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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 31.08.2012

Meshell Ndegeocello - pour une âme souveraine. a dedication to nina simone
Susanne Schwarz

Das zehnte Studio-Album der Musikerin besch├Ąftigt sich mit einem ihrer Idole, es ist Nina Simone gewidmet. Alle Titel darauf sind Adaptionen von Songs, die entweder von Simone stammen oder welche ...



... diese ebenfalls gecovert hat.

Die 43-J├Ąhrige Meshell Ndegeocello arbeitet ihre langj├Ąhrige musikalische Erfahrung in Simones Klassiker ein. Immerhin hat sie bereits mit vielen internationalen K├╝nstlerInnen wie Madonna, den Rolling Stones, Carlos Santana, Prince, Paul Simon und David Bowie zusammengearbeitet. Das h├Ârt man dem Tributalbum an: Ndegeocello hat Simones Klassikern neues Leben eingehaucht, indem sie Rock-, Funk-, Pop- und Discoelemente mit deren typischen Soul- und Gospelrhythmen kombiniert.

So beginnt das Album mit Nina Simones Please Don┬┤t Let Me Be Misunderstood, das auch durch die Coverversion von Eric Burdon and The Animals bekannt ist. Ndegeocello setzt dabei auf eine gitarrenlastige, ruhige Funk-Version ÔÇô ein Stil, der im Laufe des Albums noch h├Ąufiger hineinspielen wird. Leonard Cohens ber├╝hmtes Suzanne hingegen gestaltet sie mit dominanter Perkussion, kr├Ąftigem Bass und stark erh├Âhtem Tempo in tanzbarer Manier.
Das steigert sich noch bei House of the Rising Sun: Der traditionelle Folk-Blues-Song tritt hier als Discoversion auf. To Be Young, Gifted and Black hingegen ist ein ruhiger Folk-Soul-Mix. Elektronische Elemente spielen in allen Liedern eine gro├če Rolle und sind manchmal mehr, dann wieder weniger durch akustische Instrumente unterst├╝tzt. Auff├Ąllig ist, dass das Klavier, welches Nina Simone so gern genutzt hat, keine gro├če Rolle spielt.

Warum das der Fall ist? "Wir wollten etwas machen, das wirklich authentisch f├╝r Nina Simone ist. Dabei stellten wir fest, dass das bedeutet, etwas zu produzieren, das f├╝r uns selbst authentisch ist", erkl├Ąrt Koproduzent Chris Bruce gegen├╝ber dem Label Na├»ve. Das Ziel sei nicht gewesen, bereits existente Versionen einfach noch einmal zu erschaffen. "Nina hat ihr Leben lang immer weiter nach Neuem geforscht und experimentiert. Diesen Esprit wollten wir auch nutzen und daraus unsere eigenen Lieder machen", f├╝gt er hinzu.

H├Ârerinnen, die mit dem Werk von Nina Simone nicht oder nur am Rande vertraut sind, werden vielleicht ├ťberraschungen erleben: Einige der Lieder, die Ndegeocello in neuem Gewand pr├Ąsentiert, sind der Allgemeinheit eher als Hits verschiedener anderer K├╝nstlerInnen vertraut, weniger jedoch durch Nina Simone. Neben Suzanne von Leonard Cohen folgt noch Turn Me On, das urspr├╝nglich Mark Dinning 1961 aufnahm und 2002 in der Version von Norah Jones Erfolge feierte. Feeling Good wurde zuletzt 2005 als Single von Michael Bubl├ę in den Radios gespielt. Auch von Muse existiert seit 2001 eine weltbekannte Adaption. Nur wenige wissen hingegen, dass dieses St├╝ck aus dem Broadway-Musical The Roar of the Greasepaint ÔÇô The Smell of the Crowd von 1965 stammt.
Hinzu kommen verschiedene traditionelle Folk- und Gospelsongs, deren UrheberInnenschaft ungekl├Ąrt ist. House of the Rising Sun ist so eines oder auch Nobody┬┤s Fault But Mine.
Diese sehr unterschiedlichen Titel haben gemeinsam, dass sie auch schon einmal von Nina Simone interpretiert wurden ÔÇô und nun von Meshell Ndegeocello.

Doch nicht nur von ihr allein: Die Solo-S├Ąngerin hat sich f├╝r dieses Projekt hochkar├Ątige DuettpartnerInnen gesucht. Auf Don┬┤t Take All Night singt sie mit Sinead O┬┤Connor, wird von Lizz Wright unterst├╝tzt. Dar├╝ber hinaus wirken die Folk-Musikerinnen Valerie June und Toshi Reagon sowie der Jazzinterpret und Multi-Instrumentalist Tracy Wannomae und Souls├Ąnger Cody ChesnuTT mit.

Zur K├╝nstlerin: Meshell Ndegeocello wurde 1969 in Berlin geboren und hei├čt eigentlich Michelle Lynn Johnson. Ihren K├╝nstlerinnennamen, urspr├╝nglich Me┬┤shell Ndeg├ęOcello, hat sie angenommen, weil er auf auf Swahili frei wie ein Vogel bedeutet. Die Familie siedelte bald nach Virginia/USA um. Ihr Vater, ein Hobby-Saxophonist, brachte ihr bereits fr├╝h musikalische Grundlagen bei. Als Jugendliche erlernte die S├Ąngerin auf eigene Faust das Spielen eines E-Basses. Es folgten Auftritte in einigen Clubs in Washington D.C.. Als sie mit ihrem Sohn Askia schwanger war, brach Ndegeocello das Jura-Studium an der Howard University ab. Als erste Frau wurde sie 1993 von Maverick Records, dem von Madonna gegr├╝ndeten Label, unter Vertrag genommen. pour une ├óme souveraine ist bereits ihr zehntes Studio-Album.
Weitere Infos auf www.meshell.com und Facebook

AVIVA-Tipp: Meshell Ndegeocello hat ein spannendes Album geschaffen, das auf moderne Art und Weise an Nina Simone erinnert. F├╝r Simone-Fans ist pour une ├óme souveraine ein sch├Âner Tribut an die Musikikone, der ihr Werk noch einmal aufleben l├Ąsst. F├╝r andere ist es eine M├Âglichkeit, Simones Schaffen kennenzulernen. In diesem Zusammenhang ist es besonders angenehm, dass nicht nur die bekanntesten Lieder von ihr herausgegriffen wurden. Ndegeocello interpretiert eben auch St├╝cke, die Simone so viel bedeutet haben, dass sie selbst ein Cover produziert hat. So ergibt sich ein rundes Album, das ├╝berdies auch genug Eigendynamik hat, um f├╝r sich selbst zu stehen.

pour une âme souveraine. a dedication to nina simone
Meshell Ndegeocello

Label: Na├»ve, V├ľ: 5. Oktober 2012

Weiterh├Âren auf AVIVA-Berlin:

Cookie: The Anthropological Mixtape von Meshell Ndegeocello

Der Tag, an dem Nina Simone aufh├Ârte zu singen von Darina Al-Joundi, Mohamed Kacimi

Quellen: www.music-story.com/meshell-ndegeocello/biographie und The New York Times ÔÇô www.nytimes.com


Music Beitrag vom 31.08.2012 AVIVA-Redaktion 





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