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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2019 - Beitrag vom 18.12.2018


Netzwerk Frauen in Neukölln erstreitet den 8. März als neuen gesetzlichen Feiertag für Berlin
AVIVA-Redaktion

Im April 2018 startete das Netzwerk Frauen in Neukölln die Kampagne "8. März als neuer gesetzlicher Feiertag für Berlin". Im Netzwerk organisiert sind über 60 Frauenprojekte, die gemeinsame Veranstaltungen organisieren, sich austauschen und politisch zu Wort melden. Namhafte Frauenverbände und Einzelpersonen unterstützten als Erstunterzeichner*innen ein Offenen Brief an die Berliner Politik. Parallel dazu ...



... wurden von den Neuköllner Frauenprojekten Tausende von Unterschriften auf Postkarten gesammelt, auf denen Berlinerinnen und Berliner ihr Votum für den Internationalen Frauentag als Feiertag bekundeten.



Ab Mitte November beschlossen die drei Koalitionsparteien nach längeren Diskussionsphasen, jeweils ihr Votum für den 8. März, der schon ab 2019 als neuer Feiertag für Berlin eingerichtet werden soll.
Vor der letzten Plenumssitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am 13. Dezember überreichte eine Delegation des Netzwerks den frauenpolitischen Sprecherinnen von SPD, LINKEN und Grünen die Postkarten, um die Abgeordneten bei der ersten Lesung des Antrags zum neuen Feiertag zu unterstützen. Erwartet wird, dass der Antrag in der zweiten Lesung am 24. Januar 2019 beschlossen wird.



"Egal was kommt, das Netzwerk Frauen in Neukölln wird den Internationalen Frauentag 2019 mit einem großen Frauenball feiern.
Es gibt noch viel zu tun und zu erkämpfen, bis Gleichstellung von Frauen* und Männern in die Tat umgesetzt sein wird: Parität bei der Besetzung von Aufsichtsräten, Verwaltungen und der internationalen Politik."
(Claudia Cremer, Sprecherin des Netzwerks Frauen in Neukölln)

Offener Brief - Berliner Feiertag 8. März "Internationaler Frauentag"

Wir fordern den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag des Landes Berlin zu erheben.

Nach der Berliner Verfassung ist das Land verpflichtet, "die Gleichstellung und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens herzustellen und zu sichern". (Artikel 10 Absatz 3)

Der "Internationale Frauentag" symbolisiert die langen Kämpfe um die gesellschaftliche Teilhabe und Gleichstellung der Frauen*. 1910 wurde der "Internationale Frauentag" initiiert, um Durchsetzung des Frauenwahlrechts weltweit zu befördern und zu vernetzen.

Heute fordern Frauen* jedes Jahr am 8. März ein, was noch nicht an Gleichstellung realisiert wurde. Der Feiertag soll deshalb auch eine Mahnung sein, den Verfassungsauftrag umzusetzen und die Gleichstellung vollständig herzustellen und zu sichern.

Der internationale Charakter des 8. März als Feiertag ist einer Stadt angemessen, in der viele verschiedene Nationalitäten zusammenleben. Die Metropole Berlin könnte damit ein Zeichen setzen, dem nicht nur die Bundesrepublik sondern auch andere Staaten folgen.

Mit dem "Internationalen Frauentag" als allgemeinem Feiertag verbindet sich die Botschaft, dass der Abbau von Diskriminierung und die Realisierung von Gleichstellung eine allgemeine gesellschaftliche Aufgabe ist und allen Menschen zu Gute kommt.

Der "Internationale Frauentag" ist ein Feiertag für alle Berliner*innen unabhängig von ihrer Religion und Herkunft. Die UN hat ihn bereits 1977 zum weltweiten Feiertag erhoben. Als offizieller und arbeitsfreier Feiertag würde Berlin diesem Beschluss den nötigen Nachdruck verleihen.

Anfang 1919 durften Frauen* in Deutschland zum ersten Mal zu den Parlamenten wählen und kandidieren.
In der Revolution im November 1918 hatten sie dieses Recht errungen. 100 Jahre danach sollte der Internationale Frauen*-Feier-Tag in Berlin am 8. März 2019 zum ersten Mal begangen werden.

Die Initiative des Netzwerks "Frauen in Neukölln" hat große Unterstützung gefunden.
Einen Offenen Brief an den Präsidenten den Abgeordnetenhauses und den Regierenden Bürgermeister haben unter anderem die Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten der Berliner Bezirke, das Berliner Frauennetzwerk, die Arbeiterwohlfahrt Berlin und der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin unterschrieben.

Dazu Sylvia Edler, Gleichstellungsbeauftragte von Berlin-Neukölln:
"Der Tag setzt ein sichtbares internationales Zeichen für Selbstbestimmung, Chancen-gleichheit, Gleichstellung und Frauenrechte!"

Dazu Birgit Münchow, Fachreferentin der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Berlin e.V.:
"Marie Juchacz, Begründerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Jahr 1919, spielte eine bedeutende Rolle in der deutschen Frauenbewegung. Sie war die erste Frau, die in einem deutschen Parlament sprach und für das allgemeine Wahlrecht der Frauen stritt. Auch 100 Jahre später steht die AWO für diese Werte und unterstützt das Anliegen, den Internationalen Frauentag zum Feiertag in Berlin zu erklären."

Dazu Sabine Wildfeuer, Vorsitzende des djb Landesverband Berlin:
"Ein eigener Feiertag erhöht den Stellenwert, den die Gleichstellung der Geschlechter in der deutschen Gesellschaft hat. Er bietet Anlass, über die Diskriminierungen von Frauen und den langen Kampf für Frauenrechte und die Gleichstellung von Frauen zu informieren. Außerdem war ein internationaler Frauentag schon von Clara Zetkin in den 1920er Jahren vorgeschlagen worden und wurde in der DDR besonders gefeiert. Dieser Feiertag wäre für Berlin mit seiner geteilten Geschichte daher stimmig."

Erstunterzeichner*innen

Verbände/Vereine:

AWO Landesverband Berlin
berliner frauen netzwerk bfn
Berliner Landesverband Deutscher Juristinnenbund e.V. djb
Evas Arche e.V., Ökumenisches Frauenzentrum
FFGZ - Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V.
Frauenbeirat Mitte
FrauenComputerZentrumBerlin e.V.
Frauentouren
FrauSuchtZukunft e.V.
Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Gleichstellungsbeauftragten
Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V.
Netzwerk Frauengesundheit Berlin
Papatya, anonyme Kriseneinrichtung für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund
Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V.
Stadtteilmütter Neukölln

Einzelpersonen:
Sharon Adler, Herausgeberin AVIVA-Berlin
Seyran Ates, Anwältin, Autorin, Menschenrechtsaktivistin
Güner Balci, Autorin und Journalistin
Dr. Katja von der Bey, Vorstand WeiberWirtschaft eG
Shivani Shankari Chakroborty, n-ails Architektinnen-Netzwerk
Sylvia Edler, Gleichstellungsbeauftragte in Neukölln
Dr. Gabriele Kämper, Literaturwissenschaftlerin
Dr. Anja Nordmann, Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat
Gisela Notz, Autorin und Historikerin
Maren Schmitz, hundertK
Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin TERRE DES FEMMES
Sabine Thonke, Gesamtfrauenvertreterin, Berliner Wasserbetriebe, Berlin

Weitere Informationen unter: www.frauen-in-neukoelln.de




Text: Claudia Cremer Sprecherin Netzwerk Frauen in Neukölln
Fotos: Stella Schwendner



Women + Work > Infos Beitrag vom 18.12.2018 AVIVA-Redaktion 





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