Ich war eine Mafia-Chefin. Mein Leben mit der Cosa Nostra. Verlosung - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Gewinnspiele AVIVA verlost 3 B├╝cher - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de"> AVIVA verlost 3 B├╝cher - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de" />
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

WOHNE LIEBER UNGEW├ľHNLICH 100 JAHRE BAUHAUS
AVIVA-Berlin > Gewinnspiele AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 20.12.2010

Ich war eine Mafia-Chefin. Mein Leben mit der Cosa Nostra. Verlosung
Britta Leudolph

Giuseppina Vitale war die erste Bezirkschefin mit Befehlsgewalt in der Geschichte der Cosa Nostra. Gemeinsam mit der Journalistin und... AVIVA verlost 3 B├╝cher



... Drehbuchautorin Camilla Costanzo erz├Ąhlt sie aus diesem fremden Leben.

Giuseppina wird Anfang der siebziger Jahre als j├╝ngstes Kind in eine sizilianische Bauernfamilie hineingeboren. Ihre drei Br├╝der sind wesentlich ├Ąlter als sie und schon erwachsen, w├Ąhrend sie aufw├Ąchst. Ihre Schwester Nina ist zehn Jahre ├Ąlter. Von Anfang an kommen ihr ihre Eltern mehr wie Gro├čeltern vor, viel mehr respektiert sie ihre gro├čen Br├╝der, die sie anhimmelt und denen sie ├╝berall hin folgt: "Sie brachten mir alles bei und gaben mir das Gef├╝hl, besch├╝tzt zu sein. Nardo, Michele und Vito waren da, um auf mich aufzupassen, das taten sie wirklich, und zwar auf ihre Weise: Sie waren liebevoll und ungest├╝m, aber auch rabiat."

Sie muss aber auch fr├╝h lernen, was sie erwartet, wenn sie nicht tut, was die Br├╝der ihr auftragen oder gar widerspricht: nicht nur sie, sondern auch die Eltern und ihre Schwester bekommen die Brutalit├Ąt der jungen M├Ąnner am eigenen Leib zu sp├╝ren ÔÇô manchmal k├Ânnen sie danach kaum aufstehen. "Sie meinten jedes Wort genau so, wie sie es mit geschwollenen Halsadern und aus den H├Âhlen tretenden Augen br├╝llten. Es sei seine (des Vaters, Anm. d. Red.) Aufgabe gewesen, mich zu verpr├╝geln, mich zur Vernunft zu bringen, mich daran zu hindern, die Familienehre mit F├╝├čen zu treten. Und dann schlugen sie los. Sie pr├╝gelten ohne Gnade auf uns ein, auf ihn und auf mich." Sie lernt, dass sie nicht allein auf der Stra├če zu sehen sein soll, sie darf sich nicht schminken und keine eigenen Entscheidungen treffen, alles um die sogenannte Ehre ihrer Br├╝der nicht zu beschmutzen.

├ťber die Jahre wird Giuseppina immer wichtiger f├╝r ihre Br├╝der und deren Gesch├Ąfte mit der Cosa Nostra, sie erledigt Botinneng├Ąnge, vermittelt unter den Br├╝dern und besucht sie, wenn sie mal wieder untergetaucht oder inhaftiert sind. Das ├Ąndert sich auch nicht, als sie heiratet und Kinder bekommt. Als Nardo, Michele und Vito zeitgleich entweder im Gef├Ąngnis oder auf der Flucht sind, wird die junge Frau Bezirkschefin der Cosa Nostra, bis auch sie inhaftiert wird.

Giuseppina Vitales Geschichte liest sich wie ein nicht enden wollender Albtraum. Aus Loyalit├Ąt zu und Angst vor ihren Br├╝dern verzichtet sie auf ein eigenes Leben. Ihre Versuche, sich zu wehren, scheitern kl├Ąglich. Erst im Gef├Ąngnis findet sie die Zeit, ├╝ber sich und ihr Leben nachzudenken. Aus Liebe zu ihren Kindern packt sie ├╝ber die Machenschaften ihrer Br├╝der aus und gilt seitdem f├╝r sie als "gestorben".

Zu den AutorInnen:

Giuseppina Vitale
, 1972 in Partinico/Sizilien geboren, war die erste Frau, die einem Clan der Cosa Nostra als Chefin vorstand. Sie hat nach ihrer Verhaftung als Kronzeugin ausgesagt und wurde daf├╝r von ihrer Familie versto├čen. Giuseppina Vitale lebt mit ihren Kindern im ZeugInnenschutzprogramm irgendwo in Italien, weit weg von ihrer Familie und Sizilien.

Camilla Costanzo, geboren 1973, arbeitet als Journalistin und Drehbuchautorin.

AVIVA-Tipp: Giuseppina Vitale hat die Brutalit├Ąt der Mafia am eigenen Leib zu sp├╝ren bekommen und selbst als Bezirkschefin grausam gehandelt. Hat sie jemals eine Wahl gehabt? Ihren Worten ist nach wie vor die Liebe zu ihren Br├╝dern zu entnehmen, auch wenn diese ihr das Leben zur H├Âlle gemacht und sie letztendlich versto├čen haben. Ihre Geschichte erlaubt tiefe Einblicke in die Keimzelle der Mafia, die patriarchale Familie, in der Frauen als Besitz betrachtet werden. Sie zeigt aber auch, dass diese kriminelle Organisation ohne Frauen nicht existieren kann: Frauen, die ihr Leben in den Dienst ihrer M├Ąnner stellen und sich bis zur Selbstaufgabe unterwerfen.


AVIVA-Berlin verlost 3 B├╝cher. Bitte nennen Sie uns den Namen des Verlags, in dem die italienische Originalfassung Ero cosa loro erschien und senden bis zum 21.01.2011 eine Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


Ich war eine Mafia-Chefin. Mein Leben f├╝r die Cosa Nostra
Giuseppina Vitale mit Camilla Costanzo
Aus dem Italienischen von Julia Eisele
Originaltitel: Ero cosa loro. L┬┤amore di una madre pu├▓ sconfiggere la mafia
Verlag Deutsche Verlags Anstalt, erschienen September 2010
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten
ISBN: 978-3-421-04442-6
17,99 Euro

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra

Moldawisches Roulette

Letizia Battaglia - Im Kampf gegen die Mafia

Petra Reski - Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern

Petra Reski - Von Kamen nach Corleone

Gewinnspiele Beitrag vom 20.12.2010 Britta Leudolph 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken