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AVIVA-BERLIN.de im August 2022 - Beitrag vom 25.02.2004


Podium IV - Die neuen globalen Eliten
AVIVA-Redaktion

Spannend an der Abschlussdiskussion der World Women Work 2004 war leider nur die Eingangsfrage von Moderatorin Dr. Edith Niehuis: Die neuen globalen Eliten - wer ist das überhaupt?




Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher, von dem man noch am ehesten eine Antwort auf diese komplexe Frage erwartet hätte, war erst gar nicht erschienen, und so bemühten sich die verbliebenen PodiumsteilnehmerInnen vergeblich dem Thema "der neuen globalen Eliten" beizukommen.

Sara Nachama, die als Direktorin der einzigen Elite-Universität in Berlin, etwas zur aktuellen Elite-Uni-Diskussion hätte beitragen sollen, versicherte dem Plenum, dass an ihrem "Touro-College" nur "Manager mit Herz" ausgebildet würden. Auf die Nachfrage, wie das denn ginge, erläuterte Frau Nachama, dass ihre AbsolventInnen nicht nur knallhartes Business lernten, sondern auch Geschichtsseminare besuchten (So simpel ist es also, die Eliten der Zukunft heranzubilden!).

An ihren "Managern mit Herz" hielt Frau Nachama übrigens auch dann noch lächelnd fest, als Dr. Ursula Engelen-Kefer, stellvertretende Gerwerkschaftsvorsitzende, ihre Redezeit dazu nutzte, sich sehr deutlich gegen Elite-Universitäten auszusprechen: Eine breite Ausbildung führe zur Bestenauslese, anstelle der Begrenzung auf einen kleinen Personenkreis. Elitetum müsse sich entwickeln.

Was Prof. Dr. Felix von Cubeauf dem Podium suchte, blieb gänzlich unklar. Der Verhaltensforscher der Universität Heidelberg hielt zunächst eine von jeglicher Diskussion losgelöste Vorlesung über Innen- und Außensozietäten, um uns dann, am Beispiel von in Rudeln jagenden Löwen, über die Notwendigkeit des Team-Spiels aufzuklären! Wollte der Professor uns tatsächlich Teamfähigkeit als neue, unwiderstehliche Eigenschaft der globalen Eliten verkaufen?

Akemi Serizawa, Associate des "Bureau for Gender Equality" in Genf lag es noch am Herzen, sich für die Respektierung unterschiedlicher Wertvorstellungen auszusprechen, dem man angesichts der Vorstellung einer Asiatin in der Schweiz auch nicht widersprechen mochte.
Bevor die Diskussion gänzlich im Sande verlief, entfachte Prof. von Cube, dem die Debatte wohl auch zu öde war, noch einen kleinen Sturm im Wasserglas, indem er an Frau Dr. Engelen-Kefer gerichtet, die deutschen Gewerkschaften angriff.
Was war eigentlich noch das Thema der Podiumsdiskussion?


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Beitrag vom 25.02.2004

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