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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2018 - Beitrag vom 03.05.2012

Demonstration am 5. Mai 2012. Winds of War. IranerInnen und Israelis gegen Deutschlands Beitrag zur Eskalation der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten
AVIVA-Redaktion

Israelische und iranische BerlinerInnen haben genug von der Kriegstreiberei und Hetze auf allen Seiten sowie der profitgetriebenen Beteiligung westlicher Regierungen an einer drohenden Eskalation.



Gemeinsam werden sie am 5. Mai 2012 für eine friedensorientierte Politik auf die Straße gehen und legten hierzu in einem offenen Schreiben ihre Positionen dar:

"Wir IranerInnen und Israelis, die in Berlin leben, protestieren gemeinsam gegen die aktuelle Politik in Deutschland, Israel und dem Iran, die alle das Ziel einer Eskalation eines militärischen Konfliktes im Nahen und Mittleren Osten verfolgen. Wir sind gegen die Aufrüstung Israels durch die deutsche Regierung, die Sanktionen, die der Westens dem Iran aufzwingt, gegen die Politik der Kriegsdrohungen und gegen die bewusste Eskalation, die von der israelischen und der iranischen Regierung vorangetrieben werden.

Wir sind der Meinung, dass der nukleare Hype sowohl von der iranischen und als auch der israelischen Regierung genutzt wird, um damit die öffentliche Aufmerksamkeit von den drängenden und existenziellen Bedürfnissen ihrer Bevölkerungen abzulenken: die wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Spannungen, Ungleichheiten und Repressionen.

Darüber hinaus wird der konstruierte Konflikt zwischen den beiden Ländern dazu benutzt, um - sowohl im Ausland als auch zu Hause - Kritik zu unterdrücken, Kritik an jahrzehntelanger Besatzung und Unterdrückung der PalästinenserInnen durch Israel und die Unterdrückung der iranischen Bevölkerung durch das Regime im Iran.

Angesichts der wachsenden Kriegsdrohungen sind wir überzeugt davon, dass eine starke Opposition gegen die Kriegstreiberei und eine kritische Analyse der Ursachen des aktuellen Konflikts notwendig sind. Wir versuchen, gegen den Krieg zu handeln in dem wir Beziehungen zwischen den Menschen aus der Region herstellen, Widerstand und Opposition zu Hause und im Ausland und eine kritische Auseinandersetzung innerhalb der deutschen Öffentlichkeit in Bezug auf Deutschlands Interventionen im Nahen und Mittleren Osten fördern.

Nein zu Sanktionen

Die Sanktionen, von denen behauptet wird, sie seien gegen die iranische Regierung gerichtet, treffen in Wirklichkeit meist die einfache Bevölkerung. Sie haben sich auch nachteilig ausgewirkt auf die iranische Protestbewegung, die im Jahr 2009 begonnen hatte. Ein Krieg zusätzlich zu den Sanktionen, die die Bevölkerung und Opposition lähmen, wäre neben den konkreten Kriegsopfern ein Werkzeug für die iranische Regierung, Proteste niederzuschlagen und zu unterdrücken. Wir sind solidarisch mit den Kämpfen der iranischen Bewegung. Wir glauben, dass sie die einzige legitime Kraft sind, die aktuelle Situation im Iran zu ändern.

Nein zum internationalen Beitrag zum Wettrüsten in der Region

Wir fordern:

  • Eine öffentliche Debatte in Deutschland, Israel und im Iran: es ist Zeit, diese Probleme nicht mehr zu ignorieren und sich der schrecklichen Realität zu stellen
  • Wir rufen Deutschland dazu auf, seine militärische Beteiligung im Nahen und Mittleren Ostens zu beenden und Waffenlieferungen an Israel zu stoppen
  • Ein Ende der Kriegsdrohungen von allen Seiten
  • Ein Ende aller Sanktionen gegen den Iran
  • Ein Ende der Besatzung, genauso wie ein Ende aller Kriege und der Militarisierung des Nahen und Mittleren Ostens
  • Einen Abbau aller nuklearen und anderen Massenvernichtungswaffen in der Region"

    (Quelle: Iranian-Israeli Circle against war, sanctions, occupation and states oppression)

    Der Protest gegen Krieg, Rüstungswettlauf und Sanktionen braucht breite Unterstützung!

    Demonstrierende treffen sich am

    Samstag, den 5. Mai 2012, um 14 Uhr am Kottbusser Tor

    Es wird gebeten, auf Fahnen und nationale Symbole zu verzichten.


    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Iranians and Israelis against war, sanctions, occupation and state oppression

    Die Einladung zur Demonstration auf Facebook

    Israel loves Iran

    An dieser Stelle distanziert sich AVIVA-Berlin von der Formulierung der InitiatorInnen, die Israel als "Atomwaffenstaat" bezeichnet.

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

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  • Public Affairs Beitrag vom 03.05.2012 AVIVA-Redaktion 





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