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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2021 - Beitrag vom 03.02.2015


Lyambiko - Muse
Clarissa Lempp

Die Jazz-Sängerin Lyambiko interpretiert auf ihrem neuen Album "Muse" große Songs von großen Frauen. Dabei überrascht sie mit einer Auswahl an gefühlvollen Versionen von Stevie Nicks bis Erykah Badu.




Der Jazz liegt hier in der Familie. Schon der Großvater von Sängerin Lyambiko war Mitglied einer Jazzcombo und auch ihr Vater war begeisterter Sänger. Nach einer Jugend in Thüringen zog es Lyambiko, die schon mit 17 Jahren ihren ersten Musikwettbewerb gewann, nach Berlin. Sie studierte Gesang und arrangierte erste eigene Stücke. Hier formierte sich auch das Jazz-Quartett um Lyambiko, dem sie nicht nur ihren Namen, sondern auch ihre Stimme gab. Mit Erfolg. Die ersten beiden Alben wurden international gefeiert.

Auf ihrem aktuellen Album "Muse" ist Lyambiko inzwischen Solo unterwegs, begleitet durch Klavier, Bass und Schlagzeug. Ein klassisches Ensemble also, wie es in jedem Jazzkeller zu finden ist. Bei diesem Quartett fällt aber auf, dieses Team gibt sich Raum, auch wenn die Musik der Stimme Lyambikos folgt. Die Interpretationen von Songs, die aus Frauenfeder stammen, war Lyambiko dabei ein besonderes Anliegen. Empathie sieht sie als Schlagwort für ihre Arbeit mit Stücken wie "Landslide", von der unvergessenen Stevie Nicks, "Horacio" aus der Feder der First Lady of Jazz Jutta Hipp oder dem Klassiker "Besame Mucho" von Consuelo Velasquez.

Die Lieder auf Muse überraschen nicht, sind aber von einer angenehm warmen Grundstimmung durchzogen. Hier wird kein melancholischer Jazz, sondern leichter, schnell durchdringender "Wohlfühl-Jazz" gespielt. Gut gemacht ist das gar nicht verkehrt und Lyambiko macht es sehr gut. Mal erinnert sie dabei an Diane Shuur (Titelsong "Muse"), dann wird ihre Stimme warm und tief wie im Blues ("Spring"), bleibt aber immer hörbar sie selbst. Es geht eben nicht um ein Aneignen oder Wiederholen der Songs, sondern um einen Blick auf die Kompositionen von Frauen, die Lyambiko als Musen im besten Sinne zitiert.

AVIVA-Tipp: Ein feines, klares Album von einer der besten Jazz-Sängerinnen Deutschlands. "Muse" steckt an durch seine Spielfreude und öffnet den Blick für Frauen als Komponistinnen.

Lyambiko
Muse

Label: Sony Music Classical
ASIN: B00PMMHB9Y
VÖ: 30.01.2015

Mehr Infos und Konzertdaten gibt es auf der Internetseite der Sängerin:
www.lyambiko.com

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Lyambiko – Saffronia, mit Cover-Versionen von Nina Simone

Lyambiko – Sings Gershwin

Lyambiko – Something Like Reality

Stevie Nicks - 24 Karat Gold: Songs From The Vault

Erykah Badu - New Amerykah Part One - 4th World War





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Beitrag vom 03.02.2015

Clarissa Lempp 






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