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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 27.01.2009

Judenhetze in Europa ÔÇô ein Pressespiegel
AVIVA-Redaktion

Der neue alte Antisemitismus nimmt durch den Nahost-Konflikt erschreckende Z├╝ge an. Auch die AVIVA-Berlin-Redaktion wurde Zielscheibe f├╝r Anfeindungen und Drohungen. Hier ein ├ťberblick ├╝ber die ...



... Welle der Judenfeindlichkeit in Deutschland und Europa.

├ťbrigens: Wissen hilft gegen Vorurteile. Bewaffnen Sie sich mit Fakten und Argumenten! Zur Information und Aufkl├Ąrung ├╝ber das Judentum, den Staat Israel sowie den Konflikt im Nahen Osten bietet unter anderem die Bundeszentrale f├╝r Politische Bildung umfassendes und kostenloses bzw. -g├╝nstiges Material (auch f├╝r LehrerInnen zugeschnitten) an. Siehe: www.bpb.de Weitere Infos zu Geschichte, Land und Leuten finden Sie auf den Seiten der Israelischen Botschaft unter: www.mfa.gov.il

Aktuell aus den Medien:

Zum Fernbleiben des Zentralrats der Juden bei der Holocaust-Gedenkfeier:
"Der Gedenkfeier des Bundestages f├╝r die Opfer des Nationalsozialismus droht ein Eklat. Die Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland bleibt aus Protest gegen Missachtung und steigendem Judenhass erstmals der Veranstaltung fern, wie Generalsekret├Ąr Stephan J. Kramer der Nachrichtenagentur AP am Dienstag sagte." In: Stern.de

"Es sei zwar zu loben, dass in ganz Deutschland in vielen Veranstaltungen an den 64. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert werde, sagte der Generalsekret├Ąr (Stephan J. Kramer). ┬┤Doch wir mussten auch feststellen, dass w├Ąhrend des Gaza-Krieges die Zahl der Hass-Mails an den Zentralrat um 40 Prozent auf 200 bis 300 pro Woche zugenommen hat.┬┤ In einem Zehntel der Mails seien explizite Morddrohungen gegen pers├Ânlich benannte Mitglieder des Zentralrats enthalten gewesen." In: taz

Zur Aufhebung der Exkommunikation des Erzbischofs Marcel Lefebvre, Gr├╝nder der Bruderschaft Pius X, und des Bischofs Richard Williamson:
"Ausgerechnet der deutsche Papst Benedikt XVI. hat den Erzbischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson wieder in die katholische Kirche aufgenommen. Von Rechtsextremen wird dieser Schritt gefeiert - der Zentralrat der Juden in Deutschland ist emp├Ârt. (...) Zentralrat-Vize Graumann ist emp├Ârter als je zuvor: ┬┤Der Vatikan importiert doch mit der Rehabilitierung der Piusbr├╝der den ganzen alten, l├Ąngst ├╝berwunden geglaubten Antisemitismus wieder in die Kirche hinein. Diese Gefahr ist un├╝bersehbar. Wenn die Neonazis ├╝ber die Piusbr├╝der jubilieren, dann muss sich die katholische Kirche doch fragen, ob sie nicht was falsch gemacht hat.┬┤" In: Spiegel Online
"Die Theologin Uta-Ranke Heinemann erhebt schwere Vorw├╝rfe gegen Benedikt XVI. SPIEGEL ONLINE sagte sie, der Papst, der den Anspruch erhebe, in Glaubens- und Moralfragen unfehlbar zu sein, bagatellisiere mit dieser Ex-Exkommunikation den Antisemitismus. Und das sei kein Zufall: ┬┤Die 2000-j├Ąhrige Geschichte des Christentums ist eine Geschichte 2000-j├Ąhriger Judenverfolgung┬┤, sagte die Papst-Kritikerin." In: Spiegel Online

Neo-Antisemitismus in Europa:
"Ein eingeschlagenes Schaufenster in einem j├╝dischen Studentenheim in Genf, Schmierereien in Z├╝rich, die den Davidstern und das Hakenkreuz auf dieselbe Ebene stellen, Schm├Ąhbriefe an j├╝dische Gemeinden, ein Demonstrationsbanner mit der Behauptung, die Lage in Gaza sei schlimmer als der Holocaust: Israels Krieg gegen die radikal-islamische Hamas in Gaza, der am Sonntag nach drei Wochen mit einem br├╝chigen Waffenstillstand zu Ende ging, sch├╝rt Emotionen, die sich gegen Juden richten. (...) Israels Aussenministerin Zipi Livni ├Ąussert sich besorgt, weil ┬┤in vielen Teilen der Welt zahlreiche Berichte ├╝ber physische, verbale und andere Formen antisemitischer Attacken gegen├╝ber Juden und israelischen B├╝rgern registriert worden sind". In: Weltwoche.ch

"Highest anti-Semitism rates in 2 decades: The number of anti-Semitic attacks around the world during Israel┬┤s three-week military operation against Hamas in Gaza was up more than 300 percent compared to the same period last year, reaching a two-decade high, according to figures released Sunday by the Global Forum Against Anti-Semitism. The Israeli forum┬┤s annual report, released ahead of Tuesday┬┤s International Holocaust Remembrance Day, also cited the ┬┤conspicuous┬┤ comparisons being made between Israel┬┤s actions against Hamas in Gaza and those of Nazi Germany during the Holocaust. More than 250 anti-Semitic incidents were reported around the world during the 22-day assault on the Islamic regime in Gaza. (...) The bulk of the incidents were carried out in Western Europe and were led by local Muslims, including 100 each in France and Britain, the report found." in: The Jerusalem Post

"Vom ┬┤Blutrausch┬┤ der israelischen Regierung sprechen? ┬┤Logik der Gewalt┬┤? Die Situation in Gaza mit ┬┤Konzentrationslager┬┤(n) vergleichen? Die Medien als B├╝ttel der ┬┤israelischen Kriegspropaganda┬┤ brandmarken? Israelis als die Verantwortlichen f├╝r die ┬┤jahrzehntelangen unertr├Ąglichen Lebensbedingungen der Pal├Ąstinenser┬┤ hinstellen? Die Hamas als ┬┤islamische Hamas┬┤ bezeichnen, die aus ┬┤demokratischen Wahlen┬┤ als ┬┤kampfbereite(n) Hamas┬┤ hervorgegangen sei? Das ┬┤historische Duell zwischen David und Goliath┬┤ bem├╝hen? Was denn noch alles?" aus dem offenen Beschwerdebrief ├╝ber Dr. Dirk Hermann Vo├č┬┤ Leitkommentar (Sonntagszeitung Nr. 3 vom 17./18. Januar 2009) von Thomas Steierhoffer, Chefredakteur des PANKE-SPIEGEL (www.panke-spiegel.de) an Herrn Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin.

"In Br├╝ssel versuchten Unbekannte, eine Synagoge anzuz├╝nden. In den Niederlanden wurde das sozialistische Parlamentsmitglied Harry van Bommel auf einer Demonstration gesichtet, er skandierte "Intifada, Intifada, Pal├Ąstina frei!". Teilnehmer der Demonstration berichteten niederl├Ąndischen Medien, sie h├Ątten ┬┤Juden ins Gas┬┤-Rufe aus dem Hintergrund vernommen, auch in Frankfurt soll ├ähnliches gebr├╝llt worden sein. Im schwedischen Helsingborg schlug jemand das Fenster eines Geb├Ąudes der j├╝dischen Gemeinde ein und warf einen Brandsatz hinein. Ein pal├Ąstinensischer Einwanderer verletzte in D├Ąnemark zwei Israelis mit Sch├╝ssen. In London wurde ein Brandanschlag auf eine Synagoge ver├╝bt. Und Europa steht mit dem Problem nicht allein da: In der T├╝rkei musste ein Basketball-Europapokalspiel abgesagt werden, weil Fans des t├╝rkischen Vereins in der Halle antiisraelische Parolen skandierten. Die Spieler des israelischen Klubs Bnei Hasharon mussten in die Umkleidekabine fl├╝chten. In der ganzen Welt wurden bei Demonstrationen israelische Flaggen verbrannt, Davidsterne Hakenkreuzen gleichgesetzt." In: Welt Online

Frankreich: "In Frankreich gibt es mit f├╝nf Millionen Muslimen und 600.000 Juden die gr├Â├čten Gemeinden beider Konfessionen in Europa. Seit Jahresbeginn gab es bereits mehrfach Brandanschl├Ąge auf Synagogen. Die Regierung verst├Ąrkte auch die Sicherheitsma├čnahmen vor f├╝r Samstag angek├╝ndigten Demonstrationen beider Seiten. Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in Paris 180 Menschen festgenommen, zw├Âlf Polizisten waren am Rande gewaltsamer Proteste verletzt worden." In: honestlyconcerned.info

T├╝rkei: "Reactions to Israel have reached an extremely dangerous point where Turkish Jews, who have nothing to do with military movements, receive life threats or where they are not allowed into restaurants."
In: Hurriyet

Italien: "Eine neofaschistische Gruppe hat Dutzende Gesch├Ąften j├╝discher Kaufleute in Rom schwer besch├Ądigt. Die Bande beklebte die L├Ąden der Gesch├Ąfte mit Silikon und beschmierten die W├Ąnde vor den Shops mit den Worten ┬┤Boykott gegen Israel┬┤. Die r├Âmische Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen Aufhetzung zum Rassenhass ein. Zur Aktion bekannte sich die neofaschistische Gruppe "Militia", die seit mehreren Jahren in Rom aktiv ist. Die j├╝dische Gemeinschaft in Rom verurteilte die Besch├Ądigung der Gesch├Ąfte. In: Der Standard Online

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Public Affairs Beitrag vom 27.01.2009 AVIVA-Redaktion 





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