Kampagne zum Schutz von M├Ądchen vor Genitalverst├╝mmelung gestartet - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Found
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

AVIVA-Berlin > Found AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 19.09.2009

Dieser Text wurde hinterlegt:



Kampagne zum Schutz von M├Ądchen vor Genitalverst├╝mmelung gestartet
Claire Horst

Bis zu 400.000 M├Ądchen in Patenprogrammen deutscher Entwicklungshilfeorganisationen sind Opfer der Genitalverst├╝mmelung. Dass diese nicht dagegen angehen, ist ein Skandal. Die Kampagne...



... www.patenmaedchen.de soll auf diese schwere Kinderrechtsverletzung aufmerksam machen.

Initiiert wurde sie von dem "B├╝ndnis zum Schutz von M├Ądchen vor Genitalverst├╝mmelung", einem Zusammenschluss von Akifra e.V., Giordano Bruno Stiftung, Human Rights Services Oslo/Norwegen, Lobby f├╝r Menschenrechte e.V., Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft, TABU e.V., TaskForce f├╝r effektive Pr├Ąvention von Genitalverst├╝mmelung und WADI e.V..

In einer Pressekonferenz am 17. September 2009 wurde das Vorgehen der Entwicklungshilfeorganisationen thematisiert, die einerseits mit Fotos der Patenm├Ądchen f├╝r ihre Arbeit werben und Spenden akquirieren, andererseits aber auf klare Vereinbarungen zum Verzicht auf die Genitalverst├╝mmelung verzichten. In eigenen Untersuchungen hat das B├╝ndnis herausgefunden, dass gegenw├Ąrtig bis zu 400.000 M├Ądchen, die von Organisationen wie Plan International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund vermittelt werden, weder durch Vereinbarungen noch durch konkrete Ma├čnahmen gesch├╝tzt werden. Betroffen sind M├Ądchen in 18 L├Ąndern, in denen das Risiko, Opfer der Genitalverst├╝mmelung zu werden, bei bis zu 90 Prozent liegt. Nicht nur f├╝hrt diese Praxis zu schweren gesundheitlichen Sch├Ąden und Traumatisierung, sondern h├Ąufig auch zum Tod der M├Ądchen.

Lucy Semiyan Mashua aus Kenia, die Schirmherrin der Kampagne, wurde selbst Opfer der Genitalverst├╝mmelung. Sie sagt dazu: "Every year, thousands of girls and women die from female genital mutilation - if this is not genocide, what is it then?" Sie fordert die hundertprozentige Sicherheit der durch Patenschaften unterst├╝tzten M├Ądchen, bevor mit ihnen Geld eingeworben wird.

Dass von den zumeist m├Ąnnlichen Entscheidungstr├Ągern in den Partnerl├Ąndern keinerlei Zusagen eingefordert werden, ist ein Versto├č gegen die Einhaltung grundlegender Kinderrechte gem├Ą├č Artikel 24 der internationalen Kinderrechtskonvention. Ziel der nun angelaufenen Kampagne ist es nicht nur, das Thema zu enttabuisieren, sondern "pragmatische, einfache L├Âsungen" aufzuzeigen, mit denen die betroffenen M├Ądchen gesch├╝tzt werden k├Ânnen und Verantwortung ├╝bernommen werden kann. Insbesondere SpenderInnen und PatInnen sollen zum Handeln motiviert werden.

Gefordert wird eine Aufnahme des Verzichts auf Genitalverst├╝mmelung in die F├Ârderkriterien der Patenorganisationen. Damit w├╝rden nur noch Gemeinden unterst├╝tzt, die auf diese Gewalt verzichten und sich somit f├╝r nachhaltige Entwicklung einsetzen. Au├čerdem soll die Unversehrtheit der M├Ądchen regelm├Ą├čig durch unabh├Ąngiges medizinisches Personal ├╝berpr├╝ft werden. Umgesetzt werden sollen diese Forderungen durch die Zusammenarbeit mit einheimischen Organisationen. Bereits seit 25 Jahren existieren Kampagnen in den betroffenen L├Ąndern, die gegen M├Ądchenbeschneidung k├Ąmpfen und Aufkl├Ąrungsarbeit leisten. Diese lokalen Projekte sollen mit der Auswahl und Kontrolle der Gemeinden betraut werden, die an Patenschaften teilnehmen. Angeregt wird auch eine Ausweitung dieser Arbeitsweise auf andere Bereiche des Kinderrechtes.

Unterst├╝tzerInnen und PatInnen, die sich f├╝r den Schutz der M├Ądchen einsetzen wollen, finden auf der Kampagnenseite www.patenmaedchen.de Briefvorlagen an die Patenorganisationen sowie die M├Âglichkeit, ihre Patenschaft bis zur Verwirklichung der Forderungen auszusetzen. Dort finden sich auch genauere Informationen zu den an der Kampagne beteiligten Organisationen.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin

Terre Des Femmes - Kampf gegen Genitalverst├╝mmelung

Schnitt in die Seele. Herausgegeben von Terre des Femmes

Terre des Femmes Wanderausstellung - Sie versprachen mir ein herrliches Fest

Ellen Ismail - Sudaniya. Frauen aus Sudan

W├╝stenblume - Der Film


Public Affairs > Beitrag vom 19.09.2009 Claire Horst 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home