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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 11.12.2008


Deutscher Menschenrechts-Filmpreis für SWR-Redakteurin Susanne Babila
AVIVA-Redaktion

Susanne Babila erhielt den Filmpreis am 6. Dezember 2008 in der Kategorie "Profi" für ihren Dokumentarfilm "Im Schatten des Bösen", der die kongolesischen Menschenrechtsverletzungen zum Inhalt hat.




Die SWR-Journalistin Susanne Babila ist am 6. Dezember 2008 in Nürnberg mit dem mit 1.500 Euro dotierten "Deutschen Menschenrechts-Filmpreis" für ihren Dokumentarfilm "Im Schatten des Bösen: Der Krieg gegen die Frauen im Kongo" ausgezeichnet worden.

In ihrem 60-minütigen Film zeigt Susanne Babila, wie im Nordosten des Kongo unbeschreibliche Menschenrechtsverletzungen vor allem gegen Frauen und Kinder begangen werden. Die Jury ist überzeugt: "Der Filmemacherin ist es gelungen, sich diesen Frauen zu nähern und ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie öffnen sich und berichten, trotz der strikten Tabuisierung, von Vergewaltigungen, von den durchlebten Misshandlungen. Die Schilderungen sind so eindringlich, dass der Zuschauer sich der durchlebten Gewalt nicht entziehen kann. Mit der Konzentration auf die Perspektive der Frauen ist Susanne Babila ein beeindruckender Film gelungen, der erschütternde Menschenrechtsverletzungen anklagt und den Opfern, die sonst nicht gehört würden, eine selbstbewusste Stimme verleiht." Der "Deutsche Menschenrechts-Filmpreis" wird alle zwei Jahre an herausragende Film- und Fernsehproduktionen vergeben, die sich Menschenrechtsthemen annehmen.

SWR Fernsehdirektor Bernhard Nellessen erklärte: "`Im Schatten des Bösen´ ist ein mutiger Film, der darlegt, wie Misshandlung und Vergewaltigung als Mittel der psychologischen Kriegsführung eingesetzt werden. Nicht zuletzt zeigt die Diskussion auf internationaler Ebene nach der Erstausstrahlung, wie wichtig dieses Zeitdokument ist." Susanne Babila war 2007 sechs Wochen lang mit dem Kameramann Jürgen Killenberger und dem Tonmann Felix Hugenschmidt im Nordosten des Kongo unterwegs. Sie filmten vor allem im Krankenhaus Panzi in der kongolesischen Stadt Bukavu. Hierher kommen Frauen, die auf unvorstellbare Weise erniedrigt, gefoltert und vergewaltigt wurden. Oftmals wurden sie von denen als Zwangsprostituierte oder Arbeitssklavinnen gefangen gehalten, die zuvor ihre Familie ermordet hatten. Zu schlimmsten körperlichen Verletzungen kommen Traumata und die Ausgrenzung durch ihre Dorfgemeinschaft.

"Im Schatten des Bösen" ist eine Produktion der BildManufaktur GmbH, Stuttgart, im Auftrag des Südwestrundfunks in Zusammenarbeit mit ARTE.


Mehr Informationen zu Babilas Dokumentarfilm finden Sie unter: www.dw-world.de

Weitere Informationen zum Menschenrechtspreis erhalten Sie auf: www.menschenrechte.nuernberg.de

Informationen zum Süd-West-Rundfunk finden Sie unter: www.swr.de


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Beitrag vom 11.12.2008

AVIVA-Redaktion 






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