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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 17.06.2010

Robyn - Body Talk Pt. 1
Lisa Erdmann

Die Königin der Metamorphose ist zurĂŒck, um all den farblosen Pop-Prinzessinen den Kampf anzusagen. Mit einem Hofstaat aus Elektro-Punks, Fembots und Dancehall Queens lĂ€utet Robyn den ersten Teil...



... ihrer Albumtrilogie "Body Talk" ein und erobert prompt sÀmtliche Klanggebiete.

Robin Miriam Carlsson ist der lebende Beweis dafĂŒr, dass Skandinavierinnen ein Gen fĂŒr musikalisches GespĂŒr haben mĂŒssen. Die Schwedin hat nĂ€mlich, im Gegensatz zu vielen anderen SolokĂŒnstlerinnen, das Talent, sich einerseits immer wieder neu zu erfinden und sich andererseits musikalisch treu zu bleiben. Diesen Spagat zwischen kreativem Wandel und konstantem Widerkennungswert scheint Robyn mit Leichtigkeit zu vollziehen - und das ist auch auf ihrem neuesten Album unĂŒberhörbar.

Die ersten musikalischen Schritte der 1979 in Stockholm geborenen Klangexpertin waren weniger ĂŒberzeugend: im Altern von 16 Jahren veröffentlichte sie bei einem Major-Label ihr DebĂŒtalbum, welches zum Leid der KĂŒnstlerin im Mainstream-Meer unterging. Seit 2005 macht Robyn jedoch, unterstĂŒtzt von Punkband-Mitglied Klas Ahlund, mit ihrem eigenen Label endlich auch ihren ganz eigenen Sound. Dass sich dieser als akustischer Hochgenuss entpuppte, bewies im selben Jahr ihr erstes selbst produziertes Album "Robyn". Der Longplayer schoss zielstrebig auf Platz Eins der schwedischen Hitlisten und wurde in ihrem Heimatland mit Platin, in England mit Gold ausgezeichnet. In Deutschland kam "Robyn" erst zwei Jahre spĂ€ter, 2007, in die PlattenlĂ€den.

Nun, fĂŒnf Jahre spĂ€ter, versorgt die 31-JĂ€hrige ihre Fans endlich mit Klang-Nachschub. Warum die Musikerin in Zeiten von Download-Piraterie und Itunes-Shop dennoch auf physische Alben setzt und sich gar die Produktion einer ganzen Album-Trilogie vorgenommen hat, kann frau nur mutmaßen. Freuen kann sie sich jedoch umso mehr - spĂ€testens nach dem ersten Hören von "Body Talk Pt. 1" - auf den Rest des Jahres 2010, welches neben allerlei Chartgedudel endlich auch wieder jede Menge guter Musik bereit zu halten scheint.

Eröffnet wird das Kurzalbum, welches mit acht Titeln irgendwo zwischen EP und LP liegt, mit einem angriffslustigen Minimaltitel in Robyn-Manier. "Don`t Fucking Tell Me What To Do" heißt der synthetische Elektropop-Song, der mit anheizenden BĂ€ssen im Dubstep-Bereich anlĂ€uft. UnabhĂ€ngiger und freier denn je spricht sich die SĂ€ngerin in diesem clubtauglichen Opener den Frust von der Seele und erzĂ€hlt der Hörerin ungeniert, welche alltĂ€glichen Laster sie quĂ€len: "My TV is kiling me, My drinking is killing me, My smoking is killing me" - und noch etliches mehr macht der KĂŒnstlerin zu schaffen.

Der zweite Titel ist zugleich das Album-Highlight. Hier leiht die Skandinavierin den Fembots, einer Fusion aus Frau und Roboter, ihre wunderbare Stimme - "In fact iÂŽm a very scientifically advanced hot mama" - und rappt mit burschikosem Charme ĂŒber die emotionalen BedĂŒrfnisse der kĂŒnstlichen Geschöpfe. Auch der von dem aus Philadelphia stammenden Club-DJ "Diplo" unterstĂŒtze Titel "Dancehall Queen" hat es in sich: eine digitalisierte Reggae-Pop-Nummer, die zugleich als halbsatirische Hommage an den europĂ€ischen Chart-Rave und Rap der 90er Jahre und dessen Acts wie Dr Alban, Leila K und Neneh Cherry daherkommt. "Dancing Queen" ist der ideale Song, um tanzfreudigen Hörerinnen zukĂŒnftig die lauen SommernĂ€chte bis zum Morgengrauen zu verlĂ€ngern. Robyns somnambule Version des schwedischen Volksliedes "Jag Vet En Delig Rosa (zu Deutsch: "Ich kenne eine liebliche Rose") kann mit infantiler Anmut, Retro-Mikrophon und zartem Glockenspiel punkten und rundet das Minialbum gelungen ab.

Robyn im Netz: www.robyn.com

AVIVA-Tipp: Trotz der geringeren Titelanzahl ist "Body Talk Pt. 1" ein durchgĂ€ngig facettenreicher Trilogieauftakt, welcher der Hörerin gewissermaßen als Konzeptalbum ins Ohr geht. Von feinstem Elektrosound ĂŒber bassreiche DancehallklĂ€nge und akustischen Balladen bis hin zu nostalgischen Volksliedern - bei der geneigten Hörerin bleibt kein Klangwunsch offen, mehr noch, der fast-Longplayer hĂ€lt sogar noch einige wohltuende Überraschungen bereit.


Robyn
Body Talk Pt. 1

Label: Konichiwa Records / Ministry of Sound Germany, VÖ: Juni 2010


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Music Beitrag vom 17.06.2010 Lisa Erdmann 





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