Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11.2023 nach dem 7. Oktober 2023. Eilmeldung: Demonstrationszug zum Gedenken an die Gewalttaten gegen Frauen während des Massakers vom 7. Oktober am 25.11.23 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work Infos



AVIVA-BERLIN.de im Februar 2024 - Beitrag vom 23.11.2023


Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11.2023 nach dem 7. Oktober 2023. Eilmeldung: Demonstrationszug zum Gedenken an die Gewalttaten gegen Frauen während des Massakers vom 7. Oktober am 25.11.23
AVIVA-Redaktion

AVIVA-Berlin veröffentlicht seit vielen Jahren die Aktionen rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Wir fragten nach: Sind die Vergewaltigungen israelischer Frauen und Mädchen, die Terrorangriffe der Hamas, in irgendeiner Weise Teil der Kampagnen im Jahr 2023? Oder setzt sich das Schweigen in ein Verschweigen fort? Die Auslese: Ernüchternd. Solidarität und Empathie mit den Opfern sexualisierter Gewalt vom 7. Oktober? Fehlanzeige.




Eilmeldung, 24.11.2023

*Ein Demonstrationszug zum Gedenken an die Gewalttaten gegen Frauen während des Massakers vom 7. Oktober am Samstag, 25.11.23 um 13:00 Uhr* (Berlin, Ort wird noch bekannt gegeben)


Am 7.10.2023 ermordeten die Hamas-Terroristen mehr als 1.200 Frauen, Kinder und Männer.
Die Terroristen vergewaltigten Frauen und Mädchen vor und nach ihrer Ermordung, manchmal vor den Augen ihrer Kinder. Einige Leichen wurden auf entwürdigendste Weise verstümmelt.
Hamas trennte Mütter von ihren Kindern und Kinder von ihren Müttern und entführte sie nach Gaza.

Wir verurteilen das Schweigen der internationalen Frauenorganisationen - insbesondere von UN-WOMEN - angesichts der brutalen Gewalt gegen israelische Frauen und Mädchen.

Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen demonstrieren wir gegen die Gräueltaten der Hamas an Frauen und Mädchen und fordern die Freilassung aller von der Hamas entführten Geiseln auf.

Während der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) bereits am 13.10.2023 in der Pressemitteilung "djb verurteilt Angriff der Hamas auf Israel" ein Statement der Solidarität mit den Terroropfern vom 7. Oktober veröffentlichte, postete TDF auf Nachfrage von AVIVA zwar einen Instagram-Post, in der die Freilassung der Geiseln gefordert wird (www.instagram.com) von anderen Organisationen jedoch kam keine Meldung oder gar Solidaritätsbezeugung. Mit dabei medica mondiale eine "feministische Frauenrechts- und Hilfsorganisation", die sich auf Nachfrage "nicht positioniert, es läge keine Expertise dazu (zum 7. Oktober) vor, und man würde "nicht mit Parteiorganisationen vor Ort zusammenarbeiten". Und "UN Women"? No words.
Die Botschaft: Das Leid der jüdischen Israelinnen gilt: nichts.

Am 7. Oktober 2023 haben Hamas-Terroristen Menschen auf unbeschreiblich barbarische Art getötet. Gefoltert. Frauen und Mädchen vergewaltigt, erniedrigt und gekidnappt. Sie sind bis heute in den Händen dieser Terroristen, die sich selbst dabei gefilmt haben., wie sie diese entsetzlichen, kaum durch Worte zu beschreibenden Taten durchgeführt haben.

Wo bleibt der #Aufschrei der Frauen*initiativen? Wo?

Wir haben uns dennoch dazu entschieden, die Aktionen und Pressemeldungen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11.2023 wie bereits in den vergangenen Jahren auf AVIVA-Berlin zu sichten und zu veröffentlichen. Dennoch. Rape is Rape. Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Verbrechen. Und fragen in diesem Jahr: Passt das Leid der Israelinnen nicht in die Narrative? Organisationen, die dies verschweigen und nicht öffentlich verurteilen, sind aus unserer Sicht keine ernstzunehmende Anlaufstelle mehr, wenn es um Gewalt gegen Frauen gehen soll. Nicht akzeptabel. In diesem Kontext sollten auch die nachfolgenden Formulierungen genau betrachtet werden.

Kundgebung am 24.11. in Berlin // Weitere Aktionen bundesweit

Zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" fordert TERRE DES FEMMES die konsequente Verurteilung von sexualisierter Gewalt
Pressemitteilung, Berlin, den 23. November 2023)

Zum 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wird weltweit für die Rechte von Frauen und gegen geschlechtsspezifische Gewalt protestiert. Seit mehr als 20 Jahren nimmt TERRE DES FEMMES diesen Tag zum Anlass, um mit der Fahnenaktion "frei leben ohne Gewalt" gewaltbetroffenen Frauen eine Stimme zu geben.

2023 stellt TERRE DES FEMMES das Thema Sexualisierte Gewalt in den Fokus, unter dem Slogan: #StellDichNichtSoAn – Steh auf gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen. Ob Übergriffe an der Uni, sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz oder am Filmset, K.O.-Tropfen im Club oder Vergewaltigung in der Partnerschaft: Jede dritte Frau in Deutschland erfährt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt, unabhängig von sozialer Schicht und Altersgruppe. Dennoch werden nur 15 Prozent aller Vergewaltigungen angezeigt und in nur 7,5 Prozent der angezeigten Fälle erfolgt eine Verurteilung, auch weil Betroffenen wenig Glauben geschenkt wird oder sexualisierte Übergriffe verharmlost werden.

"Sexualisierte Gewalt muss konsequent verurteilt werden. Nicht nur von Gerichten, sondern auch von der Gesellschaft", so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. "Besonders heute, am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, fordern wir eine Welt, in der die Betroffenen von sexualisierter Gewalt Solidarität erfahren und nicht die Täter: Weg von dem ´stell dich nicht so an‘ hin zu einem ‚Steh auf gegen sexualisierte Gewalt!´"

TERRE DES FEMMES fordert deshalb:
"Ja heißt Ja" im deutschen Sexualstrafrecht zu verankern
Verpflichtende Fortbildungen und Schulungen für Polizei, Richterschaft und Staatsanwaltschaft
Vertrauliche Spurensicherung und medizinische Versorgung bundesweit
Kostenlose, professionelle, interkulturelle, psychosoziale Prozessbegleitung für den gesamten Verlauf des Strafverfahrens für Betroffene
Umfassende Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, beginnend bereits in der Grundschule
Alle Forderungen von TDF zum Thema: frauenrechte.de

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb): "Schutz vor geschlechtsbezogener Gewalt umfassend denken – auch im Familienrecht müssen Frauen effektiv geschützt werden"

Den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November nimmt der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) zum Anlass, um neben den strafrechtlichen Aspekten des Gewaltschutzes auf die familienrechtlichen Konsequenzen von Partnergewalt aufmerksam zu machen. Häusliche Gewalt muss in sorge- und umgangsrechtlichen Verfahren zwingend berücksichtigt werden. "Die Istanbul-Konvention gibt uns in Art. 31 vor, was zu tun ist. Kinder und gewaltbetroffene Elternteile dürfen nicht länger durch familiengerichtliche Verfahren und Entscheidungen gefährdet werden", sagt Ursula Matthiessen-Kreuder, Präsidentin des djb.

Vorfälle von Gewalt in Beziehungen können nach einer Trennung auf eine latente oder ganz konkrete Gefahr für den gewaltbetroffenen Elternteil hindeuten, insbesondere dann, wenn Umgangskontakte strategisch zur weiteren Gewaltausübung genutzt werden. Ein weiteres Problem ist, dass die Auswirkungen des Miterlebens sog. häuslicher Gewalt auf Kinder den befassten Institutionen – also vor allem den Jugendämtern und Familiengerichten – oftmals nicht bekannt sind oder ausgeblendet werden. Auch Gewalt, die sich gegen die Mutter richtet, betrifft Kinder unmittelbar. Die Expert*innengruppe des Europarats (GREVIO), die die Einhaltung der Istanbul-Konvention in den Mitgliedsstaaten überwacht, hat Deutschland in dieser Hinsicht bereits zu Nachbesserungen aufgefordert.

Neben der effektiveren Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen sowie ihren Kindern braucht es einen Blick auf die gewaltausübenden (Ex-)Partner und Väter. "Täter müssen auch mit den Möglichkeiten des Familienrechts für ihr Verhalten zur Verantwortung gezogen werden, damit die Gewaltspirale endet", so Prof. Dr. Anna Lena Göttsche, Vorsitzende der djb-Kommission Familien-, Erb- und Zivilrecht. Eine solche Verantwortungsübernahme kann etwa durch die Teilnahme in einem Programm sog. Täterarbeit gelingen, wie sie in Art. 16 der Istanbul-Konvention vorgesehen ist.

Pressemitteilung des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb) vom 17.11.2023
Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung: djb informiert mit Themenwoche und Online-Broschüre


Am 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) nimmt dies zum Anlass, um in einer Themenwoche auf das Ausmaß und die Formen geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam zu machen. "Spätestens seitdem die Istanbul-Konvention in Kraft getreten ist, wissen wir, dass Gewalt gegen Frauen ein entscheidender sozialer Mechanismus ist, durch den Frauen in eine untergeordnete Position gegenüber Männern gezwungen werden. Sie ist geschlechtsspezifisch und hat strukturellen Charakter," stellt die Präsidentin des djb Ursula Matthiessen-Kreuder fest.
Zur Themenwoche "Gewalt gegen Frauen und Mädchen" veröffentlicht die djb-Strafrechtskommission kommende Woche eine Online-Broschüre, in der neben den unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Gewaltformen auch auf rechtliche Missstände hingewiesen wird. Auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des djb wird in der Woche vom 20. bis zum 26. November 2023 jeden Tag ein Thema aus der Broschüre vorgestellt.
Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung. Sie ist Ausdruck historisch gewachsener ungleicher Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern, die zur Beherrschung und Diskriminierung der Frau durch den Mann und zur Verhinderung der vollständigen Gleichstellung der Frau geführt haben. Die Vorsitzende der Strafrechtskommission, Dilken Çelebi, betont: "Ein wesentliches Hindernis für die Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt ist die fehlende Anerkennung der Tatsache, dass sie zur erschreckenden Normalität unserer Gesellschaft gehört. Nur, wenn geschlechtsspezifische Gewalt als gesamtgesellschaftliches Problem anerkannt wird, können effektive Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung getroffen werden."

Pressemitteilung medica mondiale

Köln, 22. November 2023 – Partnerorganisationen von medica mondiale beschreiben ein gestiegenes Ausmaß an Bedrohungen und Einschränkungen gegen Frauenrechtsaktivist:innen in Konflikt- und Postkonfliktregionen. Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11. startet die Frauenrechtsorganisation eine Kampagne, die aufmerksam macht auf die zunehmend eingeschränkten Handlungsspielräume für Frauenrechte. Die Kampagne läuft über den Zeitraum der "16 days of activism against gender based violence", vom 25.11.-10.12.2023.

"Wir sind seit langem besorgt über die sichtbare Eskalation der Gewalt und das Fehlen einer klaren Reaktion durch staatliche Institutionen", sagt Sofija Todorović, Programmdirektorin der serbischen Organisation YIHR (Youth Initiative for Human Rights). Die Aktivistin wurde im August dieses Jahres bedroht. Auf der Hausfassade ihres Wohnhauses in Belgrad wurde neben sexistischen Hassbotschaften ihr vollständiger Name genannt. "Dieser Angriff zeigt deutlich die Absicht, Aktivist:innen so einzuschüchtern, dass sie sich selbst in ihrem eigenen Zuhause oder ihrer Nachbarschaft nicht mehr sicher fühlen", erklärt Todorvić.
Die Situation in Serbien ist nur ein Beispiel, aber es steht exemplarisch für ein neues Ausmaß der Gefahr für Frauenrechtsaktivist:innen und -organisationen und für ihre Arbeit.
Im Irak berichten Partner:innen von Morddrohungen sowie von Hassnachrichten in den Sozialen Medien und immer häufigeren verbalen Angriffen auf Mitarbeiter:innen und ihre Organisationen.
In Sierra Leone sind zivilgesellschaftliche Aktivitäten seit dem Höhepunkt des "Black Tuesday Movement" im Jahr 2019 wieder stark zurückgegangen. Aktivist:innen berichten, dass friedliche Demonstrationen mehrfach gewaltsam aufgelöst und Proteste unterdrückt wurden. Aktivist:innen, die sich im Kontext von Wahlkämpfen positionierten, wurden diffamiert oder rechtswidrig inhaftiert. Hinzu kamen Brandanschläge und Mordversuche, auch gegen Frauen, die selbst für die Opposition kandidiert haben. In dieser Atmosphäre von Unsicherheit und Angst werden zivilgesellschaftliches Engagement und der Einsatz für Frauenrechte massiv erschwert.
In Bosnien und Herzegowina schränken neue restriktive Gesetze sowohl die Pressefreiheit als auch den Zugang zu Informationen ein. Das kann mangelnde Sichtbarkeit von Frauenrechtsthemen, weniger Raum für Kritik an diskriminierenden Strukturen und das Risiko von Fehlinformationen und Instrumentalisierungen zur Folge haben. Der Präsident des Landesteils Republika Srpska plant darüber hinaus ein Gesetz, das die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen weiter einschränkt. Organisationen, die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland bekommen, müssten sich als solche registrieren lassen, würden als "ausländische Agenten" diffamiert und unterlägen Einschränkungen und anderen Bestimmungen, die ihre Arbeit und gegebenenfalls sogar ihre Existenz gefährden.

"Aufgrund patriarchaler Strukturen in den meisten Gesellschaften sind insbesondere Frauenrechtsaktivist:innen und ihre Organisationen von solchen politischen Schikanen und menschenrechtsbezogenen Einschränkungen betroffen. Wenn dagegen nichts unternommen wird, werden sich zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume weiter verkleinern", so Sybille Fezer, Vorständin für Programme und Strategien bei medica mondiale.

"medica mondiale fordert Schutz sowie politische und finanzielle Unterstützung für Frauenrechtsorganisationen und Aktivist:innen", so Fezer weiter. "Es ist im Sinne einer feministischen Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit wichtig, sie in den akuten Bedrohungssituationen nicht allein zu lassen, sondern bedarfsorientiert und unbürokratisch zu unterstützen", so Fezer.

Über medica mondiale
medica mondiale ist eine feministische Frauenrechts- und Hilfsorganisation. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen bekämpfen wir sexualisierte Gewalt und Machtverhältnisse, die Frauen unterdrücken und verletzten. Gemeinsam unterstützen wir Überlebende von sexualisierter Gewalt. Gestartet 1993 in Bosnien und Herzegowina, sind wir heute in 13 Ländern aktiv, darunter Afghanistan und Irak, Westafrika und die Region große Seen Afrikas sowie Südosteuropa.

AVIVA-Berlin kritisiert ausdrücklich den fehlenden Hinweis auf die Opfer sexualisierter Gewalt am und nach dem 7. Oktober 2023, eine Meldung und im besten Falle Anteilnahme.

Stopp Gewalt gegen Frauen: Orange The World 2023

Bonn, 23.11.2023: Am 25. November ist der Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und Start der 16-tägigen "Orange The World"-Kampagne von UN Women Deutschland.

UN Women Deutschland macht vom 25.11. bis 10.12. gemeinsam mit Partner*innen in ganz Deutschland auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam und ruft zum Handeln auf. In diesem Jahr liegt der Fokus auf der Gewalt im öffentlichen Raum, die Frauen und Mädchen täglich auf der Straße und in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz und in der Schule, im Sportverein und auf Partys sowie nicht zuletzt in der digitalen Welt erfahren.

"Gewalt gegen Frauen und Mädchen geht uns alle an. Zur Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt braucht es dringend gesamtgesellschaftliches Engagement, eine politische Gesamtstrategie und Gleichstellung auf allen Ebenen", sagt Elke Ferner, UN Women Deutschland Vorstandsvorsitzende.

Prominente Unterstützung

Die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas
ist Schirmfrau der Kampagne: "Gewalt gegen Frauen darf nicht hingenommen werden. In keiner Form. Darum unterstütze ich die Kampagne Orange The World, wie viele andere Abgeordnete auch. Wir wollen betroffenen Frauen den Rücken stärken, auf Hilfsangebote aufmerksam machen und wir wollen an die Menschen in unserem Land appellieren: Schauen Sie hin und stehen Sie angegriffenen Frauen bei. Wir alle können etwas gegen Gewalt an Frauen tun."

"Gewalt gegen Frauen wird in den meisten Fällen von Männern ausgeübt – deswegen müssen Männer, besonders die, die auch gehört und gesehen werden, klar zeigen, dass Gewalt gegen Frauen einfach nicht geht. Wir müssen zeigen, wie diese Gewalt im Alltag aussieht, was Frauen und queere Personen aushalten müssen, und uns dagegen einsetzen!", sagt Fabian Reese, Fußballprofi und Orange the World Botschafter.

"Frauen, marginalisierte Gruppen und Menschen mit Migrationsgeschichte sind besonders häufig von Gewalt (auch sexualisierter Gewalt) im Netz betroffen. Die verheerende Folge davon ist auch, dass Mädchen und Frauen damit online und aus der Öffentlichkeit vertrieben werden und sie sich zurückziehen. Doch auch sie haben eine Stimme und wie alle das Recht, an öffentlichen Debatten teilzuhaben!", sagt Düzen Tekkal, Menschenrechtsaktivistin und Orange the World Botschafterin für UN Women Deutschland.

Bundesministerien, der DFB, zahlreiche Städte und Gemeinden, lokale Organisationen, Unternehmen, Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen, Sportvereine sowie unzählige Einzelpersonen unterstützen die Kampagne: Mit klaren Statements gegen Gewalt, Öffentlichkeitsarbeit und sichtbaren Zeichen wie der "Stopp Gewalt"-Fahne oder dem "Stopp Gewalt"-Pin.
Politische Forderungen von UN Women Deutschland

Um geschlechtsspezifische Gewalt nachhaltig zu beenden und um die Unabhängigkeit von Frauen und Mädchen in all ihrer Vielfalt zu stärken, fordert UN Women Deutschland eine politische Gesamtstrategie und Gleichstellung auf allen Ebenen.
UN Women Deutschland fordert die vollständige, konsequente und schnelle Umsetzung der Istanbul-Konvention und eine konsequent feministisch gestaltete Politik in allen politischen Ressorts.

Fakten zur Gewalt gegen Frauen in Deutschland
40 % der Frauen haben mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. (BMFSFJ 2004)
Mehr als jeden dritten Tag tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin. Jeden Tag findet ein Tötungsversuch statt. (BKA 2023)
Alle 4 Minuten erleidet eine Frau in Deutschland Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. (BKA 2023)
70% der Mädchen haben in den sozialen Medien Online-Gewalt erfahren. (Plan International 2020)
58% der Frauen meiden nachts bestimmte Plätze, Parks und Straßen. (BKA 2020)
Hintergrund

Die UN-Kampagne "Orange The World" macht seit 1991 auf Gewalt aufmerksam: vom Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Sie ist seit 2008 Teil der "UNiTE to End Violence against Women" Kampagne des UN-Generalsekretärs, die von UN Women durchgeführt wird.

Mehr Informationen über die Kampagne und Aktionsmöglichkeiten:
www.gewalt-stoppen.org

Aktuelle Informationen über Veranstaltungen und Aktivitäten im Rahmen der 16 Aktionstage: Orange The World Aktuell unwomen.de/orange-the-world-aktuell

UN Women Deutschland e.V. verurteilt zwar in einer Meldung "Israel/Gaza: Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – immer und überall" schriftlich "die terroristischen Angriffe der Hamas sowie die sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen aufs Schärfste. Wir setzen uns gegen (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein, ungeachtet ihrer Nationalität, Identität, Ethnie oder Religion. Gemeinsam mit UN Women fordern wir die unverzügliche Freilassung israelischer Geiseln sowie einen humanitären Waffenstillstand ein", bedient aber mit der wohl eilig hingeschusterten folgenden Meldung indirekt altbekannte Narrative im Kontext "Juden/Jüdinnen und Geld", denn: "(…) Länder mit höherem Einkommen – wie Israel – sind in der Regel selbst in der Lage, Frauenrechte und Gleichstellung im Land umzusetzen." Interessant. Woher bezieht die Organisation wohl ihre Informationen? Dass gerade die Frauen in Israel seit Monaten auf die Straße gingen, um für Demokratie und Frauenrechte zu demonstrieren scheint wohl an UN Women Deutschland e.V. großflächig vorbeigegangen zu sein. Wir empfehlen dieser Organisation daher, sich doch einmal über die Opfer der zerstörten Leben und Häuser zu informieren. Darüber, dass die Palästinensische Autonomiebehörde und damit Hamas mit sehr viel Geldern unterstützt wird, möchte sie wohl leider nicht zur Kenntnis nehmen. Dass zudem ausgerechnet mit Zitaten von UN-Generalsekretär António Guterres geworben wird, macht sehr deutlich, woher sie ihre Statements bezieht. Shame on you, UN Women Deutschland e.V.
AVIVA-Berlin kritisiert ausdrücklich die Verbreitung dieser einseitigen und parteiischen, selektiven Informationen!

Presseinformation des Abgeordnetenhauses von Berlin

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen im Abgeordnetenhaus am 27.11. – Fahnenhissung und Fachtagung


Das Abgeordnetenhaus von Berlin hisst gemeinsam mit der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e. V. (ÜPFI) am 27. November 2023, die landeseigene Anti-Gewalt-Flagge um 10.00 Uhr auf dem Vorplatz des Hauses. Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld begrüßt die Anwesenden. Die Sprecherin der Überparteilichen Fraueninitiative Carola von Braun hält ein Grußwort.

Um 10.30 Uhr geht das Programm im Festsaal des Hauses mit der Veranstaltung "Der Rechtspopulismus und die Krise der Männlichkeit: Geschlechterbilder und Gewalt gegen Frauen" weiter. Nach der Begrüßung durch die Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld führt Helga Hentschel, Vorstand der ÜPFI, in die Fakten und Zahlen: Misogynie, Sexismus, Antifeminismus und europaweite Vernetzungen und Gewaltbereitschaft ein. Veronika Kracher, Journalistin, spricht über Gewalt und toxische Männlichkeit. Anschließend gibt Markus Theunert, Vertreter der progressiven Schweizer Männerbewegung und erster staatlicher Männerbeauftragter im deutschen Sprachraum, digitalen Input über die Studie "Männlichkeitsideologische Radikalisierung erkennen und vorbeugen".

Und an dieser Stelle, verbunden mit Dank an den Deutschen Juristinnenbund e.V. (djb), die Pressemitteilung vom 13.10.2023

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) verurteilt den terroristischen Angriff der Hamas auf Israel, der seit vergangenem Samstag (07.10.2023) andauert. Die Massaker an der israelischen Zivilbevölkerung und die Geiselnahmen erschüttern uns zutiefst. Es ist unerträglich, dass dies geschieht und von manchen sogar gefeiert wird. "Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die unter dem von der Hamas ausgelösten Krieg zu leiden haben. Das sind insbesondere Frauen und Kinder", sagt djb-Präsidentin Ursula Matthiessen-Kreuder.
Der djb erinnert daran, dass Krieg und Terror immer auch geschlechtsbezogene Gewalt, unter anderem sexualisierte und reproduktive Gewalt, mit sich bringen. Die Gewalt setzt sich auch bei Flucht und Vertreibung fort. Vor allem Frauen und Mädchen sind ihr ausgesetzt. Sie tragen mit schweren Traumatisierungen lebenslange Folgen mit sich, die immer noch zu oft verharmlost oder verschwiegen werden.
Terroristische Angriffe, völkerrechtswidrige Kriegsführung sowie gewalttätige Ausdrucksweisen patriarchaler Machtstrukturen verletzen grundlegende Rechte vor allem derer, die besonders gefährdet und verletzlich sind. Der djb unterstützt daher, dass die Bundesregierung eine feministische Außenpolitik verfolgt, die auf die Überwindung von Unterdrückungs- und Diskriminierungsmechanismen in internationalen Herrschaftsverhältnissen abzielt. "Feministische Außenpolitik ist Friedenspolitik. Hinter dieser müssen wir alle uns versammeln, gerade mit Blick auf Terror und Krieg", so djb-Vizepräsidentin Verena Haisch.


Women + Work > Infos

Beitrag vom 23.11.2023

AVIVA-Redaktion