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AVIVA-BERLIN.de 11/21/5778 - Beitrag vom 10.05.2012

18. J├╝disches Filmfestival Berlin und Potsdam. Meret Becker und Richy M├╝ller sind diesj├Ąhrige FestivalpatInnen. Er├Âffnung mit der Weltpremiere des Films Max Raabe in Israel
AVIVA-Redaktion

P├╝nktlich zu Chanukka 5772 stand der neue Termin fest. Vom 04. ÔÇô 17. Juni 2012 wird die Vollj├Ąhrigkeit unter dem Motto "18! Le Chaim ÔÇô Aufs Leben" mit den sch├Ânsten Filmperlen aus Israel ...



... dem j├╝dischen Leben und der ganzen Welt gefeiert. AVIVA-Berlin sagt Mazal Tov!
Nicht ohne Stolz k├Ânnen die VeranstalterInnen sagen, dass sie ein Wunder vollbracht haben: "Einen Tag nur sollte das ├ľl im wieder eingeweihten zweiten j├╝dischen Tempel reichen. Doch es hielt acht Tage vor. Allj├Ąhrlich erinnert uns das Chanukka-Wunder daran, das es sich lohnt zu vertrauen und weiterzumachen. Jedes Jahr aufs neue! Wir hatten fr├Âhliche Zeiten, interessante Zeiten, schwere Zeiten, unsichere Zeiten, leichte Zeiten, bunte Zeiten, lustige Zeiten. Doch all den Jahren war eines gemein: Die Liebe zum j├╝dischen Film.

Mit dem kommenden J├ťDISCHEN FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM feiern wir nun unsere Vollj├Ąhrigkeit."


Das Motto f├╝r 2012 liegt also auf der Hand:

18!
Le Chaim ÔÇô Aufs Leben


Vom 04. ÔÇô 17. Juni 2012 bringen die Initiatorinnen, allen voran Nicola Galliner, erneut das Beste, Interessanteste und Aktuellste des internationalen j├╝dischen Films nach Deutschland.
Das Programm des 18. J├ťDISCHEN FILMFESTIVALS BERLIN & POTSDAM ist so umfangreich wie nie zuvor: Insgesamt 31 Filme werden in diesem Jahr pr├Ąsentiert. Davon sind zw├Âlf deutsche Produktionen und Co-Produktionen, au├čerdem Filme aus Israel, USA, Frankreich, Gro├čbritannien und den Niederlanden. Sie k├Ânnen zehn Deutschland-Premieren und mit dem Er├Âffnungsfilm MAX RAABE IN ISRAEL eine Welturauff├╝hrung in diesem Jahr erleben.

Nach dem gro├čartigen Erfolg der glamour├Âsen Er├Âffnungsgala 2011 im Potsdamer Hans Otto Theater mit Iris Berben als Festivalpatin und Dr. Dieter Graumann, Pr├Ąsident des Zentralrats der Juden in Deutschland als Festivalpate, wurde gemeinsam beschlossen, die Kooperation mit dem Theater langfristig zu gestalten und auf die Folgejahre auszuweiten.
Dabei freut es die Veranstalterinnen ganz besonders, dass der Brandenburgische Ministerpr├Ąsident Matthias Platzeck f├╝r das kommende Festival erneut die Schirmherrschaft ├╝bernommen hat.
Zudem haben in diesem Jahr gleich zwei herausragende K├╝nstlerInnen die PatInnenschaft f├╝r das J├ťDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM ├╝bernommen und werden damit in die Fu├čstapfen der wundervollen Iris Berben treten:
Die Ausnahme-K├╝nstlerin, Schauspielerin und S├Ąngerin Meret Becker und der Schauspieler Richy M├╝ller werden in diesem Jahr als FestivalpatInnen das J├ťDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM unterst├╝tzen.

Sie werden am 04. Juni 2012 um 19:30 Uhr gemeinsam mit Festivaldirektorin Nicola Galliner und Ministerpr├Ąsident Matthias Platzeck auf der B├╝hne des Hans Otto Theaters in Potsdam direkt am Ufer des Tiefen Sees den 18. Jahrgang des J├ťDISCHEN FILMFESTIVALS BERLIN & POTSDAM feierlich er├Âffnen.

Die Weltpremiere von "Max Raabe in Israel" bildet den Auftrakt des Filmfestivals
Es sind vor allem j├╝dische K├╝nstlerInnen, denen Max Raabe mit seinen Konzerten auf der ganzen Welt immer wieder eine Hommage setzt und damit eine Br├╝cke aus der Vergangenheit zu den Menschen heute schl├Ągt. Der Film erz├Ąhlt von einer einzigartigen Konzertreise: "Max Raabe und das Palastorchester" tourten 2010 mit ihrem Programm "Heute Nacht oder nie" durch Israel. Sie traten vor Menschen unterschiedlichsten Alters auf, den ganz jungen, die die deutschen Lieder erstmals h├Ârten und den ganz alten, bei denen die Lieder Erinnerungen wachriefen. Fast alle Textdichter des Repertoires waren j├╝discher Herkunft, viele von ihnen wurden vom Nazi-Regime ermordet. Der Film zeigt, wie Max Raabe in Israel empfangen wurde und welches Echo er auf sein Konzertprogramm bekommen hat, zeigt Begegnungen mit Menschen, deren Liebe f├╝r die Musik der 20er Jahre zum Teil eng mit der eigenen Familiengeschichte verbunden ist.

"Max Raabe und das Palastorchester" werden als Ehreng├Ąste erwartet und zu Ehren der Festival-Er├Âffnung live auftreten.

Wie in jedem Jahr wird es auch f├╝r die diesj├Ąhrige Gala ein kleines Kontingent an Kaufkarten geben, die ab dem 02. April 2012 direkt im Hans Otto Theater (Tel: 0331-98118) bestellt werden k├Ânnen.

Im Anschluss an die Gala bleibt das Festival dann erst einmal f├╝r drei Tage in Potsdam und wird dort vom 05. ÔÇô 07. Juni 2012 wie gewohnt im Filmmuseum Potsdam gastieren. Ab dem 07. ÔÇô 17. Juni 2012 pr├Ąsentiert das J├ťDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM dann zum 18. Mal im Berliner Kino Arsenal sein vielf├Ąltiges Programm.

Seit Jahren erfreut sich das J├ťDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM wachsender Beliebtheit beim j├╝dischen und nicht-j├╝dischen Publikum in Berlin und Potsdam. Ein Fest auf das Leben des j├╝dischen Films in aller Welt und ganz besonders in Deutschland, das soll das Programm des 18. J├ťDISCHEN FILMFESTIVALS BERLIN & POTSDAM sein.

Das Publikum darf sich erneut auf ├ťberraschungen, wahre Entdeckungen und kulturelle H├Âhepunkte freuen, darunter:

Premiere: Jalda und Anna - erste Generation danach
17. Juni, 18:00 Uhr, Eiszeit Kino

Die K├╝nstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin, Prenzlauer Berg.
Beide sind T├Âchter von M├╝ttern, die aus Auschwitz zur├╝ckkehrten. Das pr├Ągte ihr Leben, ihr Judentum. Heute leben sie selbstbestimmt stolz und j├╝disch in Deutschland. Der Film begleitet sie. Er dokumentiert Annas Kunstprojekte wie z.B. den happy hippie jew bus, Jaldas Konzerte mit mittelalterlicher j├╝discher Musik und die von ihnen gegr├╝ndete egalit├Ąr-j├╝dische Gruppe. Er begleitet die ordinierte j├╝dische Kantorin Jalda bis nach Jerusalem, wo sie an der Conservative Yeshiva studiert und unterrichtet.

Dokumentarfilm, Regie: Katinka Zeuner, Co-Regie Ben Laser, D 2012, 72 min

Aktuelles zum Filmfestival, das Programm und Infos zur Culture Lounge finden Sie unter: www.jffb.de

P├╝nktlich zum 18. gibt es einen Neustart: das Kreativ-B├╝ro des Fotografen und K├╝nstlers Daniel Josefsohn hat dem bundesweit bekannten Festival eine neue Kampagne beschert. Die schwarzen Plakate mit leuchtend gelber Typo werden im Plakate-Dschungel zwischen Berlin und Potsdam wohl kaum untergehen. MEHR JUDEN INS KINO, so der Claim, ist als Hoffnung und Aufforderung zu verstehen.



Festivalleiterin Nicola Galliner dazu: "Ein wichtiges Anliegen des Festivals ist und war immer, den Anteil j├╝discher Filme, Filmemacher und Themen erneut in der Filmlandschaft in Deutschland zu st├Ąrken. Vielen j├╝dischen K├╝nstlern wurde in der Nazidiktatur die deutsche Staatsb├╝rgerschaft aberkannt, sie wurden vertrieben und ermordet. Diese dadurch in der deutschen Filmwirtschaft hinterlassene L├╝cke erneut mit Leben zu f├╝llen und vielleicht auch irgendwann einmal wieder zu schlie├čen, ist die Motivation des Festivals, die durch die neu gestaltete Kampagne unterstrichen wird."

Daniel Josefsohn, der Kopf hinter der Kampagne, ist bekannt f├╝r seinen ausgepr├Ągten jewish humour. Josefsohn ist Israeli und der Erfinder des ersten politischen Parfums "MoslBuddJewChristHinDao ÔÇô damit wir uns endlich riechen k├Ânnen." Als der mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete Duft 2005 auf den Markt kam, lieferte er mit seiner Botschaft (und seinen Inhaltsstoffen) einen wohlriechenden Beitrag zu einem gro├čen Thema, das in den K├Âpfen der meisten nicht mehr ironief├Ąhig war. Josefsohn bewies das Gegenteil. Nicht zuletzt diese offene Haltung gab f├╝r Festivalleiterin Nicola Galliner den Ausschlag, den eigenwilligen Kreativdirektor, der u.a. auch f├╝r den visuellen Auftritt der Volksb├╝hne Berlin verantwortlich ist, ins Team zu holen.

Hintergr├╝nde

Trotz gro├čer finanzieller Schwierigkeiten im Jahr 2010 wegen gek├╝rzter Mittel durch den Berliner Senat lie├čen sich Festivaldirektorin Nicola Galliner und ihre MitstreiterInnen nicht entmutigen und realisierten dennoch mit gewohnter Power das "16. Jewish Film Festival Berlin". Unter dem Motto "You don┬┤t have to be jewish to enjoy the Jewish Film Festival" zeigten sie viele anfangs noch unbekannte Filme, die sp├Ąter mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet wurden. Der Regisseur Ari Sandel, der 2006 mit "Westbank Story" antrat, wurde ein Jahr sp├Ąter sogar mit dem Oscar f├╝r seinen Kurzfilm ausgezeichnet. Nun organisieren die BetreiberInnen mit gewohnter Leidenschaft das Programm f├╝r das kommende Festival.

Seit der Gr├╝ndung im Jahr 1995 versteht sich das Filmfestival als Forum f├╝r den j├╝dischen Film weltweit und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die neuesten und interessantesten Beitr├Ąge j├╝discher internationaler FilmemacherInnen in den deutschsprachigen Raum zu holen. Das Festival erfreut sich wachsender Beliebtheit beim Kinopublikum in Berlin und Potsdam und gilt deutschlandweit als Garant f├╝r spannendes, visuell innovatives Kino.

Auch das gesamte Jahr ├╝ber initiiert das "J├╝dische Filmfestival Berlin und Potsdam" in unregelm├Ą├čigen Abst├Ąnden Kulturveranstaltungen f├╝r j├╝disch interessiertes Publikum und pr├Ąsentiert regelm├Ą├čig Lesungen, Konzerte und Vortr├Ąge im Rahmen der "Culture Lounge".

So wurde im Dezember 2009 in der "Culture Lounge" der Er├Âffnungsfilm des Jewish Film Festival Berlin 2009, "Der Junge im gestreiften Pyjama", als Special Screening im Kino Die Kurbel gezeigt. Das Bundespresseamt hat ihn auf Vermittlung des Jewish Film Festivals Berlin an 15.000 Schulen und Bildungseinrichtungen bundesweit versendet.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

17. J├╝disches Filmfestival Berlin und Potsdam

Neue Veranstaltungsreihe des Jewish Film Festival Berlin 2010

16. Jewish Film Festival 2010

15. Jewish Film Festival 2009

Das AVIVA-Interview mit Nicola Galliner im Rahmen des 9. Jewish Film Festival in 2003.



Jüdisches Leben Beitrag vom 10.05.2012 AVIVA-Redaktion 





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