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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 03.09.2009

Post f├╝r Frau Merkel - Nein zu Kriegsgewalt gegen Frauen
AVIVA-Redaktion

Im Rahmen der Kampagne "Im Einsatz f├╝r Frauen in Kriegs- und Krisengebieten" hat die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale mit lautstarker Unterst├╝tzung der Berliner Samba-Band ...



"Rhythms Ribbon of Resistance" am 1. September 2009, dem Antikriegstag, mehr als 7.000 Postkarten an Bundeskanzlerin Angela Merkel ├╝bergeben. medica mondiale fordert damit die Bundeskanzlerin auf, sich gegen Kriegsgewalt an Frauen einzusetzen und insbesondere Ma├čnahmen gegen die Politik der Demokratischen Republik (DR) Kongo zu ergreifen.

medica mondiale fordert energische Schritte gegen Demokratische Republik Kongo

Mit der Kampagne "Im Einsatz f├╝r Frauen in Kriegs- und Krisengebieten" macht medica mondiale auf die unertr├Ągliche Situation tausender Frauen in kriegerischen Konflikten weltweit aufmerksam. So wurden allein in der DR Kongo im Jahr 2008 nach Sch├Ątzungen des UN-Menschenrechtsrates rund 100.000 Frauen vergewaltigt ÔÇô sowohl von Regierungssoldaten als auch von Milizen. "Es ist ein Skandal, dass diese schweren Menschenrechtsverletzungen vor den Augen der Welt├Âffentlichkeit andauern", so die Gr├╝nderin der Organisation Monika Hauser. Im Gespr├Ąch mit dem Bundeskanzleramt anl├Ąsslich der Postkarten├╝bergabe fordert die Organisation daher nachdr├╝cklich von der deutschen Politik, den Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die UN-Resolution 1820 von vergangenem Jahr gebe den Regierungen alle Mittel an die Hand, um endlich konkret zu werden. Die Resolution hatte Vergewaltigung und andere Formen sexualisierter Gewalt als "Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder konstitutiver Akt eines V├Âlkermords" bezeichnet. "Auf dieser Basis ist es Zeit, wirtschaftliche Sanktionen zu verh├Ąngen, Reiseverbote gegen Verantwortliche auszusprechen und die Zusammenarbeit zu verweigern", erkl├Ąrte Hauser.

"Da es der kongolesischen Regierung an politischem Willen zu mangeln scheint, sich vehement gegen sexualisierte Gewalt an Frauen einzusetzen, muss die Bundesregierung alle Zahlungen im Rahmen ihrer bilateralen Zusammenarbeit an die DR Kongo so lange einfrieren, bis sich die kongolesische Regierung eindeutig und unmissverst├Ąndlich gegen die sexualisierte Gewalt an Frauen einsetzt, sexualisierte Verbrechen gegen Frauen und M├Ądchen ├Ąchtet und T├Ątern mit Strafverfolgung droht", forderte die Menschenrechtsexpertin der Organisation, Selmin Caliskan, bei dem Gespr├Ąch im Bundeskanzleramt. Die DR Kongo ist seit Februar 2008 Partnerland der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands und erhielt bislang etwa 20 Millionen Euro.

Grunds├Ątzlich m├╝sse die Entwicklungszusammenarbeit mit der DR Kongo neu ausgerichtet werden. Die finanzielle Hilfe durch den Friedensfonds der Bundesregierung richtet sich derzeit auf den Aufbau von Infrastrukturen, den Staatsaufbau sowie die Reintegration der inl├Ąndischen Truppen. Dabei f├Ârdere der Fonds vor allem Projekte mit hohen Antragssummen und kurzen Laufzeiten. Beide Kriterien w├╝rden kleine Projekte zu Gunsten von vergewaltigten Frauen ausschlie├čen. "Die direkten Gelder der deutschen an die kongolesische Regierung sollten an Organisationen vergeben werden, die sich f├╝r das ├ťberleben und den Schutz von vergewaltigten Frauen und M├Ądchen einsetzen. Sie k├Ânnten kurzfristig genutzt werden, um einen Fonds zur psychosozialen, medizinischen, ├Âkonomischen und juristischen Unterst├╝tzung von vergewaltigten Frauen einzurichten. Ein derartiger, leicht zug├Ąnglich angelegter Fonds mit unmittelbarer Auszahlung an kongolesische Organisationen ist ├╝berf├Ąllig", so Caliskan.


Die Kampagne "Im Einsatz f├╝r Frauen in Kriegs- und Krisengebieten" wird von prominenten BotschafterInnen unterst├╝tzt. Zu ihnen geh├Âren unter anderem die Landesbisch├Âfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, Margot K├Ą├čmann, die TV-Moderatorin Sabine Christiansen, die Unternehmerin Beatrice Rodenstock sowie die Bundestagspr├Ąsidentin a. D. Rita S├╝├čmuth.


medica mondiale setzt sich seit mehr als 15 Jahren ein f├╝r traumatisierte Frauen und M├Ądchen in Kriegs- und Krisengebieten. Dabei versteht sich die Organisation als Anw├Ąltin f├╝r die Rechte und Interessen von Frauen, die sexualisierte Kriegsgewalt ├╝berlebt haben. Neben gyn├Ąkologischer Versorgung, psychosozialer und rechtlicher Unterst├╝tzung bietet medica mondiale Programme zur Existenzsicherung und leistet politische Menschenrechtsarbeit.


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Handbuch von medica mondiale: Sexualisierte Kriegsgewalt und ihre Folgen
Film: Esmas Geheimnis
Frauenrechte und Frauenwirklichkeit unter den Bedingungen der Globalisierung
Medica Mondiale-Spendenaufruf f├╝r Vergewaltigungsopfer aus Kriegsgebieten
AVIVA beteiligt sich ÔÇô Im Einsatz f├╝r Frauen in Kriegs- und Krisengebieten ÔÇô Eine Kampagne von medica mondiale

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.medicamondiale.org
www.im-einsatz.org

Public Affairs Beitrag vom 03.09.2009 AVIVA-Redaktion 





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