind keine Verhandlungssache mehr, sondern eine unfaire Praxis, die nun ein Ende nehmen wird.
3. Das Gesetz ist ein wichtiges Symbol. Wer die 21% Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen mit Alibi-Argumenten oder statistischen Tricks kleinzureden versucht, wird nun von einer sachorientierten Politik zur Vernunft gerufen. Eine selbstbewusste demokratische Gesellschaft braucht eine Wirtschaft, die auf Fairness basiert. FairPay ist ein Bürgerrecht.
Ihnen möchte ich ganz persönlich für Ihre Unterstützung der FairPay-Petition danken. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, das Gesetz ist nur ein Schritt von Vielen, die ich mit Ihnen noch gehen möchte und werde. Lassen Sie uns heute Abend virtuell gemeinsam eine Flasche Sekt öffnen. Wir stoßen darauf an, dass wir 2020 den Equal Pay Day endlich an Silvester feiern können!
Ab heute werden immer mehr mutige Frauen den Lohnungerechtigkeiten beherzt entgegentreten. Und sie haben dafür ein kühl-rationales Instrument an die Hand bekommen. Der 10. Equal Pay Day dieses Jahr wird der letzte sein, der in den März fällt!

BPW Germany begrüßt Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit

Faire Löhne bringen Vorteile für Frauen und Männer sowie für Gesellschaft und Wirtschaft. Der vom Bundeskabinett heute beschlossene Entwurf für ein Gesetz zur Förderung von Transparenz von Entgeltstrukturen, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingebracht wurde, ist ein wichtiger Schritt Richtung Lohngerechtigkeit.

Der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. begrüßt das Gesetz für mehr Lohngleichheit als geeigneten Schritt, den Gender Pay Gap von 21 Prozent zu verringern. Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten müssen in Zukunft ihren Arbeitnehmenden auf Nachfrage erklären, nach welchen Kriterien sie bezahlt werden. Außerdem werden Unternehmen aufgefordert, ihre Lohnstrukturen auf mögliche Ungleichbehandlung zu überprüfen. Faire Arbeitsbedingungen – darunter faire Bezahlung – werden ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sein.

Dazu Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany: "Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit wird das Tabu, über Geld zu sprechen, endlich aufbrechen. Kluge Unternehmen werden die Vorteile erkennen und handeln. Lohntransparenz, gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, gleiche Aufstiegschancen für Männer und Frauen werden Auswahlkriterium dafür sein, wo sich fähige Arbeitnehmende bewerben. Lohntransparenz gehört nicht in die Kategorie Frauenpolitik, sondern ist notwendig für die Wirtschaft und den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft".

Weitere Infos unter:

www.bpw-germany.de

www.frauenrat.de

www.djb.de

www.equalpayday.de

FairPlay ist FairPay!

Auf www.fairpay-heute.de finden Sie Statements, die Unterschriftenliste und können das Bündnis auch selbst unterstützen und unterzeichnen

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Online-Petition FairPay - Berliner Erklärung für Gleichheit auf dem Gehaltszettel
Für Lohngerechtigkeit und Entgeltgleichheit an 365 Tagen im Jahr. Unterstützen Sie die Initiatorinnen des FairPay-Bündnisses mit Ihrer Unterschrift. FairPlay ist FairPay! (2016)

Neue Courage! Business and Professional Women (BPW) Germany e. V. 1931-2016. Herausgegeben von Henrike von Platen
Goodbye gender pay gap – Welcome equal pay. Mit neuer Courage und feministischem Blick geht der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. e.V. daran, die Aufgaben der Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit zu steuern. (2016)


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Beitrag vom 11.01.2017

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