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AVIVA-BERLIN.de 11/22/5778 - Beitrag vom 25.05.2016

Aufruf zur Teilnahme an der Studie: J├╝dische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland
AVIVA-Redaktion

Im Auftrag des "unabh├Ąngigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestages" f├╝hrt ein Team von j├╝dischen und nichtj├╝dischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zurzeit eine deutschlandweite Onlinebefragung durch.



Was ist der Hintergrund?

Die Studie fokussiert auf die Einsch├Ątzung und Erfahrungen j├╝discher Befragter vor dem Hintergrund weit verbreiteter antisemitischer Einstellungen und einer hohen Zahl an antisemitischen Straftaten in Deutschland. So erfassten im Jahr 2015 Ermittlungsbeh├Ârden in Deutschland knapp 1400 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund. Im Jahr 2014 waren rund 15 % der in der "Mitte-Studie" repr├Ąsentativ Befragten in Deutschland der Auffassung, dass Juden und J├╝dinnen zu viel Einfluss in Deutschland h├Ątten.

Antisemitismus hat viele Facetten und adressiert J├╝dinnen und Juden in unterschiedlicher Weise. Bei der Erforschung dieses Themas sind insbesondere Erfahrungen und Ansichten derjenigen Personen, die zur Zielscheibe von Antisemitismus werden, zu ber├╝cksichtigen. Die Studie zielt somit auf eine umfangreiche Bestandsaufnahme j├╝discher Perspektiven auf Antisemitismus, um damit Bedarf an politischen wie auch p├Ądagogischen Ma├čnahmen im Bereich der Antisemitismuspr├Ąvention zielgerichtet abzuleiten.

Was sind die Themen?

Fragen, die abgedeckt werden, sind beispielsweise: Wie wird aktuell die Stimmung in Deutschland gegen├╝ber J├╝dinnen und Juden eingesch├Ątzt? Inwieweit wird Feindlichkeit gegen J├╝dinnen und Juden wahrgenommen oder pers├Ânlich erlebt? In welchen Lebensbereichen findet dies statt? Was sollte sich ver├Ąndern und wie kann vor Antisemitismus gesch├╝tzt werden? Wie wird die Fl├╝chtlingssituation eingesch├Ątzt? Welche Zukunftsvorstellungen, W├╝nsche und ├ängste werden geteilt?

Wer kann teilnehmen?

Die Umfrage richtet sich an J├╝dinnen und Juden, die ├╝ber 16 Jahre alt sind und ihren Lebensmittelpunkt ├╝berwiegend in Deutschland haben. Um m├Âglichst aussagekr├Ąftige Ergebnisse zu erhalten, ist es am besten, wenn diese Umfrage so viele j├╝dische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Deutschland wie m├Âglich erreicht. Gerne kann daher den Link zu der Studie auch an weitere Interessierte versendet werden. An der Studie kann voraussichtlich bis Mitte Juni teilgenommen wird.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Umfrage ist wissenschaftlich unabh├Ąngig und wird vom Institut f├╝r interdisziplin├Ąre Konflikt- und Gewaltforschung der Universit├Ąt Bielefeld, einer unabh├Ąngigen Forschungseinrichtung, durchgef├╝hrt. Alle angegebenen Daten bleiben v├Âllig anonym und k├Ânnen nicht auf einzelne Personen zur├╝ckgef├╝hrt werden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2017 im Bericht des "unabh├Ąngigen Expertenkreis Antisemitismus" in den Bundestag getragen und somit als Grundlage f├╝r Handlungsempfehlung verwendet werden.

Wie l├Ąuft die Studie ab?

Sie erreichen die Studie ├╝ber den Link: www.unipark.de/uc/juepe. Eine russischsprachige Version der Studie ist ├╝ber: www.unipark.de/uc/juepe_ru aufrufbar. Hier erhalten Sie zun├Ąchst weitere Informationen zum Hintergrund der Studie und k├Ânnen dann die Befragung beginnen, die etwa 30 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie gerne die OrganisatorInnen der Studie, deren Kontaktdaten ├╝ber den Link zu finden sind.

Herzlichen Dank, dass Sie die Studie unterst├╝tzen.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Internationale Konferenz zur Bek├Ąmpfung von Antisemitismus. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sprach im Deutschen Bundestag
Zum Abschluss der ICCA-Konferenz in Berlin legte das Netzwerk zur Erforschung und Bek├Ąmpfung des Antisemitismus (NEBA) einen 10-Punkte-Plan zur Bek├Ąmpfung des Antisemitismus vor - Aktiv gegen Antisemitismus. (2016)

ANTISEMITISMUS-EXPERT_INNEN GEBEN GR├ťNDUNG VON NETZWERK BEKANNT/Scharfe Kritik am neuen Expertenkreis Antisemitismus sowie an einer j├╝ngsten Studie des Zentrums f├╝r Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin
Das Moses Mendelssohn Zentrum, das American Jewish Committee und die Amadeu Antionio Stiftung geben die Gr├╝ndung einer alternativen ExpertInnenkommission bekannt, da j├╝dische Perspektiven und wichtige Expertisen fehlen. (26.2.2015)

Jüdisches Leben Beitrag vom 25.05.2016 AVIVA-Redaktion 





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