Gesa Ederberg wird mit Louise-Schroeder-Medaille 2020 geehrt. Verleihung der Medaille am 23. April 2020 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work WorldWideWomen



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 28.02.2020


Gesa Ederberg wird mit Louise-Schroeder-Medaille 2020 geehrt. Verleihung der Medaille am 23. April 2020
AVIVA-Redaktion

Die Gemeinderabbinerin in der Synagoge in der Oranienburger Straße gründete 2002 den "Masorti Verein zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens". Derzeit arbeitet sie mit anderen Frauen die Idee einer Drei-Religionen-Kita für jüdische, muslimische und evangelische Kinder um.




Die Rabbinerin Gesa Ederberg erhält die Louise-Schroeder-Medaille für ihren interreligiösen Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit. Als Gemeinderabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist sie für die Synagoge in der Oranienburger Straße zuständig. Gesa Ederberg steht dafür, die Meinungen anderer zu akzeptieren, zu tolerieren und gemeinsame Wege auch im Glauben einzuschlagen. Sie engagiert sich bereits seit vielen Jahren für eine friedlichere, tolerantere und offenere Welt. 2002 gründete die Rabbinerin den "Masorti Verein zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens" in Berlin. In einem seiner Prinzipien heißt es: "Zur Vielfalt der Schöpfung gehören unterschiedliche sexuelle Orientierungen, Geschlechteridentitäten und Familienformen." Im Jahr 2018 eröffnete die Masorti Grundschule in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Mit der Idee einer Drei-Religionen-Kita, die Gesa Ederberg derzeit zusammen mit Kathrin Janert und Iman Andrea Reimann umsetzt, schafft sie einen besonderen Mehrwert für Berlin: Jüdische, muslimische und evangelische Kinder werden hier gemeinsam eine universelle Welterziehung erfahren.

Gesa Ederberg wird nun für ihren Einsatz für Demokratie, ein friedliches Miteinander und für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen, insbesondere in der Religion und im interreligiösen Dialog gewürdigt.

Auf Vorschlag des Kuratoriums "Louise-Schroeder-Medaille" hat sich das Präsidium des Abgeordnetenhauses von Berlin für die Verleihung der Auszeichnung an Rabbinerin Gesa Ederberg ausgesprochen. Der Parlamentspräsident Ralf Wieland verleiht ihr die Medaille am 23. April 2020 um 18.00 Uhr im Festsaal des Berliner Abgeordnetenhauses.

Für das Kuratorium steht das Engagement von Gesa Ederberg in bester Tradition des Wirkens Louise Schroeders. Der Präsident des Abgeordnetenhauses verleiht die Medaille jährlich einer Berliner Persönlichkeit oder Institution, die dem politischen und persönlichen Vermächtnis Louise Schroeders in hervorragender Weise Rechnung trägt. Die SPD-Politikerin hat sich zeitlebens durch unermüdliches soziales Engagement und durch das Eintreten für die Gleichstellung von Frauen ausgezeichnet. Seit 1919 war sie Parlamentarierin und von Mai 1947 bis Dezember 1948 Oberbürgermeisterin von Berlin.

Mehr Informationen zur Louise-Schroeder-Medaille und zum Kuratorium sowie eine vollständige Liste der bisherigen Preisträgerinnen finden Sie auf der Homepage des Abgeordnetenhauses: www.parlament-berlin.de

Mehr Informationen zu Gesa Ederberg, der Drei-Religionen-Kita und dem Masorti Verein zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens:

www.dreireligionenkitahaus.de

www.masorti.de



Quelle: Presseinformation des Abgeordnetenhauses von Berlin
Foto von Gesa Ederberg: Sharon Adler


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Beitrag vom 28.02.2020

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