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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 26.01.2010


Neues feministisches Netzwerkprojekt online
Judith Czakert

Das Virtuelle Feministische Zentrum hat die Pforten für alle interessierten "Frauen per Definition" geöffnet. Antrieb für das Projekt von Stephanie Mayfield ist der Netzwerkgedanke.




Die feministische Social-Network-Plattform ist geboren! Mit der Idee, Raum zu bieten für diverse feministischen Strömungen, für Diskussionen und Auseinandersetzungen für Pläne und aktive Aktionen bietet Gründerin Stephanie Mayfield allen interessierten Personen die Möglichkeit, sich in das virtuelle feministische Zentrum einzubringen. Die 24jährige fordert: "Lasst uns gemeinsam jeden Ort zu einem feministischen Zentrum machen!"

Austausch, Diskussion, konstruktives Miteinander – Feministinnen an einem Strang

Entstanden ist der Plan für ein feministisches Zentrum im Netz aus dem Gefühl der Ohnmacht heraus. Aus dem Gefühl heraus, im verwachsenen feministischen Dschungel der diversen oft konträren Meinungen den Überblick zu verlieren und Kräfte zu verschwenden: "Ich kam auf die Idee, weil ich in feministischen Zusammenhängen häufig das Gefühl habe, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke Hand macht. Wie ist´s dann bloß um das Wissen um die Füße bestellt?", fragte sich Stephanie Mayfield. Ihr Ziel: Austausch miteinander betreiben trotz kontroverser Auffassungen und voneinander lernen in einem Pool der unterschiedlichen Meinungen. Denn: "Anstatt immer nur Unterschiede zu betonen und sich abzugrenzen, wird es Zeit auch Gemeinsamkeiten zu entdecken!"

Der Kopf hinter dem Virtuellen Feministischen Zentrum

Aus Händen, Füßen, Kopf und Rumpf eine funktionierenden Einheit zu machen, dafür bedarf es besonderer Talente: Stephanie Mayfield scheint als treibende Kraft für diese Aufgabe geradezu optimal ausgerüstet. Als geborene Netzwerkerin und überzeugte Feministin arbeitet sie schon seit Jahren für eine feministischere Welt und gegen jegliche Form von Sexismus im Alltag. Die feministische Lesbe oder lesbische Feministin hat ihre Fußspuren in den letzten Jahren deutlich gesetzt: Als Inhaberin der Werbeagentur Lila Box, als Projektkoordinatorin des Junglesbenportals Gorizi, als Vorstandsmitfrau des Frauenzentrums Mainz und nicht zuletzt des Vereins zur Förderung und Verbreitung von Frauenliteratur bringt die Studentin ihre enormen Energievorräte produktiv in feministische und lesbische Kontexte ein. Netzwerke weben und Netzwerke leben – unter diesem Motto agiert sie im Privaten und im Politischen.

Virtuelle Realität als Chance

Die virtuelle Identität im Raum des World Wide Web versteht die Netzwerkerin als Möglichkeit, zweigeschlechtlichen Sozialisationsmustern zu entgehen und sexistische Mechanismen zu vermeiden. Alle "Frauen per Definition" sind im feministischen Zentrum zugelassen. Das bedeutet ein "Herzlich Willkommen!" für interessierte Personen jeglichen Geschlechts sofern sie nicht eindeutig als Männer zu identifizieren sind. Stephanie Mayfield ist sich der Brisanz dieses Themas bewusst, das in ihrem Blog auf maedchenmannschaft.net sogleich zu kontroversen und hitzigen Diskussionen geführt hat. Trotzdem arbeitet sie weiter daran, das Netzwerk möglichst offen zu halten: "Die Nettiquette zu schreiben wird ein schwieriges Unterfangen: Wie geben wir allen Gedanken Raum, ohne mit diesen Gedanken Andere zu verletzen?"

Angebote im Feministischen Zentrum – auch für Feministinnen über 40!

Das Forenangebot wird bereits rege genutzt. Rund um Themen wie "Haaren für den Feminismus" oder "Aktionskreis säkulare Universitäten" finden hitzige Debatten und informativer Austausch statt. Der virtuelle Raum ist offen für neue Ideen, Fragen und Anregungen rund ums feministische Universum. Ein Kalender kann von den Nutzerinnen mit feministisch relevanten Terminen gefüllt werden. Nützliche Links verweisen auf die Vielfalt der feministischen Komplexitäten im Web. Ein Wunsch verbleibt der tatendurstigen Jungfeministin Stephanie Mayfield – die Überwindung der Generationsschranken: "Ich hoffe auch die Feministinnen über 40 für das virtuelle feministische Zentrum zu begeistern."
Also denn: "Lasst uns jeden Raum zu einem feministischen Zentrum machen!"

Weitere Infos finden Sie unter:

www.feministisches-zentrum.de
www.stephanie-mayfield.de
www.maedchenmannschaft.net
www.gorizi.de
www.frauenzentrum-mainz.de
www.pro-frauenliteratur.de





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Beitrag vom 26.01.2010

AVIVA-Redaktion 






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MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Nanna Johansson – Natürliche Schönheit

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Nanna Johansson - Natürliche Schönheit
Die schwedische Comiczeichnerin und Radiomoderatorin hinterfragt in ihrem feministisch-satirischen Comicband gängige Schönheitsideale und gibt mit ihren Comics intelligente Anleitungen zur Selbstliebe.
Mehr zum Buch und bestellen unter:
www.avant-verlag.de

Online: UNIDAS: Frauen im Dialog. Begegnungen, Diskussionen und Impulsvorträge aus Salvador, Brasilien und Berlin, Deutschland.

Eine digitale, transatlantische Konferenz von UNIDAS - dem Netzwerk von Frauen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, und dem Frauenministerium des Bundesstaates von Bahia.


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