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AVIVA-BERLIN.de 11/25/5778 - Beitrag vom 18.12.2010

Veranstaltungen und Sonderausstellungen des J├╝dischen Museums Berlin im Januar 2011 - Altbau und zickzackf├Ârmiger Neubau lohnen einen Besuch
AVIVA-Redaktion

Zu Beginn des Jahres l├Ądt das Museum seine BesucherInnen wieder zu interessanten Sonderausstellungen, Kunst-Installationen, ├Âffentlichen F├╝hrungen und vielf├Ąltigen Kulturveranstaltungen ein. Das...



... Haus ├Âffnet au├čerdem f├╝r die Lange Nacht der Museen am letzten Samstag im Januar seine T├╝ren bis 02:00 Uhr nachts.

Zwei Jahrtausende Deutsch-J├╝dische Geschichte werden in der Dauerausstellung im Libeskind-Bau erz├Ąhlt. Die VeranstalterInnen w├Ąhlten bez├╝glich dieser Thematik eine ungewohnte Perspektive auf die Geschichte des deutschsprachigen Raums. Der Ansatz setzt neue Schwerpunkte, l├Ąsst bekannte Ereignisse vielschichtiger erscheinen und stellt pers├Ânliche Schicksale neben historische Begebenheiten.

Die Sonderausstellungen, die noch bis Ende Januar 2010 im Museum zu sehen sind, fokussieren spezielle Themen deutsch-j├╝dischen Lebens. Gleichzeitig bietet das Haus ein vielf├Ąltiges themenorientiertes Begleitprogramm zu diesen Ausstellungen.

Dauerausstellung

Zwei Jahrtausende deutsch-j├╝dische Geschichte

BesucherInnen reisen durch deutsch-j├╝dische Geschichte, sehen Fotoaufnahmen und Objekte, ersp├╝ren r├Ąumlich durch die Architektur Historisches und erfahren Unbekanntes und Neues auf besondere Art und Weise. (www.jmberlin.de)

Sonderaustellungen

Die Sukka: Ein fl├╝chtiges Haus f├╝r ein j├╝disches Fest

Die Foto-Installation der Architektin und Kulturwissenschaftlerin Miriam Levy Lipis zeigt zeitgen├Âssische Laubh├╝tten aus Europa, Israel und den USA. (www.jmberlin.de)
Wann: 4. November 2010 bis 23.Januar 2011
Wo: Eric Ross Galerie
Eintritt: mit dem Museumsticket (5 Euro, erm. 2,50 Euro)

Zwangsarbeit. Die Deutschen, die ZwangsarbeiterInnen und der Krieg zeigt die verschiedenen Formen nationalsozialistischer Zwangsarbeit von 1933 bis 1945
Die Ausstellung zeigt erstmals in dieser Ausf├╝hrlichkeit die verschiedenen Formen und die Tragweite nationalsozialistischer Zwangsarbeit von 1933 bis 1945 sowohl im Deutschen Reich als auch in den deutsch besetzten oder kontrollierten Gebieten. (www.jmberlin.de)
Wann: 28. September 2010 bis 30.Janurar 2011
Wo: Altbau 1. OG (gro├čer Rundgang)
Website: Eine Website der "Stiftung Gedenkst├Ątten Buchenwald und Mittelbau-Dora"
www.ausstellung-zwangsarbeit.org
Eintritt: mit dem Museumsticket (5 Euro, erm. 2,50 Euro)

Du bist bei Parf├╝m├Âren angekommen
Die Kabinettausstellung erz├Ąhlt die Geschichte der Berliner und Frankfurter Kosmetikfirmen Scherk und Dr. Albersheim. (www.jmberlin.de)
Wann: 2. September 2010 bis 31. Januar 2011
Wo: Libeskindbau UG, Rafael Roth Learning Center
Eintritt: mit dem Museumsticket (5 Euro, erm. 2,50 Euro)

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg"

Montag, 10. Januar 2011, 18:00 Uhr
Zeitzeuginnengespr├Ąch mit Helena Bohle-Szacki

Im Gespr├Ąch mit der Publizistin Ewa Czerwiakowski berichtet die ehemalige Zwangsarbeiterin von ihren Erfahrungen in einem Au├čenlager des KZ-Flossenb├╝rg. Helena Bohle-Szacki, 1928 in Bialystock geboren, stammt aus einer deutsch-polnisch-j├╝dischen Familie. Von der Gestapo verhaftet und deportiert, musste sie ab Herbst 1944 Zwangsarbeit leisten. Im Anschluss an das Gespr├Ąch werden die Bildungsmaterialien des Online-Archivs "Zwangsarbeit 1939-1945" pr├Ąsentiert, in denen auch die Erinnerungen von Helena Bohle-Szacki enthalten sind. Der Abend ist Zusammenarbeit mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" organisiert.(www.ausstellung-zwangsarbeit.org)
Veranstaltungsort: Auditorium EG
Kartenreservierung: Fon. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:
Zwangsarbeit f├╝r Siemens in Auschwitz und Berlin
Berlin erwirbt Gel├Ąnde in Sch├Âneweide


Montag, 17. Januar 2011 um 18:00 Uhr
"Du Opfer...!" - Der Begriff Opfer in der Vergangenheit und heute

In der Presse meint "Opfer" etwa: Menschen, die bei Gewalttaten oder Katastrophen verletzt wurden oder starben. Im Nationalsozialismus wurden Menschen Opfer von Unrecht. Wer heute auf dem Schulhof als "Opfer" beschimpft wird, gilt als "Loser". ├ťber den Bedeutungswandel und Widerspr├╝che des Begriffs diskutieren der Soziolinguist Norbert Dittmar, die Politologin Anne Goldenbogen, der Historiker K. Erik Franzen sowie der iranische Religionswissenschaftler Mohsen Mirmehdi. Moderiert wird der Abend von der Journalistin Doris Akrap. In Zusammenarbeit mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" ist dieser Abend organisiert.
Veranstaltungsort: Auditorium EG
Eintritt: frei
Kartenreservierung: Fon. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:
Die Juden sind schuld - Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft am Beispiel muslimisch sozialisierter Milieus

Kulturprogramm

Dienstag, 25. Januar 2011, 19.30 Uhr
Stadtteilm├╝tter auf den Spuren der Geschichte

Mit der Ver├Âffentlichung des Buches "Unsere Geschichten - Eure Geschichte? - Neuk├Âllner Stadtteilm├╝tter und ihre Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus" haben 14 Migrantinnen und die Aktion S├╝hnezeichen Friedensdienste (ASF) Neuland betreten. Sehr pers├Ânlich reflektieren hier u.a. Frauen t├╝rkischer, kurdischer, kosovarischer und polnischer Herkunft ├╝ber ihre Begegnungen mit NS-├ťberlebenden und Angeh├Ârigen von NS-T├ĄterInnen. Und sie stellen diese Reflektionen in den Kontext ihrer eigenen Flucht- und Migrationserfahrungen sowie ihres Alltags in Berlin-Neuk├Âlln.
Drei Autorinnen - Emine El├ži, Regina Cysewski und Makfirete Bakalli - lesen aus ihren Beitr├Ągen und sprechen anschlie├čend mit dem Gr├╝nen-Politiker Cem ├ľzdemir, der Politologin Elke Gryglewski und Jutta Weduwen (ASF). Moderation: Heike Kleffner (ASF).
Veranstaltungsort: Gro├čer Saal, 2. OG
Lindenstra├če 9-14
10969 Berlin-Kreuzberg
www.jmberlin.de
Kartenreservierung: Fon. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de
Eintritt: frei

Samstag, 29. Januar 2011, 18:00 - 02:00 Uhr
Lange Nacht der Museen - K├Ârper trifft Seele

Die 28. Lange Nacht orientiert sich diesen Winter am Jahresthema "Gesundheit" des Bundesministeriums f├╝r Bildung und Forschung und lautet deshalb "K├Ârper trifft Seele". Er├Âffnet wird die Lange Nacht am Kulturforum, von wo aus die Shuttle-Busse starten. Dort kann frau sich in letzter Minute ├╝ber das Programm informieren und Tickets kaufen. Viele Museen bieten thematische F├╝hrungen und musikalisch-literarische Programme an. Das J├╝disches Museum Berlin ├Âffnet f├╝r diesen Event seine T├╝ren zu den verschiedenen Sonderausstellungen sowie der Dauerausstellung bis zwei Uhr morgens. Das Haus nahm f├╝r diese lange und besondere Nacht folgende Veranstaltungen mit in das Programm auf:

  • 18:00 und 19:00 Uhr - "Du bist bei Parf├╝m├Âren angekommen"
    Kuratorenf├╝hrung durch die Kabinettausstellung
  • 18:00 bis 22:00 Uhr - Bei mir bist Du schoen!
    Mit Gesichtswasser und Puder in der Tradition der Scherk-Produkte k├Ânnen sich BesucherInnen von einer Kosmetikerin erfrischen lassen.
  • 20:00, 21:00, 22:00 und 23:00 Uhr - ├ťber Zwangsarbeiter und Arbeitssklaven
    F├╝hrung durch die Sonderausstellung "Zwangsarbeit"
    Veranstaltungsort: J├╝disches Museum Berlin
    Eintritt: mit dem Lange-Nacht-Ticket 15 Euro, erm├Ą├čigt 10 Euro
    Tickets online ab 3. Dezember 2010 unter: www.museumsportal-berlin.de/shop
    Anmeldung f├╝r F├╝hrungen am Veranstaltungsabend an der Museumskasse (begrenzte TeilnehmerInnenzahl)
    Weitere Infos finden Sie unter: www.lange-nacht-der-museen.de


    Montag, 31. Januar 2011, 19:30 Uhr
    Zur Geschichte von Juden und D├Ânme in der T├╝rkei

    Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe "Gespr├Ąche ├╝ber j├╝dische Gegenwart und Vergangenheit" statt. Vor drei Jahrhunderten gr├╝ndeten die Anh├ĄngerInnen von Rabbi Schabbtai Zwi eine eigene religi├Âse Gruppierung. Dem Vorbild ihres Messias folgend, traten sie zum Islam ├╝ber und wurden D├Ânme (T├╝rkisch: KonvertitInnen) genannt. Welches Verh├Ąltnis unterhielten sie zu den j├╝dischen Gemeinden im Osmanischen Reich? Welche Rolle spielen beide Minderheiten in der Geschichte der t├╝rkischen Republik?
    Die Turkologin Corry Guttstadt und der Historiker Marc Baer widmen den Abend diesen und anderen Fragen. Dieser Abend ist in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Moderner Orient entstanden.
    Veranstaltungsort: Auditorium EG
    Kartenreservierung: Fon. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de
    Eintritt: frei


    Virtuelle Ausstellungen sind in Computerkojen des Rafael Roth Learning Center zu sehen. Diese multimedial pr├Ąsentierten Geschichten vertiefen zentrale Themen der Dauer- und Sonderausstellungen.

    Weiterf├╝hrende Informationen finden Sie unter: www.jmberlin.de


    J├╝disches Museum Berlin
    Lindenstra├če 9-14
    10969 Berlin


    ├ľffnungszeiten: Montag: 10 - 22 Uhr, Dienstag - Sonntag: 10 - 20 Uhr
    Letzter Einlass f├╝r BesucherInnen ist dienstags bis sonntags 19 Uhr, montags 21 Uhr

    Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro, erm├Ą├čigt 2,50 Euro (Kinder bis zum sechsten Lebensjahr: Eintritt frei), Familienticket10 Euro (zwei Erwachsene, bis zu vier Kinder)

  • Jüdisches Leben Beitrag vom 18.12.2010 AVIVA-Redaktion 





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