Equal Pay Day am 18. März 2018 – Internationaler Aktionstag fĂĽr gleiche Bezahlung von Frauen und Männern - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 12.03.2018

Equal Pay Day am 18. März 2018 – Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern
AVIVA Redaktion

"Transparenz gewinnt." lautet das diesjährige Kampagnenmotto des Equal Pay Days. Dabei stehen wie immer die Bekämpfung der weiterhin bestehenden Lohnunterschiede im Zentrum der deutschlandweit zum 11. Mal stattfindenden Aktionen. Die Aktionslandkarte und Infos zum Thema, Veranstaltungen über den Equal Pay Day hinaus, sowie die Online-Petition FairPlay ist FairPay! finden Sie hier auf AVIVA-Berlin.



Die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern betragen in Deutschland nach wie vor 21 Prozent – umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen 2018 umsonst arbeiten. Damit liegt Deutschland weiterhin unter den Schlusslichtern Europas. Bis zur Schließung der Lohnlücke ist es noch ein weiter Weg, auch wenn bereits viel getan wurde. Denn angenommen, Männer und Frauen bekämen den gleichen Stundenlohn: Dann stünde der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch diese geschlechtsspezifische Lohnlücke und wurde 2008 erstmals in Deutschland von der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. initiiert. Seitdem wächst die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr.

Doch immerhin: es geht voran. Mit dem Entgelttransparenzgesetz ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Lohngerechtigkeit getan! Island sorgt für 100 % Transparenz und will den Gender Pay Gap bis 2020 aus der Welt schaffen. Und auch in Deutschland können Beschäftigte seit dem 06. Januar 2018 Auskunft über die Entgeltstrukturen in ihrem Unternehmen verlangen und herausfinden, ob sie gerecht bezahlt werden. Aber was steckt hinter dem Auskunftsanspruch und worauf ist zu achten? Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat dazu die Broschüre "Das Entgelttransparenzgesetz" erstellt, um auf Fragen Antworten zu geben wie: Warum ist Transparenz auf dem Weg zur Lohngleichheit so wichtig? Wie sieht Equal Pay in der Unternehmenspraxis aus? Und inwiefern profitieren Beschäftigte vom neuen Entgelttransparenzgesetz?

Pünktlich zum Aktionstag liefert das druckfrische Equal Pay Day Journal die aktuellsten Zahlen und ExpertInnenmeinungen rund um das diesjährige Kampagnenmotto "Transparenz gewinnt." und klärt die wichtigsten Fragen. Im Equal Pay Day Journal finden Sie aktuelle Zahlen, viele gute Argumente und einen umfassenden Überblick zum Thema Lohngerechtigkeit in Deutschland und der Welt.

Der Gehaltscheck – Verdienen Sie genug? Der kostenlose Lohn- und Gehaltscheck bietet Informationen zu 425 Berufen. Mit dem Online-Fragebogen können Sie unter www.lohnspiegel.de Ihr Gehalt überprüfen und erhalten eine persönliche Auswertung. Das Angebot wird von der Hans-Böckler-Stiftung bereitgestellt, nachdem deren Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut bereits 2014 die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit mit einer Studie zum Equal Pay Day deutlich belegte.

Aktionen zum Equal Pay Day 2018

Ihr Engagement ist gefragt, denn: Am Equal Pay Day wird die Lohnlücke auf den deutschen Gehaltszetteln flächendeckend sichtbar. Je mehr Menschen am Aktionstag dabei sind, desto deutlicher wird der Missstand und desto offensichtlicher der Handlungsbedarf. Über 1.000 Aktionen in hunderten Städten und Gemeinden werden in Deutschland erwartet. Am Equal Pay Day sind Frauen und Männer, Unternehmen, Politik und SozialpartnerInnen eingeladen, zusammen für eine gleichberechtigte Zukunft einzutreten und aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Es ist ganz leicht: Ob Sie am Equal Pay Day eine rote Lederhandtasche ausführen oder sich einen roten Leinenbeutel umhängen, ob Sie zu einer Filmvorführung oder einem Red Dinner einladen oder an einer der vielen anderen Aktionen teilnehmen, die die Business and Professional Women und andere Verbände und Organisationen in ganz Deutschland organisieren: Hauptsache, rot und deutlich!

Die Aktionslandkarte finden Sie unter:
www.equalpayday.de/aktionslandkarte

Aktionstipps:
Suchen Sie noch Anregungen für Ihre Veranstaltung zum Equal Pay Day? Schauen Sie in die aktualisierten Aktionstipps mit vielen Ideen für kleine und große EPD-Aktivitäten. Darüber hinaus finden Sie im Toolkit auch FAQs, die dabei unterstützen, alle Fragen rund um den Equal Pay Day und das diesjährige Schwerpunktthema zu beantworten.

Mehr zu den Aktionstipps finden Sie unter: www.equalpayday.de/toolkit

Equal Pay Day Wiki:
Auf dieser Informationsplattform ("Work in Progress") finden Sie Artikel, Informationen, Dokumente, Archivmaterial und Anregungen zu den Themenkomplexen Entgelt(un)gleichheit, Gender Pay Gap sowie zum Equal Pay Day in Deutschland und weltweit.
Die Initiatorinnen freuen sich über Anregungen, Kommentare und weitere Beiträge per E-Mail an wiki@equalpayday.de
Mehr zum Equal Pay Day Wiki finden Sie unter:www.equalpay.wiki

Weitere Informationen zum Equal Pay Day:
www.equalpayday.de
twitter.com/hashtag/equalpayday

Veranstaltungshinweis:

18. März 2018, 10.00-17.00 Uhr
Workshop "Geld und Geltung" - ein Praxistag fĂĽr Frauen

Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet einen Tagesworkshop und Coaching für Frauen* zum Equal Pay Day
Die Veranstaltung knüpft zeitlich und inhaltlich an den Gedanken des Equal Pay Day an, des internationalen Aktionstags für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. In einem persönlichen Rahmen wollen wir uns mögliche gesellschaftliche und individuelle Hintergründe der Lohnungleichheit bewusst machen. In angeleiteten praktischen Übungen mit Methoden der kreativen Biografiearbeit kann jede Teilnehmerin ihre ganz persönliche Beziehung zu Geld (und Geltung) erforschen und in Austausch mit den anderen treten. Alle weiblichen Identitäten sind willkommen. Die Leitung übernimmt Kathrin Möller, Mitglied im Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine verbindliche Anmeldung wegen der begrenzten Teilnehmerinnenzahl wird gebeten.
Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstraße 21, 10179 Berlin
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
www.bildungswerk-boell.de

Dienstag, 20. März 2018, 19.00-22.00 Uhr
Impulsvortrag: Gehälter, Preise, Honorare - Gut verhandeln ist Strategie!

Stimmt der Preis und können Frauen ihn durchsetzen? Frau Dr. Brigitte Freiburghaus sensibilisiert in ihrem Impulsvortrag für Strategien wie Frauen Preise realisieren, die dem Arbeitsaufwand und den Aufträgen gerecht werden. Dieser Vortrag richtet sich sowohl an Unternehmerinnen als auch an Angestellte. Der Vortrag und die Diskussion wird veranstaltet von Business and Professional Women (BPW) Germany e. V. in Berlin.
Der Eintritt kostet 10 EUR für Mitglieder des BPW und 15 Euro für Gäste.
Veranstaltungsort: Meeet-Mitte, Chausseestr. 86, 10115 Berlin
Anmeldung bis zum 13.03.2018 unter: christina.van-laak(at)bpw-berlin.de mit dem Stichwort "Preisgestaltung".

Weitere Infos zum Thema unter:

Online-Petition FairPlay ist FairPay!: www.fairpay-heute.de

Business and Professional Women (BPW) Germany e.V: www.bpw-germany.de

Pro Quote Medien: www.pro-quote.de

Pro Quote Regie: www.proquote-regie.de

Journalistinnenbund: www.journalistinnen.de

Pro Quote Film: proquote-film.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Iris an der Heiden und Prof. Dr. Maria Wersig: Forschungsbericht zur Preisdifferenzierung nach Geschlecht in Deutschland Fazit: Frauen verdienen weniger, bezahlen aber vielfach für die gleichen Leistungen oder Produkte mehr Geld. Was in den USA schon lange diskutiert wird, wurde nun auch in Deutschland in der bundesweit ersten Studie zu Preisdifferenzierung nach Geschlecht umfassend untersucht. (…)Das Resultat der Studie zu "Gender Pricing" bzw. die Preisdifferenzierung nach Geschlecht: HerstellerInnen, HändlerInnen oder DienstleisterInnen veranschlagen oftmals unterschiedliche Preise für Frauen und Männer. Insbesondere für Dienstleistungen müssen Frauen tiefer in die Tasche greifen. (2018)

Pro Quote Film - Filmschaffende Frauen fordern FiftyFifty in der Gesamtheit aller Produktionen "9 Gewerke, 1 Stimme, 10 Forderungen: Pro Quote Film". Filmschaffende Frauen aller Gewerke schließen sich der Initiative der Regisseurinnen an. Mehr als 1200 Unterstützerinnen aus der Branche haben die Forderung nach einer 50% Quote für die Vergabe von Aufträgen, Fördergeldern und Rollen unterzeichnet. Mehr zu Pro Quote Film, der 10-Punkte-Forderung, weiteren Vorhaben und Mitmach-Möglichkeiten. (2018)

Berliner Erklärung 2017. Gemeinsame Forderungen von 16 Frauenverbänden an die Parteien zur Bundestagswahl 2017 Mit einem Katalog von Forderungen wenden sich mehr als 12,5 Millionen Frauen aus 16 Frauenverbänden in der Berliner Erklärung 2017 an die Parteien zur Bundestagswahl. Unter www.berlinererklaerung.de wurden die Forderungen am 30. Mai 2017 veröffentlicht – rund vier Monate vor der Wahl am 24. September. (2017)

Interview mit Henrike von Platen, Past-Präsidentin des BPW Germany und Initiatorin der Initiative und Online-Petition FairPlay ist FairPay!
Ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen ist ein Skandal. Seit 2010 ist die Kampagne EPD mit Henrike von Platen eng verknüpft. Gleiche Bezahlung lautet das Ziel. Die bereinigte Lohnlücke ist daher unerlässlich und wird auf dem Equal Pay Day 2017 eingefordert.

Berliner Arbeitsgericht hat Klage gegen ZDF wegen Lohngleichheit abgewiesen: Frauenverbände kritisieren Gerichtsentscheidung . Save the date: Equal Pay Day am 18. März 2017
Hamburg/Berlin 01.02.2017 Ein Fall von Gehaltsdiskriminierung - mehrere Frauenverbände (BPW Germany e.V., Journalistinnenbund, Pro Quote Medien, Pro Quote Regie) haben das Abweisen der Klage auf Lohngleichheit der ZDF-Journalistin und "Frontal 21"-Reporterin Birte Meier als falsches Signal kritisiert. (2017)

BPW Germany begrĂĽĂźt Gesetzentwurf fĂĽr mehr Lohngerechtigkeit. Deutscher Frauenrat sieht GerechtigkeitslĂĽcken
Lohngerechtigkeit - ein Dauerstreitthema. Sind wir nun einen Schritt weiter hin zur Entgelttransparenz und Lohngerechtigkeit? Statements von Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany, sowie von Henrike von Platen, FairPlay ist FairPay! (2017)

Gleichstellung ist nicht verhandelbar. Forderungen der Initiative Berliner Erklärung an die Politik
Der neue Bundestag weist die niedrigste Frauenquote seit 1998 auf. Der Frauenanteil sank auf 30,7 Prozent. Das sind rund sechs Prozent weniger als in der letzten Legislaturperiode. Eine jahrelang positive Entwicklung wird erstmals deutlich unterbrochen. Aktuell gehören dem Bündnis 17 Frauenverbände an. Mehr zu den Forderungen der "Berliner Erklärung" und den Initiatorinnen hier auf AVIVA-Berlin (2017)

PRO QUOTE REGIE zum 2. Diversitätsbericht des Bundesverbandes Regie. Systematische Benachteiligung von Frauen hat weiter zugenommen
Während die ARD und ihre Filmeinkaufsgesellschaft degeto das Problem auf Initiative von pro PRO QUOTE REGIE erkannt und Verbesserungen angekündigt haben, stellt sich das ZDF weiterhin taub. Der BVR-Bericht zeigt die ungleiche Zahl der Regieaufträge im Fernsehen und die Verteilung der Produktionsmittel der Filmförderungen (2016)

Online-Petition FairPay - Berliner Erklärung für Gleichheit auf dem Gehaltszettel
FĂĽr Lohngerechtigkeit und Entgeltgleichheit an 365 Tagen im Jahr. UnterstĂĽtzen Sie die Initiatorinnen des FairPay-BĂĽndnisses mit Ihrer Unterschrift. FairPlay ist FairPay! (2016)

Equal Pay Day am 19. März 2016
"Was ist meine Arbeit wert? Ursachen gemeinsam bekämpfen!" lautet der diesjährige Aufruf zum Equal Pay Day mit dem Schwerpunktthema "Berufe mit Zukunft". Dabei stehen die Bekämpfung der weiterhin bestehenden Lohnunterschiede und die Aufwertung von "frauentypischen" Berufen im Zentrum der deutschlandweit stattfinden Aktionen. (2016)

Equal Pay Day 2015
Die Business and Professional Women (BPW) Germany rufen den Equal Pay Day unter dem Motto aus "Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?". Zentrale Forderung ist Transparenz. (2015)

Frauenlohnspiegel 2014: Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben
Pünktlich zum Equal Pay Day 2014 legt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie vor, die die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit deutlich belegt. (2014)

Entgeltgleichheits-Check. Landeseigene Unternehmen auf dem PrĂĽfstand
Die Berliner Wasserbetriebe können Null Prozent Entgeltungleichheit vorweisen. Mit der Entscheidung, den "EG-Check" überhaupt durchzuführen, steht das Unternehmen allerdings allein auf weiter Flur. (2013)


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