Avishai Cohen - Seven Seas - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Music
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 etage7
AVIVA-Berlin > Music AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 19.05.2011

Avishai Cohen - Seven Seas
Lisa Erdmann

Der in Israel geborene Avishai Cohen z√§hlt heute weltweit zu den bedeutendsten Songwritern, Komponisten und Arrangeuren des Modern Jazz. Sein mittlerweile zw√∂lfter Tontr√§ger √ľberzeugt als weicher...



...Stilmix, der virtuos die Grenzen zwischen Latin-Jazz, Klassik und j√ľdischer Folk-Tradition verwischt.

Avishai Cohen, geboren 1970, wuchs im Kibbutz Kabri in einer √§u√üerst klassikbegeisterten Familie auf. Bereits im Alter von neun Jahren erhielt er Klavierunterricht, wechselte jedoch mit vierzehn zur Bassgitarre. Sp√§ter, nach zwei Jahren Mitgliedschaft in der Armeeband, studierte Cohen Kontrabass bei Koryph√§e Michael Klinghoffer und zog anschlie√üend nach New York, wo er mit anderen JazzmusikerInnen in Kontakt kam. In den ersten Jahren im Big Apple spielte der Komponist seinen Bass vor allem in Subways, Parks und auf der Stra√üe und studierte Musik am "Mannes College The New School for Music", bis er in 1996, von Pianist Danilo P√©rez entdeckt, Mitglied von Chick Coreas "New Trio" und dessen Sextett "Origin" wurde. Zus√§tzlich arbeitete Cohen mit K√ľnstlerInnen wie der chilenischen S√§ngerin Claudia Acu√Īa und Soul-Diva Alicia Keys zusammen und gab unter anderem Konzerte mit dem "Israel Philharmonic Orchestra".

Seitdem hat der Kontrabassist zw√∂lf Alben unter seinem Namen ver√∂ffentlicht, lebt mittlerweile in Tel Aviv und wurde unl√§ngst als Jazzvision√§r und "one of the 100 Most Influential Bass Players of the 20th Century" (Bass Player Magazine) gek√ľrt. Auch auf seinem aktuellen Longplayer "Seven Seas" gelingt es dem 41-J√§hrigen mit h√∂rbarer Leidenschaft, eine klangsch√∂ne Verbindung zwischen flirrendem Nu-Jazz-Sound und melancholischen Folk-Melodien herzustellen, die ihresgleichen sucht. F√ľr den richtigen Drive der insgesamt zehn Titel sorgen auch Karen Malkas Gesang, Amos Hoffman an der Laute und der Percussionist und Co-Produzent Itamar Doari, dessen Spiel den Songs nah√∂stliche, spanische und nordafrikanische Str√∂mungen verleiht.

Bereits der Opener "Dreaming" stellt Cohens musikalische Kreativit√§t und Vielf√§ltigkeit zur Schau. Nachdem der Track mit einem weich-treibenden Pianospiel er√∂ffnet wird, erweitert der Bassist das Klangspektrum um zarte Gesangsparts. Die erst nur hintergr√ľndig begleitende Percussion tritt schlie√ülich in den Vordergrund, der Groove wird wilder und der Rhythmus steckt an - bis schlie√ülich alles wieder in der Eingangsmelodie m√ľndet. Auch das zweite St√ľck, das Wiegenlied "About A Tree (Oyfn Weg Shteyt A Boym)", begeistert mit den f√ľr Cohen bereits bei fr√ľheren Werken typischen Vokalisen und malerisch-melancholischen Bildern aus Klavier und Kontrabass.

Das Titelst√ľck des Longplayers beginnt mit einem stotterndem Kampf zwischen Bass und Cohen`schen Vocals, wird abgel√∂st von Shai Maestros rhythmisch-schlagendem Pianospiel und orientalisch anmutender Percussion und endet schlie√ülich in einer opulenten Bass-Improvisation. Die H√∂rerin fiebert dem Finale entgegen, das sich mit ansteigender Geschwindigkeit vor ihren Ohren aufbaut.

Sp√§testens bei "Halah" steht vor allem die Stimme des Komponisten im Vordergrund und verspr√ľht eine feinf√ľhlige, kosmopolitische Schwermut, die das Publikum in ihren Bann zieht. √Ąhnlich verh√§lt es sich mit Titeln wie "Staav" und "Ani Aff", bei denen der ambitionierte Arrangeur seine Stimme als zus√§tzliches Instrument zwischen Emotion und Ekstase zum Einsatz bringt. Den H√∂hepunkt der symphonischen Kl√§nge voller Inspiration, die irgendwo zwischen Orient und Oxident ins Ohr gehen, findet frau schlie√ülich bei "Two Roses (Shnei Shoshanim)". Ein energetisch getriebener Titel, der sich zwischen Bl√§sern, Piano und Percussion immer wieder auf Cohens warmen Gesang besinnt.

Avishai Cohen im Netz: www.avishaimusic.com


AVIVA-Tipp: Gemeinsam mit dem schwedischen Toningenieur Lars Nilsson ist Avishai Cohen und seinen BegleiterInnen ein Jazz-Album gelungen, das der H√∂rerin so st√ľrmisch, tief und unberechenbar wie die sieben Weltmeere erscheint. "Seven Seas" erinnert an Legenden und Mythen, √ľberrascht mit unkonventionellen Drehungen und Wendungen und gestaltet sich so zum bisher spannendsten Album des Musikers.


Avishai Cohen
Seven Seas

Label: Blue Note (EMI Music), V√Ė: Februar 2011


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

David Orlowsky Trio - Nessiah

Anke Helfrich - Stormproof

Music Beitrag vom 19.05.2011 Lisa Erdmann 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken