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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 03.05.2007


Berliner Frauenpreis 2007
AVIVA-Redaktion

Für ihren Einsatz zur Förderung von Künstlerinnen wurde die Kulturwissenschaftlerin und Galeristin Ilse-Maria Dorfstecher mit dem Berliner Frauenpreis 2007 ausgezeichnet.




Die Kulturwissenschaftlerin Ilse-Maria Dorfstecher erhielt den Berliner Frauenpreis 2007 für ihr langjähriges intensives Engagement bei der Förderung von Künstlerinnen. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik an der Humboldt Universität arbeitete Ilse-Maria Dorfstecher als Rundfunk-Regisseurin, freischaffende Autorin für Kunst-, Theater- und Literaturausstellungen und leitete später das Plakatarchiv des Verbandes Bildender Künstler der DDR.

Seit 1994 hat Ilse-Maria Dorfstecher ehrenamtlich die Leitung der Inselgalerie übernommen. Die 1995 eröffnete Inselgalerie ist ein Projekt der Künstlerinnenvereinigungen Xanthippe e.V., die ihren Schwerpunkt zunächst auf die Präsentation von Ost-Berliner Künstlerinnen setzte. Inzwischen ist die Ost-West Trennung innerhalb der Vereinsmitglieder, wie auch der Galeriearbeit überwunden, der Fokus auf weibliche Kunstschaffende ist aber geblieben. Ebenfalls hervorzuheben ist Ilse-Maria Dorfstechers Engagement im Vorstand der Europäischen Akademie der Künste von Frauen (EFAK e.V.). Der Förderverein hat das Ziel, die Europäische Akademie der Kunst und Kultur von Frauen als Begegnungs-, Lehr- und Forschungsstätte auf der Basis einer Stiftung zu gründen. Die Organisation von Retrospektiven fast vergessener Künstlerinnen, die Vernetzung von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen aus Ost und West und die Sammlung sowie Archivierung von europäischer Frauenkunst sind bereits in verschiedenen Projekten verwirklicht worden.

Anlässlich eines Empfangs zum Internationalen Frauentag wurde die Auszeichnung durch Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, am 7.März 2007 vergeben. In seiner Rede betonte er den besonderen Verdienst Ilse-Maria Dorfstechers in der Wiederentdeckung und Würdigung von Künstlerinnen, die durch die Brüche in der deutschen Geschichte wie auch durch die männerzentrierte Rezeption des Kunstbetriebes in Vergessenheit gerieten. "Die Inselgalerie ist ein Nachwendeprodukt, entstanden aus dem Wunsch, die Künstlerinnen der DDR nicht zu vergessen in der neuen Gesellschaft, aber auch den Künstlerinnen, die bereits zu NS-Zeiten aus dem öffentlichen Gedächtnis gedrängt wurden, zu ihrem Recht zu verhelfen." Wolf übersah bei allem Lob für die Kulturschaffenden Frauen aber nicht die Schwierigkeiten in der Kulturpolitik: "Kunst- und Kulturschaffende Frauen gestalten das kulturelle Leben in Berlin nicht nur mit, sondern sie setzen auch besondere Akzente. Dennoch gibt es noch viel zu tun, um die Gleichstellung von Künstlerinnen und insgesamt von Frauen im Kulturbereich weiter voranzubringen... In Berlin beispielsweise sind an den 20 größten Kulturinstitutionen nur 2 Frauen in der ersten Leitungsebene anzutreffen, gegenüber 28 Männern. Hier muss noch einiges aufgeholt werden."

Informationen über die Arbeit von Ilse-Maria Dorfstecher finden Sie unter:
www.inselgalerie-berlin.de
www.efak.org

Weitere Informationen zum Berliner Frauenpreis erhalten Sie unter:
www.berlin.de/sen/frauen


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Beitrag vom 03.05.2007

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