Heather Nova - 300 Days At Sea - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Music



AVIVA-BERLIN.de im Februar 2021 - Beitrag vom 13.08.2011


Heather Nova - 300 Days At Sea
Lisa Erdmann

Auch auf ihrem mittlerweile achten Studioalbum beweist Heather Nova wieder ihr unnachahmliches Gespür für Musik. Die Vorzeige-Songwriterin und Umweltschützerin vertont in gewohnt zart-rockiger...




... Manier erstaunlich private Momentaufnahmen und Geschichten, ohne jemals in plakativen Kitsch abzudriften.

Dass Heather Allison Frith die sagenumwobene Region rund um das Bermudadreieck so sehr am Herzen liegt, kommt nicht von ungefähr, schließlich wurde die heute 44-Jährige einst auf der atlantischen Insel geboren und kehrte erst kürzlich, nach jahrelangem Pendeln zwischen Los Angeles, New York und London, in ihre Heimat zurück.
Das Abwenden vom Großstadttrubel und Besinnen auf das Wesentliche wirkte sich auch auf die Produktion ihres aktuellen Longplayers aus. Produzierte die Künstlerin ihre früheren Aufnahmen stets in den US-Metropolen, verfasste sie ihre zwölf Titel für "300 Days At Sea" allesamt in malerischer Isolation und nahm die Songs schließlich in ihrem privaten, vollständig solarbetriebenen Studio auf einer kleinen Insel auf.

Nach mittlerweile fast 20 Jahren Musikkarriere wirkt das "300 Days At Sea" nun wie eine Schnittstelle aus Vergangenheit und Gegenwart. Die unkonventionelle Segelboot-Kindheit der Sängerin (Heather Nova kreuzte gemeinsam mit ihren Eltern jahrelang auf dem familieneigenen Hausboot "Moon" durch die Karibik) wird ebenso thematisiert wie die intimsten Momente des Erwachsenwerdens und -seins. Kitschig wird die Ausnahmemusikerin dabei dennoch nie. Vielmehr versprüht der Longplayer eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit, wie frau sie wohl nur im Paradies finden kann.

Auch wenn der nach vorne preschenden Opener "Beautiful Ride" noch ungewöhnlich reich instrumentiert scheint, fokussierenden die restlichen Titel vor allem das facettenreiche Gesangstalent der Musikerin. Kratzig-rauchige Tiefen spielen bei "Higher Ground" im Refrain zu zarten Höhen auf, während Stop The Fire" mit treibenden Drums fast poppig hinüberweht. Selbst wenn Miss Nova schmachtet, wirkt ihr Gesang stets glaubwürdig und von Herzen. Zärtliche Brisen wie in "Everythings Changes", "Burning To Love" oder dem abschließenden "Stay" behalten auf "300 Days At Sea" grundsätzlich die Oberhand und schmeicheln sich mal mehr, mal weniger melancholisch ins Hörerinnenherz.

Heather Nova im Netz: www.heathernova.com

AVIVA-Tipp: "300 Days At Sea" bietet zwölf liebevolle Songs, die trotz eher mäßigem Wellengang keineswegs belanglos daherschippern. Ein Album für die besinnlichen Stunden, bei denen die Hörerin dem Alltag entfliehen, ein wenig mehr zu sich selbst kommen und Ruhe finden kann.


Heather Nova
300 Days At Sea

Label: Embassy Of Music, VÖ: Mai 2011


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Heather Nova - Redbird

Rachael Sage - Delancey St





Kunst + Kultur > Music

Beitrag vom 13.08.2011

Lisa Erdmann 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

. . . . PR . . . .

Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

. . . . PR . . . .

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de


Kooperationen

GEDOK-Berlin
RuT - Rad und Tat e.V.
Begine