Respektpreis 2012 f├╝r Seyran Ates - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor_Banner Weiberwirtschaft Gr├╝nderinnenzentrale
AVIVA-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 05.12.2012

Respektpreis 2012 f├╝r Seyran Ates
Anke Gimbal

Das "B├╝ndnis gegen Homophobie" w├╝rdigte am 4. Dezember 2012 in Berlin das Engagement der Anw├Ąltin und Autorin f├╝r eine "sexuelle Revolution" in muslimischen Communities. Die Auszeichnung wurde...



... zum dritten Mal verliehen: 2010 ging er an die Moabiter Dohm-Schule, 2011 an die Kreuzberger Einrichtung "Pflegekinder im Kiez".

Nominiert waren 2012 neben Seyran Ates die Kabarettistin Gabi Decker, der Buchautor David Berger sowie der Berliner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Letzterer hatte die Nominierung abgelehnt, verschaffte dem Respektpreis auf diese Weise jedoch ein gro├čes Medienecho.

Der Regierende B├╝rgermeister Berlins Klaus Wowereit, unter dessen Schirmherrschaft das B├╝ndnis steht, und die Senatorin f├╝r Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat wurden durch die Staatssekret├Ąrin der Senatsverwaltung f├╝r Arbeit, Integration und Frauen, Barbara Loth, vertreten. Neben Loth begr├╝├čte auch J├╝rgen W. Gangl, Hotel-Manager Grand Hotel Esplanade als Gastgeber die Teilnehmer_innen. Die Laudatio bei der Preisverleihung hielt die Vorsitzende von Terre des Femmes, Irmingard Schewe-Gerigk. Seyran Ates zitierte in ihrer Dankesrede aus ihrem Buch "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution. Eine Streitschrift" (Ullstein, Berlin 2009).

Katayun Pirdawari, Vorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) erkl├Ąrte anl├Ąsslich der Preisvergabe:

"Seyran Ate┬║ k├Ąmpft seit Jahren engagiert gegen ├╝berholte Traditionen, die der Gleichberechtigung zwischen M├Ąnnern und Frauen und der Akzeptanz von Lesben und Schwulen zuwider laufen. F├╝r ihr Engagement f├╝r eine ┬┤sexuelle Revolution┬┤ in muslimischen Communities hat sie immer wieder Anfeindungen und Gefahren auf sich nehmen m├╝ssen. Doch sie hat sich nie einsch├╝chtern lassen. Insbesondere wir Lesben und Schwulen mit Migrationshintergrund sind Seyran Ate┬║ zu gro├čem Dank verpflichtet."

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Jahresabschlusstagung des B├╝ndnisses gegen Homophobie statt und wurde von Danilo H├Âpfner vom B├╝ndnis gegen Homophobie, moderiert. In weiteren Redebeitr├Ągen stellte Tanja Knapp, die Landespr├Ąventionsbeauftragte der Polizei Berlin, die aktuelle Kriminalit├Ątsstatistik homophober ├ťbergriffe im Jahr 2012 vor. Ralf Ostendorf von VisitBerlin pr├Ąsentierte das neue Antidiskriminierungskonzept "Pink Pillow" aus dem Berliner Hotelleriebereich.

Das B├╝ndnis gegen Homophobie ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Sport, Kultur und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen f├╝r Anerkennung und Respekt gegen├╝ber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender.

Seyran Ates, geboren 1963 in Istanbul, lebt seit 1969 in Deutschland. Nach dem Abitur immatrikulierte sie sich an der juristischen Fakult├Ąt der Freien Universit├Ąt und war im "Treff- und Informationsort f├╝r t├╝rkische Frauen" (TIO) als Beraterin t├Ątig. W├Ąhrend eines Beratungsgespr├Ąches mit einer jungen T├╝rkin betrat ein Mann den Raum, zog eine Pistole, feuerte drei Sch├╝sse ab und fl├╝chtete. Die Ratsuchende starb. Seyran Ates ├╝berlebte nur knapp und konnte ihr Jurastudium erst Jahre sp├Ąter fortsetzen. Der T├Ąter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nach ihrem zweiten Staatsexamen 1997 er├Âffnete Seyran Ates zusammen mit zwei Kolleginnen eine Anwaltskanzlei in der N├Ąhe des Hackeschen Marktes in Berlin. Sie vertrat insbesondere auch Frauen mit Migrationshintergrund gegen ihre Familien und/oder Ehem├Ąnner. Ihre Erlebnisse verarbeitete sie in ihrem ersten Buch "Gro├če Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen T├╝rkin" (2003).

2006 begleitete sie nach einem Scheidungstermin eine Mandantin und deren Freundin zur U-Bahn-Haltestelle. Dort tauchte der t├╝rkische Ehemann der Mandantin auf, beschimpfte sie und schlug auf seine Noch-Ehefrau ein. Nach diesem Ereignis und weiteren Drohungen gegen sie und ihre Tochter gab sie ihre Zulassung als Rechtsanw├Ąltin zur├╝ck. 2007 beantragte sie die erneute Anwaltszulassung, allerdings ohne die Adresse ihrer Kanzlei zu ver├Âffentlichen. Sie zog sich f├╝r einige Zeit aus der ├ľffentlichkeit zur├╝ck, ist aber inzwischen wieder verst├Ąrkt als Rednerin und Autorin t├Ątig. Ihre Arbeit als Anw├Ąltin wird sie ab Januar 2013 von neuem und in vollem Umfang aufnehmen.

Seyran Ates ┬ę Anke Gimbal


Bisherige Auszeichnungen:

F├╝r ihr Engagement f├╝r t├╝rkische Frauen und M├Ądchen sowie f├╝r Integration und Gleichberechtigung erhielt Seyran Ates 2004 den Berliner Frauenpreis und wurde 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie unter:

B├╝ndnis gegen Homophobie

Seyran Ate┬║ mit RESPEKTPREIS 2012 ausgezeichnet

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Seyran Ates ist Preistr├Ągerin des Berliner Frauenpreises 2004

Der Multikulti-Irrtum

Gro├če Reise ins Feuer

Der Islam braucht eine sexuelle Revolution



Women + Work Beitrag vom 05.12.2012 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken