DIW Managerinnen-Barometer 2016 - Frauenanteile in Spitzengremien gro√üer Unternehmen steigen kaum - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 15.01.2016

DIW Managerinnen-Barometer 2016 - Frauenanteile in Spitzengremien großer Unternehmen steigen kaum
AVIVA-Redaktion

Forscherinnen analysieren insgesamt √ľber 500 Unternehmen. Einige gehen mit gutem Beispiel voran, andere hinken umso st√§rker hinterher. Die gro√üe Mehrheit der unter die Frauenquote in ...



... Aufsichtsräten fallenden Unternehmen hat 30-Prozent-Schwelle noch nicht erreicht.

Eine ausgewogene Repr√§sentation von Frauen und M√§nnern in den Spitzengremien der deutschen Wirtschaft bleibt in weiter Ferne: In den Vorst√§nden der 200 umsatzst√§rksten Unternehmen lag der Frauenanteil Ende des Jahres 2015 bei gut sechs Prozent ‚Äď ein Anstieg von weniger als einem Prozentpunkt gegen√ľber dem Vorjahr. Die Aufsichtsr√§te waren zwar zu immerhin fast 20 Prozent mit Frauen besetzt, allerdings hat sich die Dynamik gegen√ľber den Vorjahren sogar abgeschw√§cht. Das geht aus dem neuesten Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, das im aktuellen DIW Wochenbericht erschienen ist.

"Die Entwicklung gleicht einem Ritt auf der Schnecke", sagt Elke Holst, Forschungsdirektorin f√ľr Gender Studies im DIW Berlin. "Wenn das Tempo, mit dem die Frauenanteile steigen, weiterhin derart gering bleibt, wird es noch sehr lange dauern, bis eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und M√§nnern erreicht ist." Ginge es so weiter wie in den vergangenen zehn Jahren, w√ľrde es in den Top-200-Unternehmen den DIW-Berechnungen zufolge noch 86 Jahre dauern, bis genauso viele Frauen wie M√§nner im Vorstand sitzen. In den Aufsichtsr√§ten w√§re das immerhin in 25 Jahren geschafft.

"Die Frauenanteile verharren also vor allem in den Vorst√§nden noch immer auf einem extrem niedrigen Niveau", sagt Anja Kirsch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl f√ľr Personalpolitik der Freien Universit√§t Berlin.

DAX-30- und Beteiligungsunternehmen des Bundes haben höchste Frauenanteile im Aufsichtsrat

Allerdings k√∂nnen den Autorinnen zufolge nicht alle Unternehmen √ľber einen Kamm geschoren werden, denn einige sind deutlich ambitionierter als andere. In allen untersuchten Unternehmensgruppen (neben den umsatzst√§rksten 200 Unternehmen au√üerhalb des Finanzsektors untersucht das DIW Berlin auch die DAX-30-, MDAX-, SDAX- und TecDAX-Unternehmen sowie solche mit Bundesbeteiligung) hat ein nicht unerheblicher Teil bereits 30 Prozent Frauen oder mehr im Aufsichtsrat. Am besten sieht es diesbez√ľglich in den Gruppen der DAX-30-Unternehmen sowie der Unternehmen mit Bundesbeteiligung aus, in denen jeweils fast die H√§lfte der Unternehmen diese Schwelle bereits heute erreicht. Von jenen gut 100 Unternehmen, die tats√§chlich ab diesem Jahr die Frauenquote in H√∂he von 30 Prozent bei Neubesetzungen ihres Aufsichtsrats ber√ľcksichtigen m√ľssen, erf√ľllen jedoch erst knapp 28 Prozent die Vorgaben. Andere haben noch einen langen Weg vor sich.

Im Finanzsektor, in dem das DIW Berlin die 100 gr√∂√üten Banken und 59 gr√∂√üten Versicherungen untersucht hat, war der Anstieg der Frauenanteile im vergangenen Jahr gering: In den Vorst√§nden stieg er um jeweils weniger als einen Prozentpunkt auf knapp acht Prozent bei den Banken und gut neun Prozent bei den Versicherungen. In den Aufsichtsr√§ten war die Dynamik etwas st√§rker, allerdings waren Frauen auch dort mit gut 21 beziehungsweise 19 Prozent weiterhin stark unterrepr√§sentiert ‚Äď und das, obwohl sie im Finanzsektor insgesamt die Mehrheit der Besch√§ftigten stellen. Besonders gering war der Frauenanteil in den Kontrollgremien der Genossenschaftsbanken, obwohl diese ein partizipatives Gesch√§ftsmodell verfolgen. "Die geringen Aufstiegschancen wirken sich auch auf den Verdienstunterschied zwischen Frauen und M√§nnern aus", erkl√§rt Kirsch: "Der sogenannte Gender Pay Gap ist im Finanzsektor im Vergleich zu allen anderen Branchen am gr√∂√üten."

Steuer- und Familienpolitik sind wichtige Ansatzpunkte f√ľr mehr Frauen in Spitzengremien

Der Handlungsbedarf bleibt aus Sicht von Holst und Kirsch unver√§ndert hoch ‚Äď denn die Quotenregelung allein k√∂nne es nicht richten. Zwar verpflichtet das Gesetz insgesamt ungef√§hr 3.500 Unternehmen, sich Zielgr√∂√üen f√ľr einen h√∂heren Frauenanteil in Aufsichtsr√§ten, Vorst√§nden und den obersten Managementebenen zu setzen. "Ohne wirkliche Sanktionen bei Nichterf√ľllung der Zielgr√∂√üen k√∂nnte sich das Gesetz jedoch als ein zahnloser Tiger herausstellen", so Holst. Deshalb sollte die Politik durch flankierende Ma√ünahmen, etwa in der Steuer- und Familienpolitik, versuchen, die Karrierechancen von Frauen zu verbessern. Ein Ansatzpunkt k√∂nne das Ehegattensplitting sein. Es biete Frauen falsche Anreize f√ľr die Erwerbsbeteiligung und zementiere somit die tradierte Aufgabenteilung zwischen Mann und Frau, so die Autorinnen.
DIW Managerinnen-Barometer

Das DIW Managerinnen-Barometer beobachtet die Trends bei der Besetzung von Spitzenpositionen in gro√üen deutschen Unternehmen durch M√§nner und Frauen. Seit 2006 wird dazu einmal j√§hrlich die Zahl der Frauen in den Vorst√§nden und Aufsichtsr√§ten der 200 gr√∂√üten deutschen Unternehmen ausgewertet. Sp√§ter kamen die DAX-30-, M-DAX-, S-DAX- und TecDAX-Unternehmen sowie die Beteiligungsunternehmen des Bundes hinzu. Zus√§tzlich wird die Entwicklung im Finanzsektor erfasst, also bei den gr√∂√üten 100 Banken und Sparkassen sowie rund 60 Versicherungen. Zus√§tzlich hat das DIW Berlin f√ľr das vergangene Jahr erstmals separat die Gruppe jener gut 100 Unternehmen ausgewertet, die ab 2016 unter die verbindliche Geschlechterquote fallen und somit bei Neubesetzungen ihres Aufsichtsrats Frauen zu 30 Prozent ber√ľcksichtigen m√ľssen.

Mehr Infos zum DIW Managerinnen-Barometer 2016 unter:

www.diw.de

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Managerinnen-Barometer 2015: Spitzengremien gro√üer Unternehmen in Deutschland bleiben M√§nnerdom√§nen Frauenanteile in Vorst√§nden und Aufsichtsr√§ten verharren auf niedrigem Niveau. Nur wenige Unternehmen erf√ľllen bereits die geplante gesetzliche Frauenquote. DIW Berlin schl√§gt weitere Ma√ünahmen vor

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Quelle: Pressemitteilung des DIW Berlin vom 13.01.2016




Women + Work Beitrag vom 15.01.2016 AVIVA-Redaktion 





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