Aufruf zur Teilnahme an der Studie: Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 4/7/5782 - Beitrag vom 25.05.2016


Aufruf zur Teilnahme an der Studie: Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland
AVIVA-Redaktion

Im Auftrag des "unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestages" führt ein Team von jüdischen und nichtjüdischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zurzeit eine deutschlandweite Onlinebefragung durch.




Was ist der Hintergrund?

Die Studie fokussiert auf die Einschätzung und Erfahrungen jüdischer Befragter vor dem Hintergrund weit verbreiteter antisemitischer Einstellungen und einer hohen Zahl an antisemitischen Straftaten in Deutschland. So erfassten im Jahr 2015 Ermittlungsbehörden in Deutschland knapp 1400 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund. Im Jahr 2014 waren rund 15 % der in der "Mitte-Studie" repräsentativ Befragten in Deutschland der Auffassung, dass Juden und Jüdinnen zu viel Einfluss in Deutschland hätten.

Antisemitismus hat viele Facetten und adressiert Jüdinnen und Juden in unterschiedlicher Weise. Bei der Erforschung dieses Themas sind insbesondere Erfahrungen und Ansichten derjenigen Personen, die zur Zielscheibe von Antisemitismus werden, zu berücksichtigen. Die Studie zielt somit auf eine umfangreiche Bestandsaufnahme jüdischer Perspektiven auf Antisemitismus, um damit Bedarf an politischen wie auch pädagogischen Maßnahmen im Bereich der Antisemitismusprävention zielgerichtet abzuleiten.

Was sind die Themen?

Fragen, die abgedeckt werden, sind beispielsweise: Wie wird aktuell die Stimmung in Deutschland gegenüber Jüdinnen und Juden eingeschätzt? Inwieweit wird Feindlichkeit gegen Jüdinnen und Juden wahrgenommen oder persönlich erlebt? In welchen Lebensbereichen findet dies statt? Was sollte sich verändern und wie kann vor Antisemitismus geschützt werden? Wie wird die Flüchtlingssituation eingeschätzt? Welche Zukunftsvorstellungen, Wünsche und Ängste werden geteilt?

Wer kann teilnehmen?

Die Umfrage richtet sich an Jüdinnen und Juden, die über 16 Jahre alt sind und ihren Lebensmittelpunkt überwiegend in Deutschland haben. Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, ist es am besten, wenn diese Umfrage so viele jüdische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Deutschland wie möglich erreicht. Gerne kann daher den Link zu der Studie auch an weitere Interessierte versendet werden. An der Studie kann voraussichtlich bis Mitte Juni teilgenommen wird.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Umfrage ist wissenschaftlich unabhängig und wird vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, einer unabhängigen Forschungseinrichtung, durchgeführt. Alle angegebenen Daten bleiben völlig anonym und können nicht auf einzelne Personen zurückgeführt werden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2017 im Bericht des "unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus" in den Bundestag getragen und somit als Grundlage für Handlungsempfehlung verwendet werden.

Wie läuft die Studie ab?

Sie erreichen die Studie über den Link: www.unipark.de/uc/juepe. Eine russischsprachige Version der Studie ist über: www.unipark.de/uc/juepe_ru aufrufbar. Hier erhalten Sie zunächst weitere Informationen zum Hintergrund der Studie und können dann die Befragung beginnen, die etwa 30 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie gerne die OrganisatorInnen der Studie, deren Kontaktdaten über den Link zu finden sind.

Herzlichen Dank, dass Sie die Studie unterstützen.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Internationale Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sprach im Deutschen Bundestag
Zum Abschluss der ICCA-Konferenz in Berlin legte das Netzwerk zur Erforschung und Bekämpfung des Antisemitismus (NEBA) einen 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung des Antisemitismus vor - Aktiv gegen Antisemitismus. (2016)

ANTISEMITISMUS-EXPERT_INNEN GEBEN GRÜNDUNG VON NETZWERK BEKANNT/Scharfe Kritik am neuen Expertenkreis Antisemitismus sowie an einer jüngsten Studie des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin
Das Moses Mendelssohn Zentrum, das American Jewish Committee und die Amadeu Antionio Stiftung geben die Gründung einer alternativen ExpertInnenkommission bekannt, da jüdische Perspektiven und wichtige Expertisen fehlen. (26.2.2015)


Jüdisches Leben

Beitrag vom 25.05.2016

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