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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 22.05.2013

Come as you are - Vielfalt ist Schönheit. Demo gegen Sexismus in der Werbung am 1. September 2013
AVIVA-Redaktion

Sexistische, gewaltverherrlichende Werbung, die Geschlechterrollenstereotype zementiert und Frauen auf bloße Objekte des mĂ€nnlichen Blickes reduziert? Alles ironisch gemeint, also nicht...



... verletzend, sondern witzig und clever, kein Grund zur Empörung, wenn aufgebrachte KritikerInnen "einfach den Witz nicht verstanden" haben.


NEWS vom 30.08.2013Demo am 1. September 2013, am nĂ€chsten Tag Übergabe der Petition

Am 2. September 2013 wird die Petition dem Deutschen Werberat ĂŒbergeben – am 1. September 2013 rocken die InitiatorInnen und ihre VerbĂŒndeten vorher noch einmal Berlin: Pinkstinks organisiert die weltweit erste Demo gegen Sexismus in der Werbung - es wird groß, laut und bunt. Mit toller Musik, Reden, vielen Frauen- und MĂ€dchenorganisationen, Menschen aller Gender, Cowgirls und Softies, Rockstars und Prinzessinnen.

Das Motto: Come as you are: Vielfalt ist Schönheit!

Stevie von Pinkstinks und Sookee werden die Demo eröffnen, es folgen Anne Wizorek und Kathy Meßmer, das Amt fĂŒr Werbefreiheit und gutes Leben, Bernadette La Hengst, Missy Magazine, Terre des Femmes und Bff Frauen gegen Gewalt e.V., Doctorella, Occupy Barbie Dreamhouse und Dirk von Lowtzow (Tocotronic), und zum Abschluss spielen Sookee und Kobito.

Die Veranstaltenden sind von 15-17 Uhr auf einer großen BĂŒhne auf der Mittelinsel am Pariser Platz, direkt vor dem Brandenburger Tor.

NatĂŒrlich ist JEDER Mensch eingeladen – politische Parteien aber bitte ohne Transparente (Flyer kein Problem), alle anderen: Malt Schilder! Zeigt Meinung!

Die Demo als Event auf Facebook




Pinkstinks fragt jetzt zu Recht, von welchen AdressatInnen der Deutsche Werberat eigentlich ausgeht, wenn er voraussetzt, dass diese alle "verstÀndige Durchschnittsverbraucher" sind, die zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit zu differenzieren wissen.


"Lieber Deutscher Werberat,


Sie wollen uns vor Werbung schĂŒtzen, in der "Frauen auf eine stĂ€ndige sexuelle VerfĂŒgbarkeit" reduziert werden. Werbung, die man bei Ihnen in diesem Sinne beanstandet, wird jedoch zu oft verteidigt, sie wĂ€re doch nur ironisch gemeint, sie wĂŒrde "mit einem Augenzwinkern" arbeiten. Sie gehen dabei vom Eindruck eines "verstĂ€ndigen Durchschnittsverbrauchers" aus.

Kinder sind keine "verstĂ€ndigen Durchschnittsverbraucher"! In der Außenwerbung muss von der Sicht von Kindern ausgegangen werden!

Kinder verstehen Ironie frĂŒhestens mit dem Schulalter. Darstellungen von ĂŒberzogenen Geschlechterrollen treffen Kinder unvermittelt und direkt und bekrĂ€ftigen Klischees, denen sie leider in anderen Medien (Printwerbung, Musikvideos, Castingshows) genĂŒgend begegnen, vor denen man sie als Eltern aber lĂ€nger schĂŒtzen kann. Bilder sind mĂ€chtig, und die Außenwerbung in den GroßstĂ€dten hat in den letzten Jahren bedeutend zugenommen. Gerade auf den LeuchtlitfaßsĂ€ulen und Leuchttableaus, auf dem Weg zur Kita und Schule, sollten Kinder vor einer "Reduzierung von Frauen auf eine stĂ€ndige sexuelle VerfĂŒgbarkeit" geschĂŒtzt werden.

Selbst, wenn Kinder ĂŒber KnetmĂ€nnchen und Schwimmreifen lachen können, heißt das nicht, dass sie die dargestellten Rollenbilder nicht aufnehmen und speichern. Kinder erkennen noch nicht die ZusammenhĂ€nge des Gesamtbildes.
Auch manchen Erwachsenen verstummt hier das Lachen, aber das ist nicht unser Thema. Das Problem ist, dass immer jĂŒngere Kinder sich unwohl in ihrer Haut fĂŒhlen, sich extrem um ihr Aussehen sorgen, und zu frĂŒh von der Werbung suggeriert bekommen, dass sexuelle AttraktivitĂ€t von höchster Wichtigkeit sei.

Wir fordern:

Beurteilen Sie Außenwerbung aus der Sicht von Kindern! Streichen Sie den "verstĂ€ndigen Durchschnittsverbraucher"

ErstunterzeichnerInnen/InitiatorInnen:

Pinkstinks Germany e.V.
MĂ€dchenmannschaft
Landesfrauenrat Schleswig-Holstein
TERRE DES FEMMES Deutschland
Dolle Deerns.e.V. Hamburg
LAG MĂ€dchenpolitik Hamburg
pro:fem, Verbund Hamburger Frauen- und MĂ€dcheneinrichtungen e.V.
Uns gehtÂŽs ums Ganze, MĂŒnchen
AnyBody Deutschland
MĂ€dchenhaus Oldenburg
pro:fem, Verbund Hamburger Frauen- und MĂ€dcheneinrichtungen e.V.
Tritta e.V. - Verein fĂŒr feministische MĂ€dchenarbeit, Freiburg"


Unterschrieben werden kann die Petition hier:

Gegen sexuelle VerfĂŒgbarkeit in der Außenwerbung: Kinderschutz jetzt!

Kommen Sie auch zur Demonstration gegen Sexismus in der Werbung am 1. September 2013 in Berlin! Sookee wird die Demo eröffnen, es folgen Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Bernadette La Hengst und Doctorella. Es wird BeitrĂ€ge vom Missy Magazin, von Anne Wizorek und Kathy Meßmer sowie TERRE DES FEMMES, dem Bff e.V. und natĂŒrlich auch von Pinkstinks geben. Wer dabei sein möchte und wer Ideen fĂŒr starke Bilder hat, kann sich unter info@pinkstinks.de anmelden.

Jeder Mensch ist eingeladen – politische Parteien aber bitte ohne Transparente (Flyer kein Problem).




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Public Affairs Beitrag vom 22.05.2013 AVIVA-Redaktion 





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